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WELT: Warum demonstrieren Moslems nie, wenn sich Moslems gegenseitig umbringen?

Pro-gaza-demo-london-aticleWELT Online veröffentlichte heute den hervorragenden Kommentar „Sind Muslime wirklich unfähig zur Selbstkritik?„. Autor ist Oliver Jeges, Sohn einer österreichischen Mutter und eines ägyptischen Vaters. Er betont die absolute Notwendigkeit zur Kritik am Islam und bemängelt, dass der Westen diese „Religion“ von seiner Verantwortung für Terror entlaste: „Die gängige Meinung in Europa besagt heute, Terror im Namen des Islams hänge nicht mit dem Islam zusammen. Das ist so absurd wie die Behauptung, dass Religionskriege nichts mit Religionen zu tun haben.“ Wir kommen in der öffentlichen Diskussion dem Kern der Sache immer näher..

(Von Michael Stürzenberger)

So lesen wir:

Proteste gibt es in der islamischen Welt und den arabischen Communities ausschließlich, wenn Muslime Opfer des Westens, Amerikas oder der „Zionisten“ sind. Werden Muslime aber selbst zu Tätern, herrscht Schweigen.

Wenn beispielsweise Israel nach monatelangem Raketenbeschuss durch die Hamas auf sein Recht auf Selbstverteidigung pocht, geht eine Protestwelle durch die islamische Welt. Wenn eine Terrormiliz wie der IS, vormals Isis, hingegen die halbe Levante terrorisiert, auf ihrem Weg zum Kalifat Schiiten wie Sunniten bestialisch abschlachtet und islamische Heiligtümer zerstört, kommen Muslime nur selten auf die Idee, ihre Stimme dagegen zu erheben.

Auch was die inzwischen 180.000 Toten in Syrien angeht, bleibt es still. Es ist derzeit viel die Rede von der „Verhältnismäßigkeit“ des israelischen Angriffs auf Gaza. Über die „Verhältnismäßigkeit“ muslimisch motivierter Proteste spricht man fast nie.

Wenn Christen, Juden, Buddhisten, Hindus oder sonstige „Ungläubige“ massenhaft von Mohammedanern abgemurkst werden, gibt es ohnehin keine moslemischen Protestdemos. Ist ja schließlich völlig korankonformes Töten der lebensunwerten „Kuffar“. Der Autor, Absolvent der Axel-Springer-Akademie, spricht auch den eisernen Zusammenhalt der Ummah an, der weltweiten Gemeinschaft aller Moslems. Überall demonstrieren sie für ihre Glaubensbrüder in Gaza:

Es sind nicht nur Exil-Palästinenser, die auf die Situation in ihrer Heimat aufmerksam machen wollen. Auch Türken, Libanesen, Ägypter, Syrer und Iraker skandieren für ihre „Brüder in Falestin“. Das ist in etwa so, als würden sich Finnen, Polen und Italiener für die geplante Separation Schottlands vom Rest Großbritanniens starkmachen.

Aber ein Türke oder Marokkaner hat mit Gaza so viel zu tun, wie ein Skandinavier mit dem Commonwealth. Natürlich demonstrieren auch Christen, Europäer, Atheisten für Gaza, weil es ihnen sicherlich auch um das tragische Los der Palästinenser geht. Nur darf man sich schon fragen, warum der Topf immer dann hochkocht, wenn Muslime die Zielscheibe von Dritten sind, nicht jedoch wenn Muslime zu Opfern von Muslimen werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Moslems sehen sich selbst nie als Täter, sondern immer nur als bedauernswerte Opfer:

Vor einigen Tagen schrieb mir ein deutscher Student mit arabischen Wurzeln über seinen Unmut. Er hatte gesehen, dass ich einen Artikel über muslimische Fanatiker geschrieben hatte. Mit nur drei Worten brachte er seine Opferhaltung auf den Punkt: „Moslems morden nicht.“

Das ist eine Haltung, auf die man bei Muslimen immer wieder trifft: Die Türkei leugnet den Völkermord der Osmanen an den Armeniern, 9/11 ist wahlweise ein Komplott des „Weltjudentums“ oder ein Inside-Job der Amerikaner, der IS wird von den „Zionisten“ gesteuert, Osama bin Laden war ein CIA-Agent, Boko Haram seien keine „echten Muslime“, und sämtliche Attentate von Madrid bis Bali haben nach dieser Lesart nichts mit dem „wahren Islam“ zu tun.

Denn schuld sind immer die Anderen. Nur eines kommt nicht in Frage: Dass ein Muslim Böses tut. Weil offenbar nicht sein kann, was nicht sein darf.

Auf den Punkt gebracht. Hier der ganze Artikel bei WELT Online. So kann es weitergehen..