Bahners schwurbelt in Aachen

Am Dienstag, dem 14. Juli 2011, wurde von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung Bonn (KAS) und vom deutsch-türkischen Forum der CDU Aachen (DTF) eine Diskussion mit dem Feuilletonisten Patrick Bahners und dem CDU-Politiker Armin Laschet, MdB, mit dem Titel „Antworten auf Sarrazin“ veranstaltet. Treibende Kraft dieser Veranstaltung ist die stellvertretende Vorsitzende des DTF und Moderatorin des Gesprächs, Cemile Giousouf.

(Von PI-Aachen)

Die Veranstaltung war so gefragt, dass der Veranstaltungsort auf die Kurpark-Terrassen im schönen Kurviertel Burtscheid verlegt werden musste. FREIHEITler aus Köln, Düsseldorf und Aachen hatten bei der Stadt einen Stand vorm Eingang zur Veranstaltung angemeldet. Die Veranstalter wurden von den Verantwortlichen zeitig in Kenntnis gesetzt. Ein auf die CDU zugeschnittenes DIN A4 Flugblatt sowie der rote „Die Partei zum Buch“-Flyer wurden an die Besucher der Veranstaltung verteilt. Die Menschen nahmen die Informationen sehr bereitwillig an und im Saal konnte man beobachten, wie eine große Zahl der Anwesenden das Informationsblatt sehr genau studierte.

Gundolf Siebeke (Foto r.) von der FREIHEIT NRW.

Es gab eine gewisse Polizeipräsenz, aber bei weitem nicht in dem Umfang, wie sie nötig war, als Dr. Thilo Sarrazin nach Aachen kam. Linke Antidemokraten waren nicht auszumachen. Die Veranstaltung verlief im Vorfeld, währenddessen und im Nachhinein absolut friedlich und demokratisch. Alle FREIHEITler wurden eingelassen.

Die Lesung und Diskussion werden, wie bei Artikeln aus Aachen gewohnt, zusammengefasst und rednerspezifisch zum Ende des Artikels hin detaillierter wiedergegeben. Wer Interesse an den Inhalten von Laschets und Bahners Aussagen hat, möge auch nach der Überschrift „Inhalte“ lesen.

Bevor die Veranstaltung mit viertelstündiger Verspätung begann, hörte im abgetrennten Bistrobereich Patrick Bahners einer sichtlich aufgebrachten Cemile Giousouf zu. Sie ging noch einmal auf Stellen in Sarrazins Buch ein und schärfte Bahners ein, dass er darauf eingehen müsse. Dann stellte sie ihn auf die Fragen ein, die sie stellen würde. Ob Sarrazin wohl ähnlich zuvorkommend gebrieft wurde? Giousouf stellte ihre Parteilichkeit im Laufe der Diskussion ständig unter Beweis. Sie beeilte sich, sooft sie zu Wort kam, zu betonen, dass Umfragen mittlerweile 46 % der Menschen mit negativer Stimmung gegenüber Moslems sähen. Das „Gift, das er versprüht und auf fruchtbaren Boden fällt“ und die „sehr islamfeindliche Stimmung im Land“ bereiteten ihr Sorgen. Sie meinte, man müsse „diese Stimmung ächten und dagegenhalten“, ja „müsste man nicht härter durchgreifen, Herr Laschet?“. Sie kritisierte ganz klar das Zurückrudern der SPD-Spitze beim angestrengten Parteiausschlussverfahren gegen Dr. Sarrazin. Zur allgemeinen und lautstarken Belustigung bedauerte sie in resigniertem Tonfall, dass sie als Moderatorin ihre Meinung leider nicht in die Diskussion einbringen dürfe und angeblich auch nicht tue. Viele Menschen verließen schon während der Veranstaltung, manche entrüstet kopfschüttelnd, den Saal und kamen nicht wieder.

Bevor wir zur „Frage“runde kommen, möchten wir Kernsätze zu Laschet und Bahners aus dem Inhaltsteil vorwegnehmen.

