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Wahlkampfhilfe für die FREIHEIT aus dem „Pott“

Vier Nordrhein-Westfalen haben sich nicht mehr damit begnügt, für PI Artikel und Kommentare zu schreiben. Wir wollten nach München, um Michael Stürzenberger (Foto) tatkräftig bei seinem Wahlkampf für „Die Freiheit“ zu unterstützen, frei nach dem Motto: „Wir kommen aus dem Pott und rocken dem Ude die Bude.“

(Von Pythagoreer)

Kurzerhand nahmen wir alle Urlaub und trafen uns am Sonntag aus allen vier Himmelsrichtungen auf dem Essener Hauptbahnhof zur gemeinsamen Weiterfahrt nach München mit dem ICE. Untergebracht in Privatquartieren bei Münchener Wahlkämpfern, wurden schon am Abend die ersten Einsatzpläne für den nächsten Tag besprochen. Mit Bus- und Bahnflatrate für ganz München waren wir gut mobil, um alle belebten Plätze der Stadt schnell zu erreichen.

Michael hatte am Montag eine Kundgebung gegen das geplante Islamzentrum auf dem Stachus, und wir hätten seine fesselnden Reden gern den ganzen Tag angehört, aber unsere vordringliche Arbeit war das Anwerben der Münchner Bürger für die benötigten 1000 Unterschriften im Rathaus bzw. in den Bezirksinspektionen.

Die Unterschriften werden benötigt, damit die Partei „Die Freiheit“ überhaupt erst zur Kommunalwahl am 15. März antreten darf. Von PI und unseren Gastgebern hatten wir eine böse Vorahnung davon, wie schwer diese Werbeaktion sein würde, aber lesen und handeln sind zwei Paar Schuhe.

Wir zogen jeweils zu zweit aus und legten uns einen Spruch zurecht, z. B. so: „Guten Tag, sind Sie Bürger der Stadt München?“. Bei 30 % kam „nein“, also Touristen, bei den anderen 70 % winkten mindestens 50 % desinteressiert dankend ab oder gingen weiter ohne anzuhalten; bei den restlichen 20 % dann weiter: “In München sind am 15. März Kommunalwahlen. Haben Sie schon von dem großen Islamzentrum gehört, das am Stachus….“ Weiter kam man meist nicht. Entweder ergriffen die Leute spätestens jetzt die Flucht, oder sie beschimpften einen keifend mit „Ihr braune Soße!“ und übleren Freundlichkeiten.
Spätestens jetzt wurde die Ernsthaftigkeit unseres Vorhabens auf eine harte Probe gestellt. So übel beschimpfen und beleidigen lassen wie in den kommenden drei Tagen haben wir uns unser ganzes Leben noch nicht müssen.

Ein paar Wenige hatten Interesse an einem Gespräch und machten ihrem eigenen Ärger über diesen Moscheebau und über die Impertinenz des Islam in Deutschland nach deftig-bayerischer Art Luft. Was sie nicht wussten: die CSU hat gemeinsam mit allen anderen Fraktionen des Stadtrats den Bauplänen des ZIE-M zugestimmt. Das Entsetzen darüber und unsere Hintergrundinformationen konnte einige dann tatsächlich bewegen, ihre wertvolle Unterstützungsunterschrift für „Die Freiheit“ zu leisten. Die Hürden sind groß: Gang zu einem der benannten Verwaltungsgebäude, Ausweispflicht, Argwohn gegenüber der Gewährleistung des Datenschutzes (“Was machen die denn mit meinen Daten? Wird das registriert, und bekomme ich womöglich Ärger deswegen? Ich arbeite nämlich bei der Stadt/ bei der Kirche, wissen Sie…). Die Menschen sind sehr verunsichert. Einige hatten ein Flugblatt mit einer Warnung vor einer „extremistischen Partei Die Freiheit“ bekommen, hatten böse Berichte in der Süddeutschen Zeitung über die Partei und Michael Stürzenberger gelesen. Die Verunsicherung sitzt tief, die Demagogie der etablierten Fraktionen entfaltet ihr Gift. Das ist Wahlkampf, das ist normal, wenn auch vielleicht nicht ganz sauber.

Hinterhergelaufen sind wir niemandem, und wenn jemand uns mit Schimpf und Schande übergoss, sind wir schweigend weitergegangen. Wir kamen uns zeitweise vor wie Bittsteller, schlimmer, wie Aussätzige.

