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Blockflöten-CDU flirtet heftig mit SED-Nachfolgern

Von LUPO | Man hätte fast die Uhr danach stellen können: Vor der Wahl schloss der thüringische CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring noch hundertprozentig aus, jemals mit den Linken ins Bett zu steigen. Aber bereits am Wahlabend und erst recht am Morgen nach der desaströs verlorenen Wahl fiel „Mr. Bean“, wie Karikaturist Bernd Zeller den CDU-Versager wegen der Ähnlichkeit mit dem englischen Zappel-Komiker nennt, um: im ARD-Morgenmagazin zeigte sich „Mohring offen für Zusammenarbeit mit der Linken“, berichtet der Spiegel.

Der klare Wahlverlierer von der CDU (fast 12 Prozent Verlust) erweckte darin den unmissverständlichen Eindruck, dass er bereit sei, mit den Linken von Ministerpräsdident Bodo Ramelow zu kooperieren. „Wir sind bereit für so eine Verantwortung, müssen zunächst ausloten, was heißt das für Thüringen. Mir sind stabile Verhältnisse wichtiger für das Land, als dass es nur um parteipolitische Interessen geht.“

Auch seinen Berlinern Parteiführern pinkelte Mohring dabei ans Bein. „Ich brauche nicht Berlin, um zu wissen, was für Thüringen wichtig ist.“ Er habe ja gesehen, dass „Berlin nicht nützlich war in den Wochen vor der Wahl“.

Ganz klar: Mohring schmiss nur wenige Stunden, nachdem die Wahlklokale geschlossen hatten, seine vormaligen Beteuerungen über Bord und flirtete öffentlich heftig mit den SED-Nachfolgern von den Linken. Und das, obwohl CDU-Generalsekretär Ziemiak ihn noch am Sonntagabend trotz der Niederlage über den grünen Klee gelobt, aber gleichwohl im selben Atemzug eine Zusammenarbeit mit der Linken-Partei (und der AfD) kategorisch ausgeschlossen hatte. Niemand sollte glauben, dass sich die CDU und Merkel  erneut zur Blockflöten-CDU wie in der kommunistischen SED-Diktatur erniedrigen wollte.

Ziemlich harsch reagierte denn auch Carsten Linnemann im Phoenix-Interview am Montag zu Mohrings möglichen Avancen. „Das wäre das Ende der CDU“, sagte der wichtige CDU-Mittelstandsvorsitzende wörtlich.

Bei der CDU-Pressekonferenz am Montagnachmittag hatten die Großkopferten der CDU in der Berliner Adenauer-Zentrale ihren glücklosen Querschläger aus Thüringen wieder halbwegs eingefangen. Die Bundesvorsitzende Kramp-Karrenbauer und Mohring selbst ruderten eifrig zurück und stellten die „Zusammenarbeit“ mit den Linken nur noch als die Annahme eines Gesprächsangebotes seitens Ramelows dar. Das sei doch selbstverständlich und folge im übrigen nur parlamentarischen Gepflogenheiten, hieß es nun. Anschließend werde Mohring seinem Landesvorstand berichten, dann werde man weitersehen.

Mit solcherart verbaler Trickserei aus Machtgeilheit reißen sich Mohring und die Bundes-CDU weiter in den Abgrund. Das Vertrauen geht gegen Null. Denn welche Konsequenzen sollten solche Gespräche wie zwischen Linken und CDU denn haben, wenn nicht eine Stützung der SED-Nachfolgepartei dabei herausspringt?

Für die AfD kann ein Umfallen der thüringischen CDU – ob mit oder ohne Segen der Bundes-CDU –  nur von Vorteil sein. Sie wird noch gestärkter aus einer politischen Lüge der „Blockflöten“ hervorgehen.