Fazit Laschet:

L. versucht sehr eloquent und redegewandt, eine Parallele zwischen der heutigen Problematik mit einer totalitären Weltanschauung und dem weitgehend überwundenen protestantisch-katholischen Antagonismus zu ziehen. Im gegebenen Rahmen schien die Unzulänglichkeit dieses Vergleichs nur wenigen aufzufallen. Außerdem kam ihm die bereits von Dr. Udo Ulfkotte angestellte Parallele zwischen den Hispanics in den USA und unserer islamspezifischen Problematik sehr zupass, um abzuwiegeln. In Neusprech bezeichnet man so etwas als „gelebten Relativismus“.

Fazit Bahners:

Sarrazin wolle Moslems nicht respektieren, sondern verachten. Folgerichtig heißt es für uns: B. will freiheitsliebende Islamkritiker nicht respektieren, sondern verachten. Er argumentiert gegen unsere Diskussionskultur und geht so weit, generell Rügen gegen Meinungsabweichler zu fordern.

Die „Frage“runde entpuppte sich als „Statement“runde. Es schien, dass da viel Aufgestautes bei den Menschen in der CDU ist. Dabei gab es viele schöne Hinweise, wie z.B. zu Frauenrechtlerinnen wie Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek und Seyran Ates und dann wieder kamen Redner mit viel Pathos an, die auf den Relativismuszug eines Armin Laschet aufsprangen und genau wie er, mit den islamischen Migranten die Renten retten und eine heile Welt von gegenseitigem Respekt kreieren wollten.

Der FREIHEITler Gundolf Siebeke wurde mit hämischen Kommentaren B.’s über eine „Splitterpartei“ zu Wort gelassen. Siebeke setzte mit knappen, präzisen Worten auseinander, dass Deutschland sich einem Bevölkerungsexperiment historischen Ausmaßes ausgesetzt sehe. Dieser Versuch mit Menschen sei in seiner möglichen Folge für die kulturelle Identität endgültiger als der durchlittene Kommunismus und Nationalsozialismus. Auch sei nicht zu leugnen, dass unser Land bereits einem Wandel seiner kulturellen Wesenheit durch den Islam unterläge. Patriarchalische und radikale Denkmuster nähmen in Deutschland und weiten Teilen Europas erschreckend zu.

Der Vorsitzende des Verbandes Demokratisch-Europäischer Muslime (VDEM), Dipl.-Ing. Eyüp Özgün betonte, dass es keine menschenverachtende Aussage sei, wenn man sage, dass das Kopftuch kein religiöses Symbol sei. Hier gab es zum Teil entrüstetes Geraune, vor allem bei Mitbürgern mit muslimischem Vordergrund, wie dem Vorsitzenden der Ditib in Aachen, Abdurrahman Kol.

B. warf den aufgebrachten Menschen entgegen, „Demographische Futurologie“ sei keine Wissenschaft. Das stimmt… „Innere Sezierologie“ ist ebenfalls keine Wissenschaft. Medizin schon. Es kommt darauf an, wie man es ausdrückt. B. war kaum noch zu halten, als er fragte, was so schlimm daran sei, wenn die BRD muslimisch würde. Er redete von „eingeredeter Angst“ und bei Necla Kelek von „dummen Sätzen“, „Demagogie“ und ist empört, dass ihre Bücher bei einem den Grünen nahen Verlag gedruckt worden wären. Einen ähnlichen Klops leistete sich L., als er fragte, ob die Gesellschaft wirklich besser würde, indem es immer mehr Atheisten gebe. Es schien, als ob er Menschen, die nicht in die Kirche gingen, für asozial hält.

Eine heitere Geschichte zum Schluss. Ein RWTH-Professor erzählte mit lauter und klarer Stimme wie ein muslimischer Student versucht habe, ihn zum „wahren“ Glauben zu bekehren. Als der Professor fragte, was denn geschähe, wenn er nicht konvertierte, dann meinte der Student trocken, dass er ihn in dem Fall töten MÜSSE. Der Professor bemerkte ironisch, dass das Christentum, das so oft als Entschuldigung für heutige islamische Verfehlungen herangezogen würde, auf dem Niveau höchstens vor 15 Jahrhunderten mal war. Außerdem prangerte er an, dass bei gemischten Paaren, der nicht-muslimische Part zum Islam konvertieren müsse und die Kinder automatisch Moslems seien.

