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Weder Freiheit noch Verantwortung

Von NADINE HOFFMANN | Diese wunderbare Ruhe! Stellen Sie sich diese vor, die Stille, wenn all die Pseudogutmenschrufe, die moralinsauren Schreie und das scheinfeministische Gekreische nicht wären. Wie viel schöner das Leben wäre, wie viel Luft uns noch mehr zum Atmen bliebe und wie viel mehr wir selber sein würden. Ohne die oktroyierten Fesseln, ohne die Doppelmoralisten und ohne die widerlichen Heuchler in grünen Gewändern oder noblen Roben.

Stattdessen lassen wir uns immer weiter verformen, durch Fesseln, die man nicht sieht, die dafür aber umso mehr engen und schnüren und den Menschen das nehmen, was sie doch erst zu Menschen macht. Im Namen des Guten, das seine sinistre Fratze nur noch mäßig versteckt.

Es sind moderne Sklavenhalter und verkappte Sadisten, die in Deutschland die Deutungshoheit (noch) auf ihrer Seite wissen, dank nicht minder falsch gestrickter Medienakteure, deren Misanthropie aus jedem Komma tropft. Und der Michel, dieses sonderbare Mischwesen aus Naivität und Feigheit, beugt sich, bückt sich, buckelt sich krumm und erreicht doch nie den herbeigesehnten Zustand der Wachheit, den es beim Lesen der BILD zu eigen erklärt. Noch düsterer steht es um die Generation, die weder den VEB Plaste noch den nationalen Sozialismus erlebt hat, sich jedoch inbrünstig zum schmerzend dummen Büttel des Internationalen macht. Der Beobachter sollte nicht meinen, dass dieses Volk, das Gestalten wie Merkel nicht nur duldet, sondern auch feiert, solch Lichtgestalten wie Beethoven gebar. Das war einmal.

Bis in die kleinsten Zellen, bis in die intimsten Orte dringt das Gift der Guten vor. Als Puderzucker des Politischen wird es auf alles und jeden gestreut, auch bis ins Bett. Fortan, sagen vertrocknete Akademikerinnen und quietschend-bunte Genderapologeten, habe auch der Koitus korrekt zu sein. Wer mit wem, warum und wie, das obliegt nicht länger den Liebenden. Die Partei hat immer Recht und steckt ihre rote Nase ins Bett der gebeutelten Bürger. Es ist Zeichen besonderer Perversität, dass ein Politikum da verortet wird, wo es nichts zu suchen hat. Statt Spielraum für den Körper, wird der Sex zum Akt der Multikultigötzen. Welche Pathologie sich hinter dem Drang verbirgt, anderen Menschen das Leben zu konstruieren, wäre reichliche Stoff für Psychologen. Doch nicht in Deutschland, da gilt das Therapiebedürftige als erstrebenswertes Soll.

Statt also Freiheit für den Kopf, Ruhe für die Seele und Sein für den Körper, nimmt uns die beste Regierung aller Zeiten samt ihrer Mimikry aus einer ebenfalls fettgefressenen Altsystemopposition das letzte bisschen Freisein, wenn auch nicht durch Gitterstäbe, so doch durch Gedankenfolter und Gutseinkerker.

Und der Kampf gegen diese kranken Erzieher mit ihrer klebrigen Monstranz des vermeintlich Besseren erweist sich umso schwerer, als dass seine Opfer sich inzwischen in ihrem Gefängnis des Widerwärtigen nur allzu gemütlich eingerichtet haben. Solange der Kühlschrank voll ist. Das Stockholm-Syndrom auf Deutsch. Aber vielleicht nicht einmal das. Denn sie scheren sich nicht um ihre Nachkommen, sie kümmern sich nicht. Vielleicht muss für den Zustand der Nation im Jahre 2018 noch ein passender Begriff gefunden werden, der all das jämmerliche Auftreten am besten beschreibt. Mit Merkel an der Spitze der Geschicke dieses Landes gibt es hingegen ein passendes Bild, das einer nägelkauenden, charakterlosen und verantwortungslosen Person, die dem Land ein „freundliches“ Gesicht gibt.


(Nadine Hoffmann ist Biologin und kandidiert auf Platz 19 der thüringischen AfD-Landesliste für die Landtagswahl am 27. Oktober 2019)