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Erdogan-Türken: „Dutzende Familien wollen Österreich verlassen“

Ein Teil der türkischen Gemeinde in Vorarlberg hegt offenbar großen Unmut über Integrations- und Außenminister Sebastian Kurz. Dies hat sich nun in einem teils grotesk anmutenden Brief an ÖVP-Landeshauptmann Markus Wallner niedergeschlagen, der von der türkisch-dominierten Arbeiterkammerfraktion „Neue Bewegung für die Zukunft“ verfasst wurde. Darin wird ein zunehmend feindliches Klima in Österreich angeprangert, um schließlich festzuhalten: „Dutzende Arbeiter wären bereit, Österreich mitsamt ihren Familien zu verlassen“ – allerdings nicht ohne finanziellen Zuschuss.

Im Brief hält die „Neue Bewegung für die Zukunft“ (NBZ) fest, dass seit dem Putschversuch in der Türkei das „Vertrauen und das Zugehörigkeitsgefühl von Menschen, die seit einer geraumen Zeit in Österreich leben, aber immer noch im ursprünglichen Heimatland […] verwurzelt sind, rapide abgenommen hat“. Nicht nur wird fehlende Empathie beklagt – vielmehr seien die Aussagen von Kurz „an Feindseligkeit der Türkei und ihrer Demokratie (gegenüber, Anm.) […] kaum zu übertreffen“. …

NBZ-Obmann Adnan Dincer erklärte gegenüber der APA, dass der Brief auf einstimmigen Beschluss des Vorstands verfasst und publiziert worden sei. Er spiegle die Meinung von Hunderten von türkischstämmigen Migranten aus ganz Österreich wider, die sich – größtenteils per Mail – an die NBZ gewandt hätten. Die NBZ verfügt derzeit über vier Sitze in der Vollversammlung der Arbeiterkammer Vorarlberg. FPÖ-Landesparteiobmann Reinhard Bösch griff diese Ansage umgehend auf. „Landeshauptmann Wallner und Außenminister Kurz sind aufgefordert, das Angebot der türkischen Community ernst zu nehmen“ und unverzüglich in Verhandlungen zu treten, verlangte Bösch in einer Aussendung.

(Die Text-Auszüge stammen aus einem Artikel von krone.at. Wir wünschen den Erdogan-Fans gute Heimreise! Erdo braucht euch alle, und zwar in der Türkei!)