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Antisemitismus-Vorwürfe: Beatrix von Storch bringt Altparteien zum Schweigen

Von JÖRG HALLER | So ein verdutztes, sprachloses Gesicht (im oberen Video bei Minute 3:30) hat man bei Martin Schulz (SPD) im Bundestag schon länger nicht mehr gesehen: Mit hoher Sachlichkeit sprach Beatrix von Storch für die AfD-Bundestagsfraktion am Donnerstag über linken Antisemitismus – aneinandergereiht Vorfälle und Fakten, Ideologien und Zitate von linken Politikern und Zitate und Bilder aus Mainstream-Medien – kurz eine schonunglose Offenlegung des ganzen israelfeindlichen und judenhassenden Establishments, angefangen von der DDR bis heute, ohne dabei den rechten Antisemitismus zu verschweigen oder zu verniedlichen.

Antisemitismus von links in Deutschland weit schlimmer als von rechts

War es am Anfang der Rede noch etwas lauter, wurde es zum Schluss immer leiser und schweigsamer, die Wahrheit bringt die Lüge zum Schweigen. Hier Auszüge aus dem  Manuskript von Beatrix von Storch, so dass man auch aus dem Ausland via Übersetzung nachlesen kann. Von Storch dreht den Spieß derart klar um, so dass niemand mehr mehr sagen kann, seine Partei oder seine Meinung sei schuldlos in Sachen Antisemitismus.

Der Angriff auf die Synagoge in Halle und der folgende Doppelmord war ein Akt des Terrors. Die jüdische Gemeinde in Halle hat sich ausdrücklich gegen die politische Instrumentalisierung dieses Verbrechens gewandt. Wer wie die CDU/CSU  und alle anderen jetzt  trotzdem mit dem Zeigefinger auf die AfD zeigt, muss dann wissen, dass dann zugleich drei Finger auf ihn zurückzeigen.

Gewaltbereite Neonazigruppen gibt es in der Bundesrepublik nicht seit gestern, sondern seit Jahrzehnten. Dass sich diese Gruppierungen in Deutschland, neben Islamisten, Linksextremisten und kriminellen Clans einnisten konnten, zeigt das Totalversagen der etablierten Parteien in der Innen- und Sicherheitspolitik.

Terroranschläge gegen Juden haben in Nachkriegsdeutschland eine lange und traurige Geschichte. 1969, am Jahrestag der Novemberpogrome, legte eine linksextreme Gruppe eine Bombe im jüdischen Gemeindehaus in West-Berlin. 1970 ermordete arabische Terroristen bei den Olympischen Spielen in München 11 israelische Sportler.

1976 entführten Mitglieder der linksextremen Revolutionären Zellen Passagiermaschine nach Entebbe. Dort trennten sie die Juden von den Nicht-Juden, behielten die Juden als Geiseln, um sie im Fall der Nichterfüllung ihrer Forderungen zu ermorden.

Ich empfehle das Buch des Historikers Jeffrey Herf: „Unerklärte Kriege gegen Israel. Die DDR und die westdeutsche Linke“. Daraus nur ein Satz: Diese Linksextremisten waren die ersten Deutschen seit dem Holocaust, die wehrlose Juden mit der Waffe bedrohten. Linksextremisten und Rechtsextremisten sind siamesische Zwillinge. Und es gibt zwischen ihnen eine ganz große Klammer: das ist ihr gemeinsamer Hass auf Israel und ihr Antisemitismus.

Der Antisemitismus ist  kein Randphänom gewaltbereiter Extremisten. Er kommt aus der Mitte des linksliberalen Milieus, aus linksliberalen Leitmedien, aus dem linken Kulturbetrieb. DIE vergiften das gesellschaftliche Klima. DAS ist der Boden auf dem der Terror wächst. Im SPIEGEL schwadroniert Jakob Augstein über die „Jüdische Lobby“, ohne die keiner US-Präsident werde und dass Israel die „ganze Welt am Gängelband“ führt.

Die Süddeutsche Zeitung verbreitet antisemitische Karikaturen im Stile des Stürmers, die in jede NPD-Postille passen.

Und in der Süddeutschen hat der SPD-Mann Günther Grass, ehemaliger Angehöriger der Waffen-SS, Israel zum größten Feind des Weltfriedens erklärt. Anders als im Fall von Thilo Sarrazin gab es dafür kein Parteiausschlussverfahren. Ich stelle fest: Islamkritik ist für die SPD  ein Grund für den Parteiausschluss, Antisemitismus nicht. Natürlich nicht: Sigmar Gabriel hat  Israel als Apartheitsstaat diffamiert.

Martin Schulz hat vor der Knesset die Lüge wiederholt,  dass die Israelis die Palästinenser verdursten lassen. Bundespräsident Steinmeier gratuliert dem Iran zur islamischen Revolution. Und Islamische Revolution heißt: Zerstörung Israels. Das linksliberale Establishment diffamiert den jüdischen Staat, befeuert den Antisemitismus und verharmlost den Islamismus. Der primitive gewaltbereite Antisemitismus von Rechts- und Linksextremisten ist das hässliche Spiegelbild der linksliberalen Israelfeindschaft.

Sie zeigen mit dem Finger auf die AfD. Aber drei Finger zeigen auf Sie zurück.“


Der Vollständigkeit halber die ausgezeichnete emotionale Rede von Alexander Gauland heute im Bundestag zum Anschlag in Halle und den Vorwürfen der Altparteien gegen Stephan Brandner: