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Wann gründet Merz seine eigene Partei?

Zu viele etablierte CDU-Funktionäre haben nach 15 Jahren Merkel zu viel zu verlieren. Sie wissen ganz genau: Wenn Merz an die Macht kommt, räumt er auf. Und genau deshalb tun Laschet & Co. alles, um ihn zu verhindern.

Von THOMAS | Spielen wir es einmal durch: Was würde passieren, wenn Friedrich Merz seine eigene Partei gründet, statt weiterhin Merkels Funktionärsclique zu hofieren, die ihm bei nächster Gelegenheit sowieso das Messer in den Rücken rammen wird?

Bekanntlich braucht man ja immer nur eine Handvoll fähiger Männer, um den Lauf der Geschichte zu ändern. In der CDU heißen diese Männer: Friedrich Merz, Hans Georg Maaßen, Alexander Mitsch, Klaus-Peter Willsch und Arnold Vaatz. All diese fähigen Männer lassen sich von der Merkel-Clique seit Jahren an der Nase herumführen. Das wird immer so weitergehen. Zu viele etablierte CDU-Funktionäre haben nach 15 Jahren Merkel zu viel zu verlieren. Zu viele haben zu viel Dreck am Stecken, zu viele haben alles abgenickt und alles mitgemacht. Diese Typen wissen ganz genau: Wenn Merz an die Macht kommt, räumt er auf. Und genau deshalb tun diese Typen alles, um Merz zu verhindern.

Statt eine scheinheilige Funktionärsclique zu hofieren, die ihm sowieso das Messer in den Rücken rammen wird, könnte Merz den Spieß natürlich auch umdrehen und sich wie ein echter Stratege auf seine eigene Machtbasis besinnen und diese endlich nutzen. Seine Machtbasis ist die CDU-Mitgliederschaft, die zum großen Teil schon seit Jahren die Nase gestrichen voll hat von der Merkel-Bande und deren Grünisierung der CDU.

Spielen wir es also einmal durch: Was würde passieren, wenn die oben genannten – nennen wir sie einmal „fantastischen Fünf“ – ihre eigene Partei mit Merz als Zugpferd und Kanzlerkandidat gründen?

Was eine solche Parteineugründung vom ersten Moment an von anderen Parteispaltungen unterscheiden würde: Mit Merz & Co. würden nicht Randfiguren der CDU die Partei verlassen, sondern eine Gruppe bekannter und weithin beliebter Persönlichkeiten. Und die Merz-Partei wäre keine Neugründung aufgrund eines Spezialistenthemas – wie damals bei Lucke der Bruch der Euro-Verträge –, sondern im Grunde würde die gesamte Seele der CDU austreten und eine inhaltlich entleerte Hülle von Funktionären ohne Gefolge zurücklassen. Große Teile der CDU-Basis, wenn nicht sogar die Mehrheit der Mitgliederschaft, würden Merz folgen. Merkel und ihr Establishment würden sehr schnell als Koloss auf tönernen Füßen dastehen.

Dann käme der Wahlkampf: Da die „fantastischen Fünf“ einen großen Teil der Basis mitnehmen würden, hätte die neue Partei sofort tragfähige Organisationsstrukturen, persönliche Netzwerke wären vom ersten Tag an da. Das wäre ein großer Unterschied zur Neugründung der AfD durch überwiegend politische Neulinge, die tragfähige Strukturen erst langsam entwickeln mussten. Viele Merz-Anhänger sind zudem echte Idealisten, die in der Merkel-CDU seit Jahren mit geballter Faust in der Tasche am Katzentisch versauern, die sich nun aber mit viel Einsatzbereitschaft für Merz, Maaßen & Co. ins Zeug legen würden. Mit so einer Struktur und Anhängerschaft kann man durchaus in den Bundestagswahlkampf ziehen.

