Egal, ob ein Mensch stirbt oder nicht


Die drei verhafteten „Schweizer“, die in München zum Spaß einem Mann die Schädelknochen gebrochen haben, hatten – huch – einen Migrationshintergrund. Die Eltern des einen Kindes äußerten inzwischen ihr Bedauern. Und zwar darüber, dass Sohnemann nicht in der Schweiz zugeschlagen hat. Dort würde er eher eine zweite Chance bekommen und nicht so hart bestraft werden.

Der Vater eines Verdächtigen ist außer sich über die Behörden in Deutschland und wettert über sie in einem Interview mit der Schweizer Zeitung „Blick“. Er finde es schade, dass das Verbrechen nicht in der Schweiz passiert sei, denn dort „bekämen sie eine zweite Chance“. Die Justiz in Deutschland würde zu hart bestrafen. Sein Sohn hätte am Telefon die ganze Zeit nur geweint und seine Tat sehr wohl bereut.

Allerdings wurde bisher bekannt, dass die mehrfach vorbestraften Täter keinerlei Reue mit ihrem um sein Augenlicht fürchtenden Opfer zeigten.

Die drei tatverdächtigen 16-jährigen Schüler aus der Schweiz seien im Untersuchungsgefängnis München-Stadelheim und hätten bisher „keinerlei Reue gezeigt“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. „Sie zeigten sich in den ersten Vernehmungen völlig unbeeindruckt.“ In der Schweiz seien sie polizeibekannt und hätten offenbar auch schon Jugendarrest verbüßt. Die Jugendlichen hätten sehr abgebrüht gewirkt. Ob ein Mensch sterbe, sei ihnen seiner Ansicht nach im Prinzip egal gewesen

Gegen die Jugendlichen wird derweil wegen versuchten Mordes ermittelt.

«Die denken, dass sie mit ein, zwei Wochen Jugendarrest davonkommen», wundert sich ein Ermittler im Fall der drei Küsnachter Schläger vom Sendlinger Tor. Der bayrische Kriminalist sagt laut der «Süddeutschen Zeitung», dass die seit Donnerstag in München in Untersuchungshaft sitzenden Jugendlichen den Ernst der Lage noch nicht wirklich erkannt hätten. Wie hart sie von der deutschen Justiz angefasst werden dürften, können sie auch kaum ahnen. Denn in der Schweiz ist in ähnlichen Fällen recht milde geurteilt worden.

(Spürnasen: Freddy K, Jochen W., Ben K., Forian G., Terminator, Asma)