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Weiße Rose – heute bei den Linken?

Gestern jährte sich der Todestag der Geschwister Scholl und ihrer Mitstreiter der Gruppe »Weiße Rose«. Die jungen Menschen wussten, dass sie einen aussichtslosen Kampf gegen die Nazidiktatur führten. Aber sie führten ihn mit Mut, Leidenschaft und Opferbereitschaft. Gegen die Masse der Mitläufer, gegen die Parteidiktatur, gegen die Täter. Nun haben am Mittwoch ausgerechnet SPD & Co. an die Patrioten erinnert und versuchen, deren Vermächtnis eines christlichen, patriotischen, deutschbewussten Widerstands für sich zu instrumentalisieren.

Dabei kann kein Zweifel daran bestehen, dass alles, für was die Scholls und ihre Mistreiter kämpften, der heutigen volksfeindlichen Politik von SPD und Konsorten entgegensteht. Doch die Erlebnisgeneration ist längst tot und kann sich nicht wehren. Hans Hirzel, Begleiter der Scholls, konnte es noch. Seine Erinnerungen an den Anti-Nazi-Widerstand übergab er vor seinem Tod an Götz Kubitscheks Verlag Antaios, wo sie unter dem Titel „Im Umfeld der Weißen Rose. Erinnerungen an die Jahre 1942 bis 1945“ auch erschienen sind.

Hans Hirzel (1924 bis 2006), Bruder von Susanne Zeller-Hirzel, die am 7. Juli 2012 unter anderem mit PI-Autor Michael Stürzenberger die Weiße Rose wiedergründete, kam biographisch dabei aus einer fernen Zeit: Er war ein guter Freund der Geschwister Scholl, am Rande in die Widerstandsgruppe Weiße Rose involviert und entging – anders als seine Freunde – nur knapp dem Todesurteil. Seine Erinnerungen an den Ablauf der entscheidenden Tage im Februar 1943 lesen sich wie ein Krimi – nur, dass hier Realität beschrieben wird.

Was deutlich wird, ist das Gottvertrauen, das Hirzel, Scholl usw. ermutigten, Widerstand zu leisten. Deutlich wird auch, welche konspirativen Mittel genutzt werden mussten, um den Nazi-Häschern nicht aufzufallen. Interessant ist darüber hinaus aber auch, dass Hirzel den Anti-Hitler-Kampf als eminent patriotisch wertete. In zwei Gesprächen, die „Im Umfeld der Weißen Rose“ beigefügt wurden, wird dies anschaulich.

Und aus dem Nachwort Ellen Kositzas erfährt man sogar, dass Hans Hirzel später Mitglied der Republikaner war und für diesen AfD-Vorläufer jahrelang im Wiesbadener Stadtrat saß. Die Linken waren damals fassungslos über diese Fortsetzung des Widerstands gegen die Zerstörung Deutschlands.

Bestellinformation:

Hans Hirzel – „Im Umfeld der ‚Weißen Rose’. Erinnerungen an die Jahre 1942 bis 1945“ (8,50 €)