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Für ein Ende der falschen Toleranz! (Teil 2)

[1]Ich gehöre nicht zu jenen, die glauben, dass die Antwort auf den internationalen Sozialismus im nationalen Sozialismus liegt. Die Antwort auf die derzeit völlig verfehlte Toleranzpolitik liegt nicht in Hass und Ausgrenzung jener, die wir zuvor eingeladen haben. Vielmehr betrachte ich den nationalen – wie den internationalen Sozialismus – als die zwei Phasen der Bulimie. Was die einen der Gesellschaft reinwürgen, erbrechen die anderen. Während sich erstere in Toleranz üben, vergehen sich letztere in Hass und Rassismus. Schwachsinn wechselt mit Wahnsinn, die Weimarer Republik mit den Nazis.

(Gastbeitrag eines Einwanderers in zwei Teilen)

Während heutige Politiker versuchen, mit Toleranz es aller Welt recht zu machen, muss sich die Bevölkerung zunehmend Begriffe wie Kartoffel und Opfer anhören. Es reicht nun mal nicht aus, der Depp zu sein, der jedem die Hand schüttelt und damit beweist, dass er weder Prinzipien noch Verstand hat. Menschen aus dem Orient kommen hier her, um unsere Freiheit zu leben und manchmal um zu verstehen, was wir besser machen. Wie soll man ein Volk respektieren, wenn es zu sich selbst nicht steht und stattdessen immer noch dabei ist, sich zu beweisen? Wie soll man ein Volk achten, wenn unsere Politiker uns jede Selbstachtung nehmen? Wie soll man in Europa die Werte des Westens erfahren und verstehen, wenn Europa sich gerade für diese, ja für seine eigene Lebensweise entschuldigt? Dieses Land verliert mit seiner Toleranz seine Würde. Ich glaube nicht, dass es in Deutschland einen existierenden Deutschenhass gibt (außer bei Rot-Grün). Ich glaube viel mehr, dass es eine zunehmende Verachtung gegenüber der Politik gibt, die gegen das eigene Volk gerichtet ist, die dieses zur Toleranz und Gefügigkeit aufruft und ihm dabei jegliche Würde raubt. Man kann eben eine demokratische Gesellschaft nicht ewig nach dem Motto „Wenn’s euch net passt, nehmt’s hin!“, regieren. Demokratie ist der Ruf nach Selbstbestimmung, Toleranz dagegen der Hang zur Selbstaufgabe.

Ich glaube, dass die Menschen es verdient haben, wieder stolz auf sich zu sein. Dieses Land hat an 70 Jahre Frieden mitgewirkt und seine Vergangenheit, im Gegensatz zu anderen Nationen, aufgearbeitet. Bulimie überwindet man mit Selbstbewusstsein, mit Charakter und mit Werten, mit Prinzipien und Inhalten. Es ist Zeit, dass unsere Politiker wieder Persönlichkeit in ihr Amt mitbringen. Es ist Zeit, dass wir wieder Politiker bekommen, die für sich selbst stehen. Politiker, die den Menschen wieder die Gelegenheit geben, stolz auf sich zu sein. Politiker, die nicht gefügig allen Ansprüchen der Welt hinterherlaufen. Dieses Land und Europa brauchen endlich ein Stück guter Geschichte und positiver Identität, statt ewiger Selbstkasteiung. Ich glaube nicht, dass diese positive Identität in einem deutschen Rahmen ausgearbeitet werden sollte, auch eine europäische positive Identität würde es machen.

