Mehr Terror im Haus des Friedens

Nach Indien hat die aktuelle Welle muslimischen Terrors jetzt auch in der Türkei und im Irak viele Opfer gefordert. In China macht man sich mit gutem Grund große Sorgen, dass auch die olympischen Spiele einmal wieder zum Ziel islamisch motivierter Anschläge werden könnten. Proben für die Eröffnungsfeier wurden bereits abgesagt.

Ein besonders niederträchtiger Anschlag wird aus Istanbul gemeldet. Hier waren es vermutlich die von deutschen Linken hofierten PKK-Terroristen, die zunächst eine kleine Explosion auslösten, um dann mit einer zweiten größeren ein Blutbad unter den herbei geeilten Helfern anzurichten.

Die Terroristen gingen besonders heimtückisch vor: Zunächst zündeten sie gegen 21.45 Uhr im Stadtteil Güngören auf der europäischen Seite der Stadt in einem Abfallkorb einen kleinen Sprengsatz. Als Helfer und Schaulustige zum Explosionsort auf der belebten Straße liefen, folgte etwa zehn bis zwölf Minuten später die zweite, weitaus größere Detonation. Auch diese Bombe soll ersten Erkenntnissen zufolge in einem Mülleimer deponiert gewesen sein. Die Explosion war noch in zwei Kilometern Entfernung zu hören, die Wucht war verheerend. Viele Opfer starben noch am Anschlagsort, wurden durch die Sprengkraft regelrecht zerfetzt.

Auf Fernsehbildern waren zahlreiche Verletzte auf der Straße zu sehen. Blutende wurden in Krankenwagen getragen. Der Tatort war nach den Detonationen voll mit Glasscherben, Kleidungsstücken, Schaufensterpuppen und Trümmerteilen. In dem Viertel Güngoren lebten „ganz normale Menschen“, die ihrer Arbeit nachgingen, und es sei schwer vorstellbar, wer hier einen Bombenanschlag verüben könnte, sagte ein Korrespondent des Senders CNN.

In Deutschland, wo kluge Migrationsexperten es für intelligent hielten, die durch tausendfache Blutrache verfeindeten anatolischen Stämme auf engstem Raum anzusiedeln, kann man nun wohl, wie so oft in der Vergangenheit, auf die Ausläufer der Gewaltwelle warten. (Foto: Graue Wölfe gegen PKK) Erst vor kurzem hatte man den PKK-Terroristen in Köln ein Fußballstadion für ihre Rekrutierungsshow überlassen.

Im Irak ist den religiösen Kräften der Erfolg der Amerikaner und ihrer Verbündeten seit längerem ein Dorn im Auge. Im Umfeld eines islamischen Festes der Schiiten, das schon öfter für ein Blutbad gut war, kommt es daher ebenfalls zu mehreren Anschlägen, bei denen sich besonders fromme Frauen hervor tun. Aus n-tv:

Bei dem schlimmsten Terroranschlag seit drei Monaten sind in Bagdad 28 Menschen ums Leben gekommen. Drei Selbstmordattentäterinnen sprengten sich inmitten von schiitischen Pilgern in die Luft. In der nordirakischen Stadt Kirkuk, in der Kurden seit Tagen gegen das neue Provinzwahlgesetz protestieren, tötete eine Selbstmordattentäterin nach Polizeiangaben mindestens 22 Menschen, 125 Demonstranten erlitten Verletzungen. In der Kleinstadt Balad Rus wurden vier Zivilisten durch einen Sprengstoffanschlag getötet, wie die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete.

Augenzeugen und Polizisten in Bagdad berichteten, die Frauen hätten sich mit Sprengstoffgürteln in dem vorwiegend von Schiiten und Christen bewohnten Stadtteil Karrade unter die Wallfahrer gemischt, die auf dem Weg zum Schrein des Imams Mussa al-Kadhem im Norden der Stadt waren. Rund 40 weitere Pilger seien verletzt worden, hieß es. Eine der drei Explosionen ereignete sich den Angaben zufolge in der Nähe des Nationaltheaters, die zweite neben einem Restaurant und die dritte am Kahramane-Platz.

Tausende zur Wallfahrt erwartet

Die Schiiten begehen an diesem Dienstag den Todestag des Imams Mussa al-Kadhem im Jahr 799. Mindestens eine Million Pilger werden erwartet. Am Sonntag erschossen vermutlich sunnitische Attentäter sieben Pilger im Süden Bagdads auf dem Weg zum Kadhamija-Schrein. Die radikal-sunnitische Al-Kaida-Gruppe betrachtet Schiiten als Ketzer und hat die Pilgerfahrten der Religionsgemeinschaft wiederholt zu Anschlägen genutzt.

Vor drei Jahren war es bei dieser Wallfahrt im Stadtteil Kadhemija zu einer Massenpanik auf der in der Nähe des Schreins gelegenen Brücke der Imame („Dschisr al-Aimma“) gekommen. Damals waren rund 1000 Menschen zu Tode getrampelt worden oder in den Fluss gestürzt, nachdem sich das Gerücht verbreitet hatte, unter den Pilgern seien Selbstmordattentäter.

Die Art und Weise, religiöse Feste zu feiern, weist, wie man sieht, zwischen den Religionen erhebliche Unterschiede auf. Das gilt auch für Sportereignisse. In China ist man offenbar in großer Sorge wegen der Ankündigung einer bereits in Erscheinung getretenen – zufälligerweise auch dem Islam verbundenen – Terrorgruppe, die blutige Angriffe auf die olympischen Sommerspiele angekündigt hat. Das Abendblatt berichtet:

Am Freitagabend wurde die Generalprobe der Eröffnungsfeier im Olympiastadion aus Angst vor einem Anschlag im allerletzten Moment abgesagt. Das berichtet das Hamburger Abendblatt in seiner Montagausgabe. Rund 20 000 Artisten hätten am Freitagabend auf den Beginn der Veranstaltung gewartet. Erst gegen 21 Uhr sei mitgeteilt worden, dass die Probe nicht stattfinden würde. Heikel: Da das Militär auf dem Olympiagelände sowie in der Innenstadt nur mit wenig Einsatzkräften vertreten war, standen bei mehr als 30 Grad nur ein paar Hundert Ordner und wenige Polizisten der wütenden Masse gegenüber.

Augenzeugen berichteten gegenüber dem Abendblatt von einer aufgeheizten Stimmung, Sprechchören, Tumulten und vereinzelten Handgreiflichkeiten. „Uns Ausländern wurde gesagt, es habe Hinweise auf einen Anschlag gegeben“, zitiert das Abendblatt einen französischen Techniker. „Daraufhin wurden sämtliche Stadiontore verschlossen – und niemand kam hinein.“ Auch die für Sonnabend geplante Generalprobe wurde abgesetzt.

Die Olympischen Spiele sind zweifellos ein attraktives Ziel für chinesische Muslime, die auch schon in Afghanistan als Unterstützer der Taliban in Erscheinung getreten sind, und von denen einige in Guantanamo einsitzen. Besonders im unbedarften Westen schätzen sie mit Recht die Wahrscheinlichkeit günstig ein, mit Anschlägen im kommunistischen China auf viel Verständnis, wenn nicht heimliche Sympathie zu stoßen. Einen Vorgeschmack liefern schon einige Lesermeinungen in der Abendpost.

(Dank an alle Spürnasen)