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Warum der Hamas die Puste nicht ausgeht

Hamasterroristen [1]Der jüngste Großoffensive der Hamas gegen Israel hat einen Preis, den sich Gaza allen offiziellen Berichten zufolge eigentlich nicht leisten können dürfte, wären da nicht die (inoffiziellen) Seilschaften über Katar, Iran, Ägypten usw.. Die Mehrheit der Zivilbevölkerung Gazas hat ohnehin einen täglichen Kampf ums Überleben auszutragen während es sich die Hamas-Strippenzieher gut gehen lassen, denn sie haben in den islamischen Staaten mächtige Sponsoren und Verbündete. Gazas Raketenproduktion funktioniert vor allem auf Basis von Wissen aus dem Iran, die Finanzierung läuft, wie so oft in Dingen des Dschihad, über Katar. Wenn man annimmt, der Hamas ginge langsam die Puste aus und der Beschuss Israels ließe deswegen bald nach, könnte man einer gewaltigen Täuschung unterliegen, denn die finanziellen Mittel sind enorm.

(Im Original in Calcalist von Doron Peskin)

Jeder Tag, den die Hamas gegen Israel kämpft, verschlechtert die Lage der Zivilbevölkerung in Gaza. Neueste Erhebungen gehen von einer Arbeitslosenquote von 40% aus.

Eine wichtige Schlüsselfigur in Sachen Finanzen bei der Hamas ist Ismail Hanija. Er war von März 2006 bis Juni 2007 Ministerpräsident der palästinensischen Autonomiegebiete und zählt zu den Top Five der politischen Führer der terroristischen Hamas. Er wurde quasi über Nacht reich und hat einen geschätzten Grundbesitz im Wert von 4.000.000 $.

Bereits im Jahr 2010 berichtete das ägyptische Magazin „Rose Al-Yusuf,“ dass Hanija eine Fläche von 2.500 qm in Gaza für 4 Millionen Dollar erwarb. Um Erklärungsversuchen dafür aus dem Weg zu gehen, registrierte er das Grundstück auf den Namen seines Schwiegersohnes Nabil. Außerdem kaufte er mehrere Häuser im Gazastreifen und überschrieb sie seinen 13 Kindern.

Zumindest in Bezug auf seinen ältesten Sohn scheint es, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, denn der wurde auf der ägyptischen Seite des Grenzübergangs Rafah mit einem Vermögen von einer Millionen Dollar in bar verhaftet.

Der Handel durch die illegalen Tunnel der Hamas florierte. Die Tunnel haben eine Schlüsselfunktion im Erstarken der Hamas.

Hamas-Führer und Mitarbeiter haben keine Scheu, ihren prunkvollen Reichtum zu zeigen. Luxusvillen, die nicht weniger als eine Million Dollar kosten, wurden kostenlos Leuten überlassen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Gründung der Hamas stehen – Bestechung.

Chairat el-Schater, politischer Arm der Muslimbrüder in Ägypten, der ein eigenes Geschäftsimperium betreibt, schleust zig Millionen in bar zur Alt-Regierung im Gazastreifen und zu den Kommandanten des militärischen Flügels der Hamas. Das Geld soll an einem sicheren Ort im Gazastreifen aufbewahrt werden, außerdem wird in Ägypten in verschiedene Vermögenswerte investiert. Häufig handelt es sich beim Geschäftspartner um Mitglieder der Muslimbruderschaft.

In einigen Fällen sorgte Ayman Taha, einst Wortführer der Hamas dafür, dass trotzt geschlossener Grenzen zu Ägypten Geschäfte möglich wurden. Taha selbst erwarb im Jahr 2011 eine luxuriöse Villa mit drei Stockwerken mitten im Gazastreifen für 700.000 Dollar. Ein Jahr zuvor wurde er zum ägyptischen Agenten.

In den letzten drei Jahren hat sich in Ägyptens Bevölkerung wegen des finanziellen Gewinns der Hamas auf Kosten des ägyptischen Volkes großer Zorn entwickelt. In einem Tunnel in Rafah zum Beispiel blühte der Benzinschmuggel. Der Kraftstoff wird von der ägyptischen Seite aus in den Gazastreifen eingeführt und über einen niedrigen Preis subventioniert. Verkauft wird er aber zu einem acht Mal höheren Preis. Den größten Gewinn aus dem Verkauf des Kraftstoffs haben die Hamas-Mitglieder, während Ägypten von Kraftstoffmangel berichtet.

In diesem Zusammenhang sagte Dr. Ahmed said Karima, ein ehemaliger Dozent der Al-Azhar-Universität in Ägypten, die Hamas-Bewegung habe lange Zeit Millionäre produziert, angeblich nicht weniger als 1.200 Millionäre.

Doch nicht nur Hamas-Mitglieder im Gazastreifen wurden reich. Es scheint, dass der politische Chef der Hamas, Khaled Meshal, die Hamas nach deren Belieben unterstützt. Im Jahr 2012 wird berichtet, dass die jordanische Seite Mashaal unterstützt und die riesige Summe von 2,6 Milliarden US-Dollar zu einem großen Teil in Katar und ägyptischen Banken hinterlegt. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um ein von der Hamas seit Jahren durch Spenden und die Investitionen in verschiedene Projekte in der arabischen und islamischen Welt angesammeltes Vermögen. Unter anderem ist bekannt, dass die Hamas in der Vergangenheit in Immobilienprojekte in Saudi-Arabien, Syrien und Dubai investiert hat.

Die Verbannung der Hamas aus Syrien war ein schwerer finanzieller Schlag für die Bewegung. Syriens Hamas besaß vor Beginn des Bürgerkrieges im Jahr 2011 ein Vermögen von 550 Millionen Dollar. Hamas investierte in Immobilien und verschiedene Handelsgesellschaften und Frachtunternehmen, die auf einen syrischen Geschäftsmann registriert waren.

Wie überall bei der Hamas, so gilt auch in diesen Dingen strengste Geheimhaltung. Die Investitionen werden durch Tarnfirmen getätigt, notarielle Eintragungen geschehen auf Namen von Familienmitgliedern und Mitarbeitern. Die mit Meshal verbundenen Unternehmen in Katar sind z. B. auf seine Frau und seine Tochter registriert.

Als Meshal gezwungen war, das Büro in Damaskus zu schließen, erklärte er, dass sein Platz in Katar sei. Dort behauptete er, 12.000.000 $ seien in Damaskus verloren gegangen. Kaum jemand glaubt diese Geschichte, es wird viel eher vermutet, dass Meshal auch dieses Geld auf geheimen Konten versteckt hält.

Zuverlässige Quellen berichten, dass ein Projekt der Immobilienfirma „Qatar Real Estate“ Fadil Meshal, seinem Sohn und seiner Frau gehört. Es handelt sich um ein Prestigeprojekt in Doha, der Hauptstadt von Katar, u. a. mit vier Bürotürmen von insgewamt über 27.000 Quadratmetern Fläche, außerdem Büro-und Gewerbeflächen von 10.000 Quadratmetern. Das Unternehmen legt nicht die Herkunft der Mittel offen.

(Dieser Text bezieht sich auf einen Artikel des israelischen Wirtschaftsmagazins Calcalist [2], hier auch in Englisch [3] abrufbar)

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