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Wer verbirgt sich hinter „Facebook-Löschteam“?

arvato_teamBekanntlich hat Facebook Deutschland vor kurzem den externen Dienstleister „Arvato“ damit beauftragt, Facebook von sog. „Hasskommentaren“ zu säubern. Soweit so gut… Wenn man sich jedoch den Spaß erlaubt, Arvato zu googeln, spuckt Wikipedia folgendes aus:

Die Arvato AG (Eigenschreibung arvato AG) ist ein international tätiger Outsourcing-Dienstleister. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bertelsmann SE & Co. KGaA und zählt mit mehr als 70.000 Mitarbeitern in über 40 Ländern nach eigenen Angaben zu einem führenden internationalen Dienstleister.[3] Seinen Sitz hat das Unternehmen in der nordrhein-westfälischen Kreisstadt Gütersloh.

Der älteste Unternehmens-Teil, die Mohn Media Mohndruck GmbH, geht aus dem 1835 von Carl Bertelsmann gegründeten Verlag hervor.[1] Die spätere Bertelsmann Industrie AG wurde am 1. Juli 1999 in Arvato umbenannt.[4] Das Wort arvato ist ein Akronym. ar steht für das lateinische Wort ars, die Kunst, va für Variation, t für Technik und o für Organisation.

Der Wikipediaeintrag für Bertelsmann SE & Co. KGaA lautet wie folgt:

Die Bertelsmann SE & Co. KGaA mit Hauptsitz in Gütersloh ist ein internationaler Medienkonzern. Gemessen am Gesamtumsatz ist Bertelsmann eines der größten Medienunternehmen weltweit und wurde vom Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) im internationalen Ranking für 2013 auf Platz 9 eingestuft. Damit ist Bertelsmann der größte europäische Medienkonzern.

Es stellen sich einige Fragen: Warum bereinigt eine 100%-ige Tochtergesellschaft eines der weltweit größten meinungsbildenden Medienunternehmen Facebook von „Hasskommentaren“? Und was genau wird denn von Arvato bzw. Bertelsmann als Hasskommentar eingestuft? Sollen gewisse Meinungen und Ansichten gezielt unterdrückt werden? Sollen Menschen dadurch verunsichert werden, was sie noch bei Facebook schreiben dürfen und was nicht. Ab wann gilt was genau als Hasskommentar?

Der N24-Artikel schließt mit folgendem Satz ab:

Facebook kündigte zudem an, mit zivilgesellschaftlichen Partnern bis Mitte 2016 einen Leitfaden zum Thema „Hate Speech“ im Netz zu entwickeln und Initiativen zur Gegenrede zu stärken.

Erster Schritt: Zensur auf einer der größten Meinungsplattformen (Facebook).

Zweiter Schrittt: Unsicherheit streuen, was noch als Meinung oder schon als Hasskommentar gilt.

Dritter Schritt: Gegenreden stärken..? Gegenrede bedeutet soviel wie Antwort oder Erwiderung.. Doch wie kann man auf etwas, das unterdrückt und gelöscht wird, antworten. Zu diesem Vorgang gehören zwei Parteien. Alles andere gilt als Selbstgespräch und hat nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun.