Mathias Rohe: Ein Fels in der Brandung

Der sogenannte Islamwissenschaftler Mathias Rohe war schon öfter Thema bei PI, zum Beispiel mit der verblüffenden Erkenntnis, dass die Scharia mit westlichem Recht vereinbar sei. Heute gibt der Tagesspiegel ihm Gelegenheit kundzutun, dass er uns nicht mag und unsere Leser ihn genauso gefährden wie die Islamisten (das sind wohl die bösen unter den Moslems).

Am Starnberger See durfte das geneigte Publikum dem Islam“experten“ lauschen und sich die Scharia light erklären lassen. Rohes Soft-Version kommt ohne Händeabhacken und Steinigen aus. Leider erfahren wir nicht, wo sie zur praktischen Anwendung kommt, dafür aber, dass wir ein „Islamhasser-Blog“ sind.

Scharia-Versteher haben’s nicht leicht. Wer in Deutschland einen nüchternen Blick auf das angeblich so barbarische islamische Recht wirft, muss mit mehr als Grummeln rechnen. Rohe nimmt’s gelassen: „Die erste Morddrohung ist sicher die schlimmste.“ Rohe musste sich an Beschuss von Islamisten, die ihm vorwerfen, die reine Lehre zu verwässern, genauso gewöhnen wie an den des Islamhasserblogs „Politically incorrect“. „Lasse ich mich von denen einschüchtern? Keinesfalls.“

Was für ein mutiger Mann da zu uns spricht, wobei er mit Islamisten (Anm.: den bösen Ms) besser nicht spaßen sollte, siehe Theo van Gogh. Dass er von Menschen wie uns und unseren Lesern, die einfach nur für westliche Errungenschaften wie Freiheit und Gleichheit eintreten, natürlich nichts zu befürchten hat, weil wir eben auch jedem Dummschwätzer eine freie Meinungsäußerung zugestehen, selbst wenn er die Scharia nur als angeblich barbarisch demonstriert, glaubt er natürlich selbst nicht. Es ist aber ganz typisch: Demokraten und Verbrecher (in diesem Fall Islamisten, also die, die nicht moderat sind) werden in einen Topf geworfen, das Ganze wird gut verrührt und übrig bleibt ein böser Einheitsbrei, von dem sich die Guten dann abheben, also Herr Rohe als braver Dhimmi und die Moslems, die keine Islamisten sind – oder wie war das?

(Spürnasen: Poznan und Juris P.)