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Deutsche Autoindustrie will Subventionen für E-Mobilität

Von WOLFGANG HÜBNER | Lenin soll einmal gesagt haben, dass die Kapitalisten noch den Strick zu verkaufen suchen, mit dem sie selbst gehängt werden. Das kann zwar als die zynische Äußerung eines menschenverachtenden Ideologen gelten. Betrachtet man sich jedoch die Situation in der deutschen Autoindustrie, an der Millionen Arbeitsplätze und Existenzen zwischen Flensburg und Konstanz hängen, liegt die Moskauer Mumie gar nicht so falsch.

Denn ausgerechnet die Vorzeigeindustrie der deutschen Wirtschaft mit (noch) weltweiter Hochschätzung ist dabei, in die Falle der Kommunistischen Partei Chinas zu laufen. Die hat sich nämlich darauf festgelegt: Die Zukunft des Autoantriebs soll elektrisch sein. Nur Schweden-Greta und ihre zahlreichen Jünger mögen glauben, die Sorge um bessere Luft und das Weltklima habe die Führer der neuen Weltmacht zu diesem Schluss bewegt.

Tatsächlich sind aber die Motive der Chinesen ganz andere: Sie haben nämlich begriffen, dass sie gegen die hochentwickelte deutsche Technik der Verbrennungsmotoren keinerlei Chancen haben, auf dem Weltmarkt für Automobile eine bedeutende Macht zu werden. Doch wissen sie sich derzeit im Vorteil bei der für Elektroautos alles entscheidenden Batterietechnik. Die Strategen der Kommunistischen Partei scheren sich dabei nicht darum, wie umweltschädlich die Gewinnung der Rohstoffe für die Akkus ist und wie viele Menschen dafür gesundheitlich einen hohen Preis bezahlen.

Die notwendige Verwendung von Kobalt und Lithium sowie für Elektrofahrzeuge mit höherer Fahrreichweite und Leistung auch von Neodym, ist mit schwerwiegenden Eingriffen in die Umwelt verbunden. Neodym ist ein magnetisches Metall, das aus den nicht zufällig in China reichlich vorhandenen sogenannten „Seltenen Erden“ gewonnen wird. Seltene Erden kommen in der Natur meist gemeinsam mit Thotium und Uran vor, bei der Förderung entsteht radioaktiver Müll.

Ferner ist bekannt, dass ein hoher Anteil der Kobaltproduktion aus dem afrikanischen Problemstaat Kongo stammt. Dort machen internationale Konzerne hohe Gewinne mit Kobaltförderung. Einheimische hingegen schuften dafür und ruinieren ihre Körper. Das besonders in sehr trockenen Teilen Südamerikas vorkommende und dort abgebaute Mineral Lithium ist ebenfalls nicht ohne Nebenwirkungen zu haben: Denn für die Herstellung von einer Tonne Lithiumsalz werden zwei Millionen Liter Wasser benötigt!

All das ist kein Geheimnis, soll aber keine Rolle mehr in der öffentlichen Diskussion spielen. Denn wenn es um ganz große Geschäfte geht, dann ist schon bekannt, dass die massenhafte Tötung von Vögeln und Fledermäusen sowie Milliarden von vernichteten Insekten durch zudem landschaftszerstörende Windräder auch für Grüne und andere deutsche Umweltbewegte keine Probleme sind. Deshalb wird es diese Freunde hoher Stromkosten auch nicht stören, wenn etwas abgasfreiere Luft in Deutschland mit gewaltigen Umweltzerstörungen und menschlichem Leid anderswo und dem Verlust von hunderttausenden noch gut entlohnten Arbeitsplätzen hierzulande bezahlt werden muss.

Spitzenmanager der besonders unter chinesischem Druck stehenden Volkswagen AG kümmern solche Aspekte der E-Mobilität schon deswegen nicht, weil sie auch im Falle persönlichen Versagens mit etlichen Millionen abgefunden werden. Dann können sie sich problemlos einen Audi e-tron für 79.900 Euro leisten, dessen Batterie 700 Kilo wiegt, also ungefähr so viel wie vor einigen Jahrzehnten ein komplettes Auto! Allerdings wird man auch mit dieser monströsen Batterie bestenfalls halb so weit kommen wie mit einem Wagen mit Verbrennungsmotor.

Selbst das klappt aber auch nur, wenn es genug Ladestationen und genug Strom dafür allerorten in deutschen Landen gibt. Immerhin sollen sich bis 2030 nicht weniger als zehn Millionen E-Autos auf unseren Straßen bewegen, um die sogenannten „Klimaziele“ der irrsinnigen Energiewende zu erreichen (oder auch nicht). Nun drängt die Lobby der Automobilindustrie darauf, der Staat, also die Steuerzahler, solle diese viele Milliarden teure Infrastruktur auf den Weg bringen.

Und gerne würde auch von dieser Lobby gesehen, wenn weniger zahlungskräftigen Autobenutzern der Umstieg auf E-Modelle staatlich, also auf Kosten der Steuerzahler, kräftig subventioniert wird. Denn so schnell wird es keine auch für Normalverdiener bezahlbaren E-Autos geben, die einigermaßen sicher vor Batteriebränden sind und dazu eine halbwegs akzeptable Reichweite vorweisen können.

Wie es allerdings möglich sein soll, überhaupt so viel Strom zu erzeugen, um freie Fahrt für freie Bürger auch künftig zu ermöglichen – dafür haben die deutschen E-Fans in Politik und Wirtschaft keine überzeugende Idee. Die Chinesen jedenfalls errichten ein Atomkraftwerk nach dem anderen auch deshalb, um massenhafte E-Mobilität überhaupt zu ermöglichen. Die Situation in Deutschland ist bekanntlich diametral anders.

Doch vielleicht bringt die junge schwedische „Prophetin“ zum längst überfälligen Staatsbesuch bei der Klimakanzlerin auch dafür eine Lösung mit. In China sollen sie jedenfalls schon mit Entwürfen für ein Greta-Denkmal beschäftigt sein: Ehre, wem E-Ehre gebührt!


Wolfgang Hübner.
Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.