Den Abend ließen mehr als ein Dutzend FREIHEITler und PIler in einem netten italienischen Restaurant in der schönen Innenstadt von Burtscheid bei haram-Bier und Pizza ausklingen.


Inhalte

Laschet:

Das Buch hätte man lesen sollen, bevor Vorverurteilungen erfolgten. Zunächst kümmerte sich Sarrazins Buch um die Sozialpolitik und überhaupt gar nicht um Muslime. Es würden wertungsfreie Feststellungen gemacht, die bei jeder sozialpolitischen Debatte in ähnlicher Form stattfänden. Danach ginge Sarrazin dazu über, schwankende Werte in einer sich ändernden, globalisierten Welt zu sehen. L. sehe da keine schwindenden Werte. Unsere christlichen Werte würden gerade in dieser Zeit jetzt stärker ausgeprägt sein und spielten eine große Rolle. Im dritten Teil letztendlich, wäre von der überdurchschnittlichen Fruchtbarkeit der „Fremden, Frommen und Bildungsfernen“ die Rede. Die Erwähnung der Frommen schien den Christdemokraten besonders zu ärgern. Er kritisierte „gruppenspezifisches Definieren von Menschen“. Selber ein bekennender Katholik, mag er die Behauptung, evangelische Menschen seien – aufgrund des katholischen Zölibats bei den durchschnittlich intelligenteren Priestern im Mittel – begabter, nicht. Dabei schien er sich selbst als die glänzende Bestätigung seiner Theorie anzuführen. Auch die Heranziehung von Intelligenzvergleichen mit ausdrücklicher Benachteiligung der Uckermark (Angela Merkels Ursprung) hielt er für herabwürdigend.

Im Folgenden ließ sich L. lang und breit über Katholiken und Protestanten aus. Dabei betonte er immer wieder die Spannungen, die Unterschiede zwischen beiden Gruppen, um dann letztendlich darauf zurückzukommen, wie toll sich beide Gruppen heutzutage verstünden. Seine Argumentation führte absehbarerweise dahin, dass das Misstrauen, das heute Moslems entgegengebracht würde, mit demjenigen Bismarcks 1871 gegenüber den papsttreuen Katholiken vergleichbar sei, da ihnen Untreue gegenüber dem protestantischen Kaiser vorgeworfen worden wäre. An dieser Stelle ein wichtiger Satz von L., dem wir nur beipflichten können: „Jeder soll seine Religion so ausleben, wie er will, solange er sich an das demokratische Grundgesetz hält.“ Ansonsten ist seine Ansprache eine Ansammlung bekannter Vorhaltungen: die Integration der Moslems würde an Hartz IV gemessen. Bei evangelischen und katholischen Menschen fragten wir aber nicht danach. Dann die üblichen Argumente der schlechteren Bildungschancen, die anscheinend hauptsächlich durch unsere verfehlte Integrationspolitik verursacht sein sollen. Er geht so weit, christliche Altennachmittage mit muslimischen Teenachmittagen in der Moschee zu vergleichen. Folklore eben. Erstaunlich war, dass L. sich über Sarrazins Unterscheidung von Persern und anderen muslimischen Gruppierungen echauffierte. Dabei stellt sich uns die Frage: Hat Sarrazin nicht damit bewiesen, dass er ganz und gar nicht L.’s Schubladendenken der starren Gruppenzuweisung zuspielt?

Auf Nachfrage der Moderatorin hin, erklärte L. Sarrazins Bucherfolg: Sarrazin sei beschimpft worden, daher habe er Erfolg gehabt. Die Leute wollten mit dem Kauf des Buches ihren Protest gegen die politische Klasse zum Ausdruck bringen. Viele hätten es nach dem Kauf ja nicht einmal gelesen. Für die Integrationsdebatte brauche man indes einen Sarrazin, der sich das Image des Tabubrechers selber gegeben habe, nicht. Man solle ihn nicht weiter durch Angriffe zum Märtyrer machen. Necla Kelek sieht L. von Leuten, die so oder so gegen Einwanderung seien, als Kronzeugin vereinnahmt. Sie käme mit ihrem Schicksal authentisch herüber. Das sei das Problem… Der Fachausdruck hierfür ist „Opferneid“!