Am erschreckendsten aber fand ich einen ganz anderen Aspekt.
Gut gekleidete, meist sehr wohlhabend aussehende Menschen mittleren Alters lächelten uns an und konnten nicht glauben, was wir ihnen erzählten:

„Was, der Islam ist doch eine friedliche Religion, wie können Sie denn behaupten, er rufe zum Töten auf?“ oder: „Die Muslime haben doch auch ein Recht auf die freie Entfaltung ihrer Religion, da können Sie ihnen doch nicht einfach verbieten, eine Moschee zu bauen und Imame dort auszubilden“? oder: „Wie kommen Sie denn auf so abwegige Ideen, dass der Imam Idriz ein Extremist ist? Er ist doch ein ganz freundlicher, friedlicher Mann, wenn man ihn so sieht!“ oder: „Was der Herr Stürzenberger da erzählt, das ist ungeheuerlich, das ist unerträglich, das ist Volksverhetzung. Wie kann er denn behaupten, dass der Koran das „Mein Kampf“ Mohammeds ist?“ oder „Jesus war doch genauso wie Mohammed ein Prophet, warum lassen Sie die Muslime denn nicht in Ruhe? Die wollen doch nur zu ihrem Herrgott beten, Jesus ist doch nichts anderes als Mohammed!“ oder: „Ich finde gut, dass Katar das hier unterstützt. Die werden schon drauf achten, dass hier die Menschenrechte nicht verletzt werden!“ oder: „Die Juden bringen in Palästina tausende von Menschen um, immer wieder, Tag für Tag, da wird es Zeit, dass wir die Muslime unterstützen!“ oder: „Was dieser Stürzenberger da macht, das ist wie die Nazis, die haben genauso gehetzt!“

Ich dachte mir spontan, dass unseren Kirchen voller wären, wenn die Prediger auch nur mit halb soviel Elan und Wahrhaftigkeit ihr Evangelium verkünden würden.

Liebe Leser, ja, es ist schwer erträglich, und was man hier in geballter Ladung liest, ist uns drei Tage lang in allen Varianten begegnet. Schmerzhaft ist die Ohnmacht diesen gehirngewaschenen Gutmenschen gegenüber, und ich überlegte die ganze Zeit, wie es im Informationszeitalter möglich ist, dass Menschen in den besten Jahren derartig naiv, uninformiert und gutgläubig sind. Darüber haben wir im Zweiergespräch beim Unterschriftensammeln immer wieder diskutiert. Vielleicht ist es die Sattheit, der Wohlstand, die trügerische Sicherheit, dass alles immer so weitergeht, dass Menschenrechte und Demokratie eine Selbstverständlichkeit sind, dass alles andere undenkbar erscheint, weil nicht sein kann, was nicht sein darf – eine Wohlstandsverwahrlosung epochalen Ausmaßes, Ende nicht absehbar. Surreal. Beängstigend.

Es war die brutale Wahrheit.

Am Montagabend – Michael hatte schon den ganzen Tag auf dem Stachus gesprochen – nahmen wir uns völlig erschöpft und durchgefroren doch noch Zeit, ein paar Reden anzuhören. Etwa 20 Polizisten standen weitläufig verteilt, eine Hundertschaft in Mannschaftswagen harrte um die Ecke der Dinge, die da kamen. Ein grölender und pöbelnder Mob wandte sich gegen Michael, der unbeirrt die brutale Wahrheit um den Islam durch sein Megaphon in die Menge sprach, zeitweise übertönt von Sprechchören der linken Aktivisten. Es hatte für mich irgendwas vom einsamen Rufer in der Wüste, denn sie hörten ihn, und hörten ihn doch nicht. Er sprach völlig unbeeindruckt immer weiter. Mir ging als Christin dieser Satz nicht mehr aus dem Sinn, er sprang mich aus der Menge an: „Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind!“

Was da passierte war Unrecht. Michael ficht diesen Kampf Monat um Monat, Woche um Woche, Tag für Tag, und wir waren schon nach drei Tagen restlos fertig von diesem Kesseltreiben. Irgendwie fühlte ich mich mies. Wir gehen zurück in unsere halbwegs heile Welt, und er kämpft immer weiter an der Front der Ignoranz, zum Gespött einer ganzen Stadt, die die Wahrheit nicht erträgt.

Abends sprach Michael auf dem Marienplatz die Passanten noch persönlich an und warb für seine Sache, immer umringt von Antifa-Aktivisten, die den Passanten lautstark entgegenriefen: „Weitergehen, weitergehen!“, bezahlt mit 8 Euro pro Stunde von unseren Steuergeldern im vermeintlichen Kampf gegen Rechts, um Michael mürbe zu machen. Wir haben mehr oder weniger erfolgreich versucht, sie abzudrängen, immer wieder. Zwischendurch habe ich München für all das verflucht.

In der ersten Nacht musste ich weinen wegen all dieser Dinge. Ich ertrage Unrecht sehr schlecht, und was hier geschah, war himmelschreiendes Unrecht – und Motivation, mit noch mehr Elan am nächsten Tag weiterzumachen, auch wenn ich im Schriftlichen besser bin als im Mündlichen. Wir haben viele Unterschriften gesammelt, der tägliche Counter sprach für ein mögliches Erreichen des Ziels von 1000 Unterschriften. Einer von uns hat seinen Urlaub noch kurzfristig verlängert und ist immer noch in München, um mit allen anderen Freunden Michaels weiter Unterschriften zu sammeln, wir anderen drei sind Mittwochnacht wieder in Essen angekommen und nach Hause gefahren.

Wir drücken von hier aus herzlich die Daumen und sind mit den Herzen in München.

Auch an dieser Stelle rufen wir noch einmal alle Bürger Münchens auf, ihre wichtige Unterstützungsunterschrift für die Partei „Die Freiheit“ zu leisten. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis zum 3.2.2014, 12.00 Uhr.