Sollte dies nicht passieren, rechne ich damit, dass der nächste große Auswurf keine 20 Jahre mehr von uns entfernt ist und dann bewahre uns Gott. Denn in diesem Land gärt es. Begriffe wie Entfremdung machen die Runde. Politiker mehrerer Parteien haben Multikulti für tot erklärt, aber Antworten darauf haben sie keine. Parallelgesellschaften machen sich breit und es stellt sich die Frage: „Muss es in unserem Land so schlimm werden wie in Frankreich?“

Liberal, aber nicht blöd

Dieses Multikulti auf der Grundlage von Toleranz ist in vollem Umfang gescheitert. Es ist an der Zeit, dass politisch Verantwortliche zu einer kulturell vielfältigen Gesellschaft auf Basis starker Werte übergehen. Die USA könnte hierbei als Vorbild herhalten.

Europa könnte auf der Basis einer starken säkular, bürgerlichen Wertegemeinschaft geeint werden. Ein Europa für Muslime und Christen mit Vorbildern wie Mustafa Kemal Atatürk und Bismarck. Ein geeintes Europa gegen den linken und rechten Totalitarismus. Aber auch ein Europa als Bollwerk gegen die politische Islamisierung. Ein Europa der Freiheit, in dem es erlaubt ist, den lieben Gott, Mohammed und Kim Jong Ill zu karikieren. Ich will ein Europa, in dem man ohne Angst vor religiösen Absolutismus seinen Weg gehen kann. Ein liberales Europa mit einer starken und selbstbewussten, bürgerlichen Mitte. Es braucht ein Europa, das mit Werten auch in seiner Geschichte fest verankert ist. Ein Europa, in dem politisch wie religiös Verfolgte eine Zuflucht finden. Wir brauchen ein Europa, das sich wieder was traut, ein Europa, das die ewig gestrigen Wahrheitsgläubigen mit Provokationen herausfordert und in ihrer Autorität untergräbt. Eines, das anerkennt, dass der Absolutismus vor allem in der islamischen Welt verankert ist und von großen Teilen der muslimischen Gesellschaft bis heute geteilt wird. Wir brauchen ein Europa, indem man wieder über jede Religion öffentlich lachen kann und nicht eines, in dem Bürgermeister ängstlich religiösen Einrichtungen huldigen, großzügig Gotteshäuser finanzieren oder gar mehr Toleranz fordern, um vielleicht doch noch ein besserer Mensch zu sein.

Natürlich würde ein solches Europa auf die extremen Ansprüche der Hardliner in der islamischen Welt treffen und dort Massenproteste verursachen. Aber gibt es nicht noch viel mehr Gründe, gegen die Situation im Orient zu protestieren? Ein sich seiner Werte bewusstes Europa würde das regelmäßige Erhängen von Apostaten niemals stillschweigend hinnehmen. Ein wertorientiertes Europa würde die Steinigung von Ehebrecherinnen niemals ertragen. Ein selbstbewusstes Europa würde niemals die Verfolgung von religiösen Minderheiten im Orient, wie den Bahai, den Christen und Juden u.v.m. tolerieren. (Heutzutage wird über diese Verfolgungen nicht berichtet, denn unsere Politiker haben Angst, dass Muslime sich beleidigt fühlen…)

Dass Europa sich den Dogmen des Orients fügt, ist eine einzige Schande und unverzeihlich. Ein standfestes und selbstbewusstes Europa hätte jeden Tag Grund, gegen die Zustände im nahen Osten zu protestieren, womit die Anspruchsmentalität auch mal in die andere Richtung umgekehrt würde.

Ich glaube nicht an eine unvermeidbare Konfrontation des Abendlandes mit dem Morgenland, aber dennoch ist es absolut notwendig, diese Rechthaberei und Anspruchsmentalität im Orient, die auf die europäisch, tolerante Schuldeingeständnisspolitik beruht, mit eigenen Gegendemonstrationen vor den Kopf zu stoßen. Es geht nicht darum, dem Orient das eigene Diktat aufzusetzen. Nein, es geht darum, unserer Lebensauffassung den Rücken zu stärken.

Letztendlich würden die dort Herrschenden verstehen, dass sie ein selbstbewusstes, ja ein endlich wieder erwachtes und aufrecht stehendes Europa nicht nach Belieben diktieren könnten und würden so ihre Volksmassen im Zaun halten.

