Trump verspricht „geordneten Übergang“

US-Präsident Donald Trump hat nach der Zertifizierung der Wahl für Joe Biden einen „geordneten Übergang“ am 20. Januar zugesichert. „Obwohl ich dem Wahlergebnis überhaupt nicht zustimme und die Fakten auf meiner Seite sind, wird es am 20. Januar einen geordneten Übergang geben“, postete Trump-Sprecher Dan Scavino auf Twitter.

Hunderte aufgebrachte Trump-Anhänger haben am Mittwoch das Capitol gestürmt (PI-NEWS berichtete). Eine unbewaffnete Demonstrantin wurde von der Polizei erschossen, drei weitere Menschen starben im Umfeld an medizinischen Beschwerden. Der Senat lehnte bisher alle Einsprüche gegen das Wahlergebnis ab.

Trump-Anhänger posteten Bilder auf Twitter, die zeigen sollen, wie Antifa-Provokateure den Sturm auf das Kongressgebäude eingeleitet haben. Ein Video zeigt einen Mann mit einem Schlagstock, der die Fenster des Capitols einzuschlagen versucht, während Trump-Anhänger ihn davon abhalten, buhen und  „Das sind Antifa! Die Menschen müssen wissen,  das wir das nicht sind!“ rufen.

Dennoch gelangten hunderte Trump-Anhänger ins Gebäude und drangen in den Plenarsaal sowie das Büro von Sprecherin Nancy Pelosi ein.

Ashli Babbit aus San Diego, eine Air-Force-Veteranin mit 14 Jahren Dienstzeit und Sicherheitsstufe, wurde von der Capitol-Polizei angeschossen und verstarb an ihren Verletzungen. Medienberichten zufolge wurde sie durch ein Fenster in einer Tür hindurch erschossen, während Demonstranten die Tür aufbrechen wollten.

Die Trump-kritische Washington Times berichtete, dass Gesichtserkennungssoftware zwei Antifa-Mitglieder aus Philadelphia im Inneren des Kapitols erkannt hätten. Einer von ihnen habe eine kommunistische Tätowierung am Arm gehabt.

Der angesehene Investigativ-Journalist Paul Sperry berichtete von einem „Bus voller Antifa“, die sich unter die Trump-Anhänger gemischt hätten.

Die Vorgänge des 6. Januar bedürfen noch der gerichtlichen Klärung. Was aber jetzt schon für Patrioten klar sein muss ist, dass Gewalt kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein darf. Der 6. Januar 2021 wird als schwarzer Tag in die Geschichte des patriotischen Widerstandes eingehen.


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