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Not macht erfinderisch: Live-Sendungen aus Schnellroda

Die Coronamaßnahmen der Merkel-Regierung setzen vielen kleinen und mittleren Unternehmen zu und sorgen zudem dafür, dass wir uns nicht mehr treffen können. Auch im Widerstandsmilieu sind viele Veranstaltungen ausgefallen, weil Versammlungen entweder gar nicht mehr erlaubt waren oder aufgrund von Verordnungen nur mit geringer Teilnehmerzahl durchgeführt hätten werden können. Was war 2020 schon möglich? Nicht viel.

Aber: Not macht erfinderisch! Im Internet sind zahlreiche neue Formate entstanden. Auch in Schnellroda, dem berühmt-berüchtigten Komplex aus Verlag Antaios, Institut für Staatspolitik und Zeitschrift Sezession, geführt von Ellen Kositza, Götz Kubitschek und Erik Lehnert.

Die Schnellrodaer haben auf Youtube mittlerweile über 11.000 Abonnenten, denen sie wöchentlich neue, anspruchsvolle Videos anbieten. Natürlich kann auch jeder zusehen, der nicht Abonnent ist…! Neben Buchbesprechungen, Vorträgen und Podcasts („Am Rande der Gesellschaft“) gibt es seit zwei Wochen auch eine Live-Sendung: Kubitschek und Lehnert sprechen jeden zweiten Mittwoch über einen wichtigen Schriftsteller oder Vordenker.

Die ersten beiden Folgen zu den großen Autoren Ernst Jünger und Ernst von Salomon kann man hier und hier ansehen. Deutlich wird: Lehnert und Kubitschek sind in eine Lücke vorgestoßen. Die ungezwungenen, aber lehrreichen und mit umfassendem Wissen vorgetragenen Gespräche ersetzen wenigstens zum Teil das, was eigentlich mit Publikum in Dresden und Berlin hätte präsentiert werden sollen.

Lehnert und Kubitschek können auf jahrzehntelange Leseerfahrung und eine zwanzigjährige verlegerische und publizistische Arbeit zurückblicken. Das merkt man ihren Gesprächen an: Hier wird spontan, unterhaltsam und bildend zugleich über Autoren, Bücher und politische Entwicklungen diskutiert. Es ist so, dass man nach wenigen Minuten das Gefühl bekommt, man säße direkt mit am Tische und hätte auch ein Bier in der Hand.

Und man sitzt ja auch (fast) live dabei: Denn rechts neben den Videos öffnet sich ein „Chat-Fenster“, wo jeder Nutzer Fragen an die beiden Protagonisten stellen und mit anderen Zusehern debattieren kann. Hunderte haben diese Option bereits genutzt. Nur so entsteht auch in Corona-Zeiten ein Raum, der vor dem Zugriff der Maßnahmen-Fetischisten einstweilen geschützt ist.

Damit es so bleibt, sollte man die Schnellrodaer unterstützen, zum Beispiel mit einem Abonnement ihres Youtube-Kanals oder mit dem Bestellen des Buches auf antaios.de, das gerade im Video besprochen wurde. Man tut damit sich selbst und seiner Abendgestaltung einen großen Gefallen.

» Hier geht es zum Youtube-Kanal Schnellroda!