Nicht der Islam, sondern der Absolutismus ist das zentrale Problem

Es geht mir jedoch nicht darum, den Graben zwischen Islam und Europa weiter auszuheben. Nicht der Islam ist das zentrale Problem. Man denke hier nur an die europäische Geschichte und die von der katholischen und protestantischen Kirche gesetzten Machtansprüche. Man denke nur an die grausamen Religionskriege mitten in Europa zwischen Protestanten und Katholiken. Der heutige Irak, in dem alle Weltmächte mit dem Versprechen auf Frieden und Ordnung einmarschierten, macht heute genau das durch, was in dem Gebiet des heutigen Deutschlands während des 30-jährigen Krieges geschehen ist!

Es waren jedoch nicht die Protestanten und Katholiken, die das Problem darstellten, nein, es war vielmehr der damals in Europa übliche und heute im Orient bestehende Absolutismus. Das Heiligen der verstorbenen und/oder religiösen Autorität, das Absolutstellen der eigenen Wahrheit ist der Anspruch, der den Religionen öffentlich-politische Macht verleiht. Dieser Anspruch ist es, der Völker entzweit. Völker verstehen sich nicht länger als Gemeinschaft, die von einem, heute gar demokratisch gewählten, Machtmonopol regiert werden, in dem jeder mitbestimmt. Nein, stattdessen bilden religiöse Autoritäten mit Identitätszuspruch an ihre Anhänger Kollektive aus, die nun in ihren absoluten und unverhandelbaren Ansprüchen konkurrieren und spätestens in einer Minderheitenposition die Opposition als Bedrohung ihrer Rechte und Lebensweise erachten.

Hamed Abdel Samad behauptete einmal: „Demokratie wird im Orient als das Recht der Mehrheit, die Minderheiten zu unterdrücken, verstanden“. Ich behaupte, dass Demokratie ohne vorherige Säkularisierung zwangsläufig in religiöser Unterdrückung untergeht. Demokratie in einer absolutistischen Gesellschaft führt zwangsläufig in den Bürgerkrieg, den wir heute in der arabischen Welt erleben.

In jeder Religion steckt die Gefahr der Politisierung und eines absoluten Machtanspruchs. Alle monotheistischen Religionen glauben an ihre Version der alleinigen Wahrheit. Wahrheit aber ist ein Diktat. Ihre einzige Opposition ist die Unwahrheit. Religion und Demokratie sind nicht auf Augenhöhe vereinbar. Nein, Religionen haben sich der Demokratie unterzuordnen und sich aus der öffentlichen Gestaltung herauszuhalten. Gleichzeitig garantiert der liberale Rechtsstaat ihnen die Rechte ihren Glauben zu bekennen und individuell auszuleben, solange ihre Praktiken die Rechte Dritter nicht beschneiden.

Regierungen sind liberal oder autoritär, aber niemals tolerant. Das autoritäre China fürchtet man, die liberalen USA respektiert man und das tolerante Europa fügt oder verachtet man.

Was wir brauchen, ist nicht länger ein Zeitalter der Schande, des zunehmenden Dogmatismus und Angst vor religiöser Wut und politischen Denkverboten. Nein! Was wir brauchen, ist ein erneutes Zeitalter der Aufklärung. Ein Zeitalter der intellektuellen Freiheit. Ein Europa des Selbstbewusstseins und Stolzes, ein Europa des Rechtsstaates und des freien Wortes. Ein Europa der Arroganz und nicht eines der Toleranz!

