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Gunnar Schupelius: Wie lange sehen wir dem Hass gegen Juden noch zu?

demo_berlinEin Ehepaar aus Israel kommt zum Urlaub nach Berlin. Beide wollen dem Raketen-Terror entfliehen, der auf ihr Land niedergeht. Mal ein paar Nächte ruhig schlafen, ein paar Tage leben, ohne alle paar Stunden in den Luftschutzbunker zu rennen! Das Paar geht am Sonnabend Unter den Linden spazieren, der Mann trägt die jüdische Kopfbedeckung Kippa, als ein Demonstrationszug von Palästinensern ihren Weg kreuzt. Die Demonstranten sehen das Paar, beleidigen und bedrohen es. Dann stürzen sich mehrere Palästinenser in wilder Raserei auf die beiden Israelis. So berichten Augenzeugen. Die Polizei ist schnell und stoppt die Verbrecher. Der Demonstrationszug, aus dem sie kamen, darf dennoch weiterziehen.

Am Donnerstagabend waren ebenfalls Palästinenser durch Berlin gezogen. Sie riefen im Sprechchor Parolen, wie sie einst Hitlers SA im Munde führte und die SS und alle braunen Unmenschen. Dennoch wurde auch dieser Umzug nicht aufgelöst. Eine Strafanzeige gab es nur vom American Jewish Committee, einer internationalen Organisation. Warum hagelte es nicht Hunderte Strafanzeigen von deutscher Seite? Hatten wir nicht beschlossen, dass niemals wieder Juden auf deutschem Boden in Gefahr geraten sollten? Hatten wir nicht beschlossen, dass wir den Hass gegen Juden bekämpfen werden, wo wir können? (Fortsetzung hier in der B.Z.!)