- PI-NEWS - https://www.pi-news.net -

Kulmbacher Kirchen setzen Hass statt Liebe gegen Höcke-Besuch

Von LUPO | Sie nennen sich Christen und wollten am Valentinstag verliebte Paare segnen. Aber für den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke empfinden die Veranstalter von der katholischen und evangelischen Kirche in Kulmbach im oberfränkischen Landkreis keine Nächstenliebe. Der ökumenische Gottesdienst in der Spitalkirche wurde abgesagt und verschoben, weil Höcke am 14. Februar 100 Meter weiter in der Stadthalle auftritt.

„Ich aber sage Euch: Liebet Eure Feinde“, sagt Jesus in Matthaeus 5:44. Das gilt offensichtlich nicht für Höcke, der bekanntlich „Nazi“ und „Faschist“ ist, wie die Medien-Propaganda ständig in christliche Hirne hämmert.

Auch Pastor Ulrich Winkler von der evangelischen Petrikirchengemeinde hat ein klares Feindbild: „Wir hatten für den Valentinstag einen Segnungsgottesdienst in der Spitalkirche für alle Paare angesetzt, zu dem wir am Abend Paare einladen wollten, um ihre Liebe und Treue zueinander zu festigen und auch dankbar zu sein, dass man sich gefunden hat – ein sehr persönlicher Rahmen für den Gottesdienst. Dann haben wir aber vor Kurzem gehört, dass in 100 Meter Entfernung in der Stadthalle eine Wahlkampfveranstaltung der AfD sein wird, zu der auch Björn Höcke als Redner eingeladen ist. Daraufhin haben wir uns entschlossen, dass wir unseren Gottesdienst verschieben“, sagte er zum Kölner Domradio. [1]

Der Pfarrer befürchtet Unheil durch Gegendemonstranten von „Kulmbach ist bunt“. „Wir müssen damit rechnen, dass manche Leute, die zu unserem Gottesdienst gekommen wären, vielleicht lieber auf die Gegendemonstrationen gehen.“

Sollte man nicht ein Zeichen der Liebe setzen? „Wir wollen, dass die Leute zu uns kommen, und die müssten sich zerreißen“.

Pastor Winkler offenbar auch. Denn er wird voraussichtlich selbst gegen Höcke demonstrieren. Während dieser aus Anlass der Kommunalwahl spricht und einen Kandidaten der AfD zur Oberbürgermeisterwahl unterstützt,  lässt der Geistliche die Glocken läuten. Die Hassbotschaft von CSU-Ministerpräsident Markus Söder gegen die AfD anlässlich der Ramelow-Abwahl zeigt eben ihre Wirkung bis in die tiefste Provinz.

Beitrag teilen:
[2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9]
[10] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9]