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Salafisten-Aussteigerprogramm wird eingestellt

Vogel-im-ISIS-ShirtWelch eine Überraschung! Wie blu-News unter Berufung auf eine SWR-Meldung berichtet, soll das Aussteigerprogramm für radikale Muslime mangels Nachfrage und aus finanziellen Gründen eingestellt werden. Passend dazu wird es auch keine Mittel mehr im Kampf gegen Linksextremismus geben und so bleibt nur ein Extremismus offiziell übrig in Deutschland, nämlich der Rechtsextremismus. Warum aber gibt es nun keine Nachfrage zum Aussteigerprogramm?

(Kommentar von Sebastian Nobile)

Während mittlerweile etwa 400 Jihadisten aus Deutschland nach Syrien und in den Irak hin- und hergondeln, wie es ihnen gefällt, Gelder fließen und auf deutschen Straßen missioniert wird, was das Zeug hält, wird auch noch jenes einzige halbwegs ernstzunehmende Mittel des Staates abgeschafft, das einen winzigen Rettungsanker für jene gebildet hat, die vielleicht doch noch den grausamen Kriegspfad gegen alles Unislamische verlassen wollten. So gut wie jeder PI-Leser hätte den Behörden dieses Ergebnis aber schon vorher und mit viel Kostenersparnis vorhersagen können. Warum ist es aber so, dass so ein ausgefeiltes Programm nicht greift?

Die Wahrheit ist: Dieses Land und seine Werte sind für weite Teile der muslimischen Gemeinschaft nicht attraktiv! Ein Ausstieg aus radikalen Strömungen ist nicht gewünscht, weil das islamische Lebensmodell großen Zuspruch findet, genährt nicht nur vom uralten islamischen Ideengebäude, sondern auch von linken Weltbildern, Verschwörungstheorien und antiwestlicher, oft antijüdischer Hetzstimmung.

Ein weiterer Grund ist auch die spirituelle Komponente der islamischen Ideologie. So werden viele Jugendliche in ihrer rebellischen Phase eben nicht nur durch „menschliche Leitsätze“, wie etwa den Kommunismus, zu ihrem Aufbegehren gegen die Elterngeneration animiert, sondern im Fall Islam noch durch „Allah“ bekräftigt in ihrer Ablehnung der freien Gesellschaft und darin, einem grausamen islamischen Machtprinzip den Vorzug zu geben.

Während diese Jugendlichen nach dem Sinn suchen, wird ihnen nun durch die schmeichelnden und aufrührerischen Worte der Imame und islamischen Kampfmissionare vom Schlag eines Ibrahim Abou-Nagie oder Pierre Vogel eine vermeintliche Heilslehre gebracht, deren Kern aber bitterste Menschenverachtung und Hass ist. Diese spirituelle Komponente, bei der es der Islam schafft, das innere Wesen des Menschen für seine widerlichen Zwecke zu kapern, sollte nicht vernachlässigt werden. Auch die Frage nach dem Versagen der christlichen Gemeinschaft(en) dürfte hier relevant sein, denn alles, was ein junger Mensch zu finden hofft, kann das Christentum im absolut positiven Sinne bieten! Die mangelnde Bereitschaft für einen Ausstieg aus radikalislamischen Strukturen hängt eng damit zusammen, dass durch die Kirchen ursprüngliche und im Neuen Testament klar gelehrte Wahrheiten weder verstanden werden noch gelehrt, wodurch auch die entsetzliche Ignoranz besonders der evangelischen Kirche zu erklären ist, die den Islam verklärt und mit ihm anbandelt, wo es geht.

Ein wirkliches Aussteigerprogramm für den radikalen Islam ist und war immer schon das spirituelle Gegenmodell, das gegen jede totalitäre Hasslehre auftritt und die freie Gewissensentscheidung predigt, bei dem Versöhnung, Gewaltfreiheit und individuelle Entscheidung wesentliche Inhalte sind: Das Christentum, wie es Jesus Christus gelehrt hat.

Ein rein atheistisches, beliebiges und dehnbares Weltbild ist für Jugendliche, die nach Ordnung, Halt und die Antworten auf die tieferen Fragen der Existenz in ihrem Leben suchen, nicht geeignet. Die absolute Liberalität im Sinne einer entfesselten 68er-Philosophie führt die Gesellschaft offensichtlich an die Abgründe einer gottlosen Existenz, in der weder Drogen noch Übersexualisierung und quasireligiöse Ersatzideologien wie Feminismus, grüner Kult oder Sozialismus jene Antworten liefern, die die Jungen und die Sinnsucher vor extremistischen Ideologien schützen können und ihnen den inneren Frieden schenken, den der Mensch braucht. An diesem Punkt des Versagens durch westliche Werterelativierung greift der Islam.

(Foto oben: Pierre Vogel mit IS-Kapuzenpulli)