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Lynchversuch an israelischen Soldaten in Jenin

Glück im Unglück hatten ein Soldat und eine Soldatin der israelischen Armee am Sonntag, als sie mit ihrem Fahrzeug versehentlich in die im Gebiet der palästinensischen Autonomiebehörde liegende Stadt Jenin gefahren sind. Sogleich wurde das Auto von Dutzenden Arabern umringt und mit Steinen beworfen.

Dabei wurde die Soldatin durch Splitter der Windschutzscheibe am Kopf verletzt. Dass es dabei nicht zu schlimmeren Handlungen kam, haben die beiden Israelis in erster Linie den Polizisten der palästinensischen Autonomiebehörde zu verdanken. Diese drängten die zum Lynchen bereite Menschenmenge weg von den beiden Soldaten und geleitete das Fahrzeug zurück zu einem Kontrollpunkt. Dort wurden sie dann von Sanitätern der israelischen Armee behandelt.

Wie „Israel heute“ berichtet, passiert es immer wieder, dass sich Israelis in Orte innerhalb der palästinensischen Autonomiebehörde verirren. Der letzte Fall liegt erst kurze Zeit zurück, als ein 59-jähriger Mann aus Tel Aviv versehentlich das Dorf Abu Dis betrat.

Dort wurde er von Arabern angegriffen und leicht verletzt. Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde retteten den Mann vor der wütenden Menge und übergaben ihn schließlich den israelischen Sicherheitskräfte, wobei auch sie durch die geworfenen Steine verletzt wurden.

Hier zwei von Arabern veröffentliche Videos von dem Vorfall. Das israelische Auto in Nahaufnahme mit der blonden Soldatin, die ihre Waffe bei sich hält und mit ihrem Handy versucht, um Hilfe zu rufen:

Und ein kurzes Video, wo das israelische Fahrzeug von der palästinensichen Polizei unter lautem Hupen weg von der Menschenmenge geleitet wird: