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Der Wirtschaftswunderbaum: Nachhilfeunterricht für Koboldannalena

Von WOLFGANG PRABEL | Die zukünftige Kanzlerin hat schon wieder mal keine Ahnung, wenn sie der SPD die Soziale Marktwirtschaft andichtet. Dabei hat sich die SPD mit diesem Konstrukt erst 1959 beim Parteitag in Godesberg arrangiert. Notgedrungen, weil das Modell gut lief.

Hier ein zeitgenössisches Video zur Bundestagswahl 1957 mit Wirtschaftsminister Erhard (CDU), Finanzminister Schäffer (CSU) und Oppositionspolitiker Ollenhauer (SPD). Da liefen Erhards Lockerungen schon acht Jahre.

Die Wahl wurde von der CDU gewonnen, wobei die Soziale Marktwirtschaft zweitrangig war. Bundeskanzler Adenauer war kurz vor der 1957er Wahl im Moskauer Wodkadunst die Gefangenenbefreiung gelungen, was den Ausschlag gab. Die deutsche Delegation fettete ihre Gedärme immer mit Speck, bevor die Sauferei richtig losging.

Annalena wird vermutlich demnächst behaupten, daß die Linke den NATO-Beitritt herbeigeführt hat, die AfD die Ostverträge unterschrieben und die FDP die Riesterrente eingeführt.  Nichts ist unmöglich.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Die Organisationswut ist ein Zeichen unserer Zeit. Das Funktionärsunwesen gibt dem gesellschaftlichen Leben sein Gepräge.“ (L. Erhard 1948)


(Im Original erschienen auf prabelsblog.de)