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Paris-Attentäter hat Islamhintergrund

Nach der Autoattacke auf Soldaten im nordwestlich an Paris angrenzenden Vorort Levallois-Perret heute Morgen (PI-NEWS berichtete) wurde der Täter nur wenigen Stunden später, nach einer wilden Verfolgungsjagd von der Polizei angeschossen und festgenommen. Es handelt sich um den 36-jährigen Hamou B. (Foto), einen algerischen Staatsbürger, berichtet aktuell leparisien.fr. Der Attentäter war am Mittwoch gegen acht Uhr mit einem BMW auf eine Gruppe Soldaten zugefahren, die sich im Zuge der Anti-Terror-Mission „Sentinelle“ zu einer Patrouille aufmachte und verletzte dabei sechs Soldaten des 35. Infanterie-Regiments von Belfort, vier davon schwer.

Innenminister Gérard Collomb erklärte schon bald nach der Tat, das Auto habe sich den Soldaten erst langsam genähert und dann „in der Absicht sie zu rammen“ beschleunigt. „Wir wissen, dass es Absicht war und kein Unfall“, so Collomb. Levallois-Perrets Bürgermeister Patrick Balkany bestätigte das gegenüber dem Fernsehsender BFMTV und sagte, das Auto habe auf die Soldaten gewartet und sei absichtlich auf sie zugerast. Danach flüchtete der Angreifer.

Die spektakuläre Verfolgungsjagd endete auf der A16, zwischen Boulogne und Calais. Dabei kam es zu einem Schusswechsel mit dem Algerier, im Zuge dessen der Attentäter von fünf Kugeln getroffen wurde. Ein Polizist erlitt eine Schussverletzung am Bein. Hamou B. soll den Behörden wegen kleinerer Delikte bekannt gewesen sein. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Terrorverdacht. Über das Motiv rätselt man aber seitens der Behörden und der französischen Medien zur Stunde noch. Ja, das ist sicher ein Mysterium.

Seit Anfang 2015 wurden in Frankreich bei Islam-Anschlägen 239 Menschen getötet. Und seit dem Pariser Attentat vom 13. November 2015 mit 130 Toten gilt der Ausnahmezustand. Er ist befristet und soll nach Willen von Staatschef Emmanuel Macron Anfang November auslaufen. Es sieht nicht so aus, als wäre das sinnvoll.