TV-Tipp: „So entstand der Koran“, 21 Uhr (Arte)

Heute um 21 Uhr sendet Arte die französische Dokumentation „So entstand der Koran“, in der Sure 6.35 „Allahs Wort ist unwandelbar“ mit den von der (westlichen) Wissenschaft entdeckten frühen Koranmanuskripten verglichen wird.

Arte schreibt zum Film:

Die Heilige Schrift des Islam, der Koran, gilt in der muslimischen Tradition als unveränderlich, seit sie dem Propheten Mohammed in den Jahren 610 bis 632 in Mekka und Medina offenbart wurde. Doch in jüngster Zeit gefundene Koranmanuskripte legen die Vermutung nahe, dass unterschiedliche Surenanordnungen im Umlauf waren, bevor sich die kanonische Fassung des Kalifen Uthman durchsetzte. Die Dokumentation macht sich auf eine Entdeckungsreise zwischen Tradition und wissenschaftlicher Forschung.

Der Koran ist die Heilige Schrift des Islam, zu dem sich etwa eine Milliarde Menschen weltweit bekennen. Die muslimische Tradition betrachtet den Koran als „unveränderlich“ in Raum und Zeit. Dieses Dogma bedeutet, dass er sich, seitdem er dem Propheten Mohammed in den Jahren 610 bis 632 in Mekka und Medina offenbart wurde, nicht verändert hat. Die in jüngster Zeit entdeckten Koranmanuskripte, die von Wissenschaftlern untersucht und ungefähr auf das Jahr 680 datiert werden konnten und damit die derzeit ältesten vorhandenen Manuskripte sind, deuten allerdings darauf hin, dass der Koran eine differenziertere Entstehungsgeschichte hat. So wird vermutet, dass im Laufe des ersten Jahrhunderts des Islam und bevor sich die kanonische Fassung des Kalifen Uthman durchsetzte, konkurrierende Fassungen mit unterschiedlicher Surenanordnung in Umlauf waren. Grund dafür waren die verschiedenen Lesarten, die der anfänglich sehr rudimentären Niederschrift geschuldet sind. Die Dokumentation lädt ein zu einer Entdeckungsreise, die den Koran zwischen Tradition und wissenschaftlicher Forschung vorstellt.

Na da sind wir ja mal gespannt, wie friedlich uns der Koran auf der „Entdeckungsreise“ verkauft wird…

(Spürnasen: Babieca, Bio-Koelner, Bjoern)