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Fulda: Polizeischutz für Karnevalsverein

Die diesjährigen Karnevalsveranstaltungen stehen aufgrund der islamischen Terrorgefahr unter besonderem Schutz. Polizisten mit Maschinenpistolen wachen über die Jecken, Barrikaden gegen Dschihadisten in LKWs werden gebaut und es gibt Not- bzw. Sicherheitsinseln für Frauen. Als wäre das nicht schon des Horrors genug, droht nun auch noch Gefahr in Form von physischer Gewalt von links. Bereits seit 1938 tragen die Mitglieder des Karnevalsvereins Fulda-Südend Kolonialuniformen (Foto) und parodieren auch mit der Verkleidung als Neger die Kolonialzeit. Vor einigen Tagen traten drei Sozialwissenschaftler der Hochschule Fulda eine Denunziations- und Hetzkampagne gegen die auch als „Südend-Neger“ bekannte Gruppe los. In hunderten Emails und in den sozialen Netzwerken beschuldigen sie den Verein des Rassismus. Auf Facebook werden die Mitglieder sogar als „kleine Massenmörder“ bezeichnet. Nun braucht der Verein Polizeischutz.

Durch die Kostüme würde der Verein „Völkermord, Unterdrückung und Entrechtung verharmlosen und gutgeheißen“, schreiben die Linksfaschisten in ihren Mails.

Gemäß einer dpa-Meldung geht die Polizei nun davon aus, dass es nicht bei Mails und Facebook-Einträgen bleiben wird. „Wir haben konkrete Hinweise, die auf eine erhöhte Gefährdung des Vereins hindeuten“, so Polizeisprecher Martin Schäfer.

Der Südend-Vorsitzende Andreas Beck hat sogar das Gespräch mit dem linksradikalen Gesindel gesucht. Beck berichtet, dabei hätte man dem Verein aber nur „Rechtsradikalismus, Faschismus und die Verunglimpfung von Menschen mit anderer Hautfarbe“ vorgeworfen.

Winfried Kollmann, Protokollchef des Karnevalsverbands Kurhessen, ist empört und nennt die Vor- und Anwürfe „unverfroren und unverschämt“. Fuldas OB Heiko Wingenfeld (CDU) erklärte, die Wissenschaftler hätten „von der Fastnacht keine Ahnung“.

Die Hochschulmitarbeiter, die darauf Wert legen nur in ihrer Freizeit zu denunzieren und zu drohen, forderten das Konzept des Vereins von Grund auf zu ändern, andernfalls wolle man gegen Südend „vorgehen“. Auch die Sponsoren des Vereins erhielten Mails darin hieß es, sie sollten „doch mal darüber nachdenken, ob sie einen rechtsradikalen Verein unterstützen wollten“.

Wolfgang Schuster (75), der seit über einem Jahrzehnt den „Neger vom Südend“ mimt versteht die Welt nicht mehr und warum plötzlich mit einer fast 80-jährigen Tradition, an der noch nie jemand Anstoß nahm gebrochen werden muss. „Ich will doch niemandem etwas zu Leide tun. Ich will Fastnacht feiern und Spaß haben – mehr nicht“, so der alte Mann, dem man ab sofort seine Verkleidung verbietet, denn Südend hat insofern nachgegeben, als sie künftig auf die schwarze Gesichtsbemalung verzichten wollen, die Kostüme wolle man aber beibehalten. Dennoch: „Den Südend-Neger wird es nie mehr geben“, so Andreas Beck, der aber schon die Frage in den Raum stellt: „Wo soll das noch hinführen?“

Diese Frage können wir ihm beantworten: In einen totalitären linksfaschistischen Staat. (lsg)

» So entstand der „Südend-Neger“