Dennoch hat L. auch viele richtige und vernünftige Dinge behauptet, wie zum Beispiel, dass es selbstverständlich Gene und Vererbung gebe und dass Sarrazins Aussagen an keiner einzigen Stelle rechtsradikal oder volksverhetzend seien. Leider meinte er, sie „dumm“ finden zu müssen. Wie pi diese Aussage war, merkte man daran, dass die Moderatorin unwillig zurückwarf, dass sie da ganz anderer Meinung sei.

Fazit:

L. versucht sehr eloquent und redegewandt, eine Parallele zwischen der heutigen Problematik mit einer totalitären Weltanschauung und dem weitgehend überwundenen protestantisch-katholischen Antagonismus zu ziehen. Im gegebenen Rahmen schien die Unzulänglichkeit dieses Vergleichs nur wenigen aufzufallen. Außerdem kam ihm die bereits von Dr. Udo Ulfkotte angestellte Parallele zwischen den Hispanics in den USA und unserer islamspezifischen Problematik sehr zupass, um abzuwiegeln. In Neusprech bezeichnet man so etwas als „gelebten Relativismus“.

Bahners:

Er sei nicht ganz L.’s Meinung, das sei aber auf die Politiker-Journalist-Ambivalenz und die größere Weltoffenheit letzterer zurückzuführen. Während er sich selber als „Optimisten“ und „Republikaner“ verortete, sprach er unentwegt von „radikalen Islamkritikern“ und einer „politisch maßlosen Islamkritik“. Das sei viel heiße Luft bei denen, wie sie sich als Verteidiger der Republik aufschwängen, aber die liberale Öffentlichkeit würde diese Ideen schnell in die richtige Schublade schieben.

Islamkritiker kämen mit „scheinbaren Opferbiographien“ an und verfolgten eigentlich wirtschaftliche und politische Interessen. Hier ging er indirekt auf die PVV in den Niederlanden ein („mittlerweile sogar Regierungen, die von solchen Parteien geduldet werden müssen“). Die Islamkritik sei bei ehemaligen Politikern beliebt, die sich dadurch profilieren wollten (durch das Drumherumgerede war klar, dass René Stadtkewitz gemeint war).

Der Auslöser dafür, dass er sein Buch „Die Panikmacher“ schrieb, wäre die „pseudowissenschaftliche Beweisführung“ im Interview mit Dr. Sarrazin im Lettre International gewesen. Das „Benehmen“ Sarrazins in der Öffentlichkeit sei so nicht hinnehmbar. Er habe „Sprüche geklopft“, deren Resonanz den „Republikaner“ B. alarmiert hätte. Das legendäre Statement zu den „Kopftuchmädchen“ bezeichnet B. als „erschreckenden Satz“. Der Schlüssel zum erfolgreichen Zusammenleben läge in der wechselseitigen Anerkennung der Menschen. Sarrazin habe damit einer Prozentzahl von X der Türken in Berlin und Y Prozent der Araber jedwede Anerkennung versagt. X und Y spielen hierbei kaum eine Rolle, da die Zahlen eher willkürlich gewählt zu sein schienen. Genauso seriös führte B. weiterhin aus, dass eine islamkritische Lieblingsidee die sei, die „Religionsfreiheit für Moslems ein[zu]schränken, bis diejenige für Christen in Moslemländern angeglichen [sei]“. Hier begeht B. denselben Fehler wie L.: Die Islamkritik hat nichts mit Rosinenpickerei zu tun. Es geht um ALLE Menschen im Dunstkreis der totalitären Ideologie des Islam; auch den Moslems selbst. Die Aussage B.’s schien lediglich darauf abzuzielen, die Islamkritik in die Ecke evangelikaler Extremisten zu drängen.

