Islamophobie für Dummies

Stephanie RuppWer kennt sie nicht, die Bücher aus der Serie „for Dummies“ (für Dummerchen), die zunächst im englischen Sprachraum entstand, aber auch hierzulande inzwischen in einer breiten Palette von Titeln in deutscher Übersetzung verfügbar sind. Komplizierte Sachverhalte in einer allgemein verständlichen Sprache zu erklären, ist darin ein guter Ansatz – auch, um eine große Leserschaft zu erreichen. Der Sachlichkeit muss das keinen Abbruch tun. Problematisch wird es, wenn man dabei Begriffe verwendet, die man entweder nicht verstanden hat oder die man unreflektiert aus anderen Quellen übernimmt.

(Von Eckhardt Kiwitt)

Der Begriff „Islamophobie“ gehört gewiss dazu und wird von so manchem Journalisten gern verwendet, der möglicherweise nicht ahnt, dass dieses Unwort (angeblich von dem iranischen Klerikalverbrecher Ayatollah Khomeini) in der Absicht erdacht wurde, jeder auch noch so sachlichen Islamkritik den Anstrich des Anrüchigen zu verpassen.

Dieser Fehler unterläuft auch Stephanie Rupp (Foto oben) in ihrem leider sehr einseitigen Artikel „Wenn die Angst vor dem Islam zu Hass-Attacken führt“ in der Nürnberger Zeitung vom 17.10.2011 – und vermengt darin die Wörter „Angst“ und „Phobie“ in unzulässiger Weise. Ein wenig journalistische Sorgfalt und Recherche wären durchaus angebracht gewesen und hätten gereicht, um zu erkennen, dass eine Phobie eine unbegründete Angst ist.

Doch damit nicht genug, werden in Rupps Artikel die Begriffe „Islam“ und „Moslem“ gleichgesetzt – als ob es zwischen der Verbrechensideologie Islam einerseits (man lese nur mal die 19 späten, die medinesischen Suren des Korans und beschäftige sich mit der Vita des Islam-Erfinders und Psychopathen Mohammed) und Muslimen als Menschen andererseits (die die ersten bedauernswerten Opfer des Islams waren und sind) keinen Unterschied gäbe.

Die Frage nach den Ursachen der „Angst vor dem Islam“ (bzw. der wohlbegründeten und jahrhundertealten Islamkritik – siehe z.B. Voltaire, Goethe, Flaubert, Schopenhauer, Atatürk, …) wagt man bei der NZ gar nicht erst zu stellen. Ganz zu schweigen davon, dass der in dem Artikel mehrfach verwendete Begriff „Islamophobie“ so weit daneben gegriffen ist, wie es Wörter wie Freiheitsphobie, Demokratiephobie, Rechtsstaatsphobie etc. wären, wenn es sie denn geben würde. „Islamophobie“ für Dummies also?

Ein kleines Highlight bringt Stephanie Rupp mit diesem Satz:

Roald Köhler, Filialleiter von Carolines Trödellager in der Knauerstraße, wünscht sich von seinen eigenen Landsleuten, dass diese mehr Kontakt zu Muslimen suchen und ihnen beim ersten Kontakt „vorurteilsfrei“ begegnen.

Gute Idee, Herr Köhler! Ließe sich sehr leicht in der Kneipe nebenan realisieren. Laden Sie Ihre muslimischen Nachbarn doch mal dort hin ein. Für deren Integration in die Mehrheitsgesellschaft kann das nur hilfreich sein. Oder haben Ihre muslimischen Nachbarn eine „Kneipenphobie“?

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