Bundesbank gab OK zu Sarrazin-Interview

BundesbankWie sich jetzt herausstellte, hatte die Bundesbank vor der Veröffentlichung des Sarrazin-Interviews (hier im Original als PDF; danke an asma) von dessen Inhalt genaueste Kenntnis und war damit einverstanden. Die ganze Organisation des Treffens mit der Kulturzeitschrift Lettre erfolgte ganz offiziell über die Pressestelle der Bundesbank. Erst als die öffentliche Empörungswelle gegen die Aussagen los brach, distanzierte sich Bundesbank-Chef Weber.

Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung rieten Sarrazin zu dem Gespräch, das dann in der Niederlassung der Bundesbank in Berlin geführt wurde.

Der Leiter der Kommunikationsabteilung hatte nach eingehender Lektüre keine grundsätzlichen Bedenken, machte aber Änderungsvorschläge, die Sarrazin auch übernahm.

Anschließend übermittelte die Bank die genehmigte Fassung an „Lettre“. Bundesbankchef Axel Weber kannte den Text bereits vor der Drucklegung, protestierte jedoch erst, als das Erscheinen des Interviews nicht mehr aufzuhalten war.

Offenbar ist Sarrazin nicht der einzige in der Bundesbank, der denkt, in der deutschen Zuwanderungspolitik sei einiges falsch gelaufen. Er ist bloß der einzige, der sich jetzt noch traut, dazu zu stehen.

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