Die Hauptquelle für die islamkritische Volksverdummung konnte B. in der bösen Bild-Zeitung finden. Im Gegensatz dazu diente sein Buch, aus dem er nun auszugsweise und mit Kommentaren vorlas. Sarrazin ginge es gar nicht um die sachlichen Punkte, er ziele lediglich darauf ab, „Gruppenschicksale“ anzudichten. B. verspottet den Ausdruck „autochthon“, indem er ihn mehr als zwanzig Mal am Stück verwendet und letztendlich zu ergründen glaubt, die Bedeutung läge darin, dass man „auf deutschem Boden geboren, mit Atmen deutscher Luft groß geworden“ den Ausdruck am ehesten beschreiben könnte. Außerdem wäre für Sarrazin eine „gute Familie“ nur diejenige, deren Elternhaus schon „gut“ zu bezeichnen sei. Die Permeabilität zwischen den Schichten hieße Sarrazin damit offenbar nicht gut.

B. erklärt, wie in seinem Buch, an keiner einzigen Stelle, woher die Islamkritiker denn so plötzlich alle herkommen. Sie sind einfach da und sie liegen falsch. Punkt. Er bekräftigt erneut seine Thesen gegen die Meinungs- und Pressefreiheit: Es gäbe eine Linie des „das gehört sich nicht“ (wo diese Linie verortet wird, liegt dabei wahrscheinlich im Ermessen guter „Republikaner“ wie B.), die, wenn man sie überschritte, eine Zurechtweisung des Übeltäters nach aristotelischem Vorbild nach sich ziehen „müsse“. Darauf müsse man nicht mit Argumenten antworten, da die Überschreitung auch nicht auf Argumenten fuße. In unseren Augen ist dies eine geschickte Aushebelung unserer bis in die Antike zurückreichenden Diskussionskultur, die, auf den Punkt gebracht, so viel bedeutet: „Dein Argument gefällt mir nicht, also verteufle ich dich und brauche mich nicht mit diesem unliebsamen Gedanken beschäftigen.“ Von der Aufklärung und besonders Voltaire, der gar sein Leben für das Recht der fremden, unliebsamen Meinung herzugeben bereit war, scheint der mit totalitärem und grundgesetzfeindlichem Gedankengut liebäugelnde B. nicht viel zu halten.

Fazit:

Vor diesem Hintergrund behauptet B., Sarrazin wolle Moslems nicht respektieren, sondern verachten. Folgerichtig heißt es für uns: B. will freiheitsliebende Islamkritiker nicht respektieren, sondern verachten.

Hier eine kleine Probe, ob wir auch etwas aus der Diskussion mitgenommen haben:

„Unter Bezugnahme akribisch zusammengetragener – von einer nicht unwesentlichen Menge politisch auf einer positiv zu besetzenden Seite zu verortender Angehöriger des vielfältigen, demokratischen Spektrums dieses unseren gesellschaftlichen Systems – und unter Berücksichtigung der sich in Wirklichkeit in signifikanter Kontinuität darstellenden Sachverhalte der Bevölkerungsverschiebungsbewegungen im globalen Zusammenhang führen die ausgewerteten Aspekte der Bahner’schen Argumentationsstruktur zwangsläufig zu einer unumgehbaren Feststellung: der ausgewiesene Islamapologet betreibt in seinem Pamphlet eine Aneinanderreihung von Behauptungen, deren fehlende Grundlagen ihm aufgrund der ihm zur Kenntnis vorliegenden Gegebenheiten, sowie seiner während Studienzeiten unter Beweis gestellten anerkannt überdurchschnittlich kognitiven Fähigkeiten, nur den Schluss erlaubt, dass die Umkehrung der tatsächlichen Zustände in einem nicht unwesentlichen Maße absichtlich aus nicht näher bekanntem Grund erfolgt. Die inkontinente Insuffizienz der sprachlichen Ausdrucksweise, hat die eindeutige Intention, Klarheit durch Verschleierung, konzisen Verstand durch pseudointellektuelle Ausdrucksweise und ausgewiesenen Inhalt durch impertinentes ,Geschwurbel’ (Henryk M. Broder) zu substituieren.“

Und hier die Aufschlüsselung der oben in Bahnerisch verfassten Aussage:

„Unserer Meinung nach täuscht Bahners gezielt und es ist noch unklar, welche Beweggründe er hat. Hinter Phrasen kann sich jeder verstecken.“