NRW: Scheitert Vorzeige-Projekt für Integration?

Vorplatz der Merkez-Moschee in Duisburg-MarxlohIn Duisburg gewinnt man mittlerweile die Erkenntnis, dass „konservative“ Moschee-Vereine die „erfolgreiche“ Integration der Stadt stören. Obwohl der Islam ja nicht das Problem ist, ist er es wohl doch. Denn seitdem strenggläubige Moslems in der Merkez-Moschee in Marxloh immer mehr die Schlüsselpositionen besetzen, klappt es nicht mehr so gut mit der „Integration“.

Die Rheinische Post schreibt:

In Duisburg-Marxloh droht derzeit ein Vorzeige-Projekt für Integration in NRW zu scheitern. Dort war mit EU- und Landesmitteln an der Merkez-Moschee ein unabhängiges, von muslimischen Frauen geleitetetes Begegnungszentrum errichtet worden. Im vergangenen Jahr wurde der liberale Vorsitzende des Moschee-Vereins durch einen Konservativen abgelöst, dem Kritiker vorwerfen, der radikalen Milli-Görüs-Bewegung nahezustehen. Seitdem gibt es Streit zwischen traditionalistischen Männern im Vorstand und den fortschrittlichen Frauen im Begegnungszentrum. So wurde von den Konservativen gewünscht, dass Führungen durch die Moschee künftig nicht mehr auch von Christen, sondern nur noch durch Muslime durchgeführt werden sollen. Auch wurde beklagt, dass nicht alle Frauen im Begegnungszentrum das Kopftuch tragen. Der in Köln ansässige Dachverband der Türkisch Islamischen Union (Ditib) mahnt angesichts des Konflikts, das „vorbildliche Konzept“ sei gefährdet. „Ein Scheitern wäre eine dicke Schlappe für die Integrationspolitik“, beklagt Helga Maria Poll vom Beirat der Begegnungsstätte. Die Arbeit in Duisburg sei ein Vorbild für viele muslimische Frauen in den Moschee-Vereinen. Die Begegnungsstätte will jetzt eine Satzungsänderung durchsetzen, die mehr Unabhängigkeit vom Gemeindevorstand schaffen soll. Falls die Initiative scheitern sollte, erwägen die Frauen einen gemeinsamen Rücktritt.

Auch in Gladbeck, Dortmund und Gelsenkirchen machen konservative Moschee-Vereine den muslimischen Frauen, die sich oft in Arbeitsgemeinschaften zusammenschließen, das Leben schwer. Dabei stehe oft ein Generationenproblem im Hintergrund, heißt es in der Landesregierung. Die Konservativen, die oft noch aus der ersten Generation der Zuwanderer aus der Türkei stammten, wollten die Öffnung der Moschee-Vereine torpedieren. So werde kritisiert, wenn Musliminnen Beratungsstellen einrichten wollen. Dies ermuntere Frauen dazu, sich von ihren Männern zu trennen. Die Scheidungsrate der Muslime ist in den vergangenen Jahren angestiegen.

Ah ja! Wenn moslemische Frauen Beratungsstellen einrichten. heißt das nichts wie weg. Das sagt einiges über die Frauenfreundlichkeit im Islam…

(Foto oben: Vorplatz der Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh / Spürnase: Puseratze)