Für Merkels Rest-CDU wäre dies ein Horror-Szenario. Plötzlich müsste man in einem solchen Wahlkampf einen Zweifrontenkrieg führen: Nicht nur gegen die AfD, die man mit Schützenhilfe der Medien schon in der Tasche zu haben glaubt, sondern auch gegen eine neue Merz-Partei. Beide Parteien, Merz-Partei und AfD, wären echte Gegner, die den Wahlkampf sehr ernst nehmen und der Merkel-CDU im Unterschied zu allen anderen Parteien mit echtem Kampfgeist entgegentreten würden. Erschwert würde dieser Zweifrontenkrieg außerdem noch dadurch, dass die Medien nicht beide gegnerischen Parteien – Merz-Partei und AfD – gleichermaßen ausgrenzen und totschweigen könnten. Deutliche und weithin vernehmbare Merkel-Kritik – Leichen hat diese Frau ja genug im Keller – würde also den Wahlkampf bestimmen. Das ist genau das, was die jetzige CDU-Funktionärsclique um jeden Preis vermeiden will.

Im Ergebnis der Bundestagswahl würde die Merz-Partei sehr wahrscheinlich aus dem Stand einen beachtlichen Stimmenanteil holen, in vielen Wahlkreisen die Rest-CDU der Merkel-Clique sicher locker halbieren. Aus eigener Kraft käme eine Merz-Partei aus dem Stand auf mindestens 15 Prozent, für die Rest-CDU blieben dann noch um die 20 Prozent Stimmenanteil übrig, ein Desaster! Sieht man die AfD bei etwa zehn Prozent – der harte Kern wird aus der AfD nicht zu Merz abwandern – und die FDP bei fünf Prozent, hätte das konservativ-bürgerliche Lager einschließlich der Merz-Partei im nächsten Bundestag um die 30 Prozent Stimmenanteil, vielleicht sogar mehr. Dies wäre in etwa eine Verdopplung gegenüber der jetzigen Situation.

Natürlich: Vielleicht wird die Merkel-Clique dann trotzdem weiter regieren, in einer Dreier-Koalition aus Rest-CDU, Grünen und SPD unter einem Kanzler Armin Laschet oder Robert Habeck. Aber: Merz müsste ja auch als Kanzler einer Gesamt-CDU – sofern er die Nominierung schafft – mit Habeck regieren! In dieser Rolle könnte sich Merz dann zwar „Kanzler“ nennen, in Wahrheit aber wäre er von Anfang an der politische Sklave des grünen Koalitionspartners, der die gesamten Medien und das mächtige linksgrüne Establishment auf seiner Seite hat. Außerdem hätte Merz dann in seinen eigenen Reihen immer noch jede Menge Königsmörder – Armin Laschet, Peter Altmeier, Daniel Günther und wie sie alle heißen –, die schon heute alles tun, um ihn zu verhindern und auch nach der Wahl keine Ruhe geben werden. Man kann also die Uhr danach stellen, wann sich diese mächtige Meute zusammentun und über einen Kanzler Merz herfallen wird. Keine sechs Monate wird es nach der Wahl dauern, dann wird Merz bei der ersten Gelegenheit von Grünen, Laschet und Medien gestürzt werden. Dann wird Laschet sowieso Bundeskanzler. Und Merz wird als gescheiterter Mann vom Schlachtfeld gehen.

Besser also Herr im eigenen Haus sein! Als Chef seiner eigenen Partei und einer starken eigenen Fraktion im Bundestag kann Merz die beiden Luschen Laschet und Habeck vor sich hertreiben. Merz wird als Anführer einer starken bürgerlichen Gruppe im Bundestag immer gefährlich sein. Und die Zeit wird er aus dieser Position heraus auf seiner Seite haben. Habeck und Laschet werden sich mit Merkels Trümmern herumschlagen müssen: Energiekrise, Arabisierung, Islamisierung, Deindustrialisierung, Billionenschulden – mit diesem Erbe ist kein Blumentopf zu gewinnen. Und dann schlägt die wirkliche Stunde der „fantastischen Fünf“!

Also, Herr Merz, strategisch denken und selbst die Züge auf dem Spielfeld bestimmen!