Zentralräte setzen gemeinsames Zeichen

Am Bett der Opfer von Moslem-Gewalt glänzen sie stets durch Abwesenheit. Und mit dem Islam haben Gewalttaten ja ohnehin nie etwas zu tun. Höchstens mit einem falsch verstandenen. Zeichen setzt man woanders, nämlich wenn die Opfer Moslems sind, wie in jenem traurigen Fall, in dem eine Moslemin im Gerichtssaal erstochen und ihr Mann verletzt wurde.

Die Generalsekretäre des Zentralrats der Juden in Deutschland und des Zentralrats der Muslime, Stephan Kramer und Aiman Mazyek, werden am Montag gemeinsam dem Ehemann einer in Dresden getöteten Ägypterin einen Kondolenzbesuch abstatten. Der Mann liegt schwer verletzt im Krankenhaus und war bis vor kurzem im Koma; er hatte während eines Gerichtsprozesses versucht, seine im dritten Monat schwangere Ehefrau zu schützen, als der Angeklagte, der 28-jährige Alexander W. mit einem Messer auf sie losging und sie wenig später tötete. „Wir wollen gemeinsam ein Zeichen setzen gegen Islamophobie und dagegen, dass sie, wie auch in diesem Fall, durchgehend unterschätzt und verharmlost wird“, sagte Mazyek dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“ (Montagausgabe). „Die Tat in Dresden war islamfeindlich motiviert. Bisher sind die Reaktionen aus Politik und Medien unverständlich spärlich. Deswegen wollen wir Solidarität zeigen.“

Am Bett des von einem Moslem niedergemetzelten scheißjüdischen Rabbiners aus Frankfurt suchte man vergeblich die Leute, die ein Zeichen gegen die Judenfeindlichkeit setzten. Ach ja, hatte ja nichts mit dem Islam zu tun…