Toleranz – ein Zeichen intellektueller Schwäche

Es heißt, Deutschland wäre das Land der Dichter und Denker. Ich kann diese Denker nicht finden. Toleranz ist die Kastration des Intellekts. Toleranz ist schmierig und glatt, Ideen und Ideale dagegen haben Kanten. An Ideen stößt man an. Viele Menschen meinen, die Zeit der großen Politiker wäre vorbei und sehnen sich nach Politikern mit wieder mehr Aussagekraft. Politiker, deren Worte noch Sinn machen, Politiker, die eine lebendige Sprache sprechen und deren Worte für sich sprechen. Doch wie soll sich in diesem Land politische Vielfalt und Klarheit wieder entfalten, wenn gleichzeitig das oberste Gebot die alles gleichmachende und intellektuelle Massenvernichtungswaffe Toleranz ist? Toleranz ist kein Ideal, sondern viel mehr ein Gleichschaltungsdiktat. Toleranz ist wie ein winziger Rahmen, durch den bloß schmierige Pfeifen ohne jeglichen Charakter durchkommen.

Die moderne Toleranz steht nicht für Fortschrittlichkeit, sie steht nicht für Sicherheit und Stabilität. Die moderne Toleranz steht vielmehr für intellektuelle Schwäche. Fehlenden Mut Ansprüche zu setzen, Ideen und Ideale zu äußern, an denen sich jemand stören könnte, an denen jemand scheitern könnte. Toleranz steht für Standlosigkeit, Charakterlosigkeit und Orientierungslosigkeit.

Die moderne politische Klasse ist ein Schmierentheater. Unsere Gesellschaft eckt nicht an, sie provoziert nicht. Provokateure werden lieber als Hassprediger diffamiert. Lieber schränken wir den Rechtsstaat in seiner Meinungsfreiheit und ähnlichen Rechten ein, ehe wir irgendwem auf die Füße treten, zurechtweisen oder gar provozieren.

Denn wer heute tolerant ist, der ist aus Prinzip bereits gut. Toleranz ist zum Heiligenschein des modernen Europäers und zum Idioten- und Eignungstest für den Zugang in die moderne Politik geworden.

Toleranz überwinden

Toleranz überwindet man, indem man ihr die Anerkennung entzieht oder Selbstbewusstsein schafft und mit Werten und Inhalten unterlegt. In den Schulen machen dies die Jugendlichen bereits unbewusst, indem sie die deutschen Kinder zunehmend als Kartoffeln diffamieren. Natürlich ist das abwertend, aber Jugendliche handeln eben instinktiv und nicht sehr rational. Dennoch scheint der Instinkt stets ein zuverlässiger Wegweiser zu sein, denn besser als mit deutscher Kartoffel könnte ich diese gefügige Mentalität der politischen Klasse nicht in Worte fassen.

Anerkennung erhält man nicht fürs Recht-machen. Nein! Man erhält Anerkennung, wenn man seinen Weg geht und dabei begeistert und erfolgreich ist.

Die USA ist hier ein Vorbild. Sie macht es nicht uns Europäern recht, sie beugt sich nicht sämtlichen Ansprüchen des dogmatischen Orients. Sie beugt sich auch nicht den Chinesen. Die USA gehen ihren Weg. Dieser Weg ist der Amerikanische Weg. Natürlich erhebt sie damit automatisch einen Führungsanspruch in dieser Welt. Von den einen wird sie für ihr Eintreten für ein selbstbestimmtes Leben geliebt und von Schwachköpfen in Europa und Dummköpfen im Orient gehasst.

Dass Obama von diesem amerikanischen Weg abgewichen ist, indem er in Kairo eine Rede „auf Augenhöhe“ hielt, hat ihm weder Respekt eingebracht, noch Versöhnung. Denn durch die damit versehentliche Anerkennung absurder und teilweise abscheulicher Weltbilder im Orient, hat er diese in ihren Ansprüchen bestätigt und mit den amerikanischen Werten und ihrer Verfassung gleichgesetzt.

Und nein, ich bin kein Rassist. Ich glaube an Werte, an Ideen und Prinzipien und während es den USA relativ gut geht, ist der Orient praktisch am Ende.

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