Deutschland schafft sich ab: Der Fall Nguyen

Familie Nguyen bei ihrer Rückkehr.Spätestens seit Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“ sollte es den Deutschen klar sein, dass ein Wettlauf mit der Zeit begonnen hat: Die deutschen Akademiker vermehren sich unterdurchschnittlich, Transferabhängige hingegen überdurchschnittlich. Das macht es sehr wahrscheinlich, dass das Deutschland der Zukunft nur noch wenige Bildungsnahe, aber eine ganze Menge Bildungsferner beheimatet, was sich äußerst negativ auf die Volkswirtschaft auswirken würde.

(Von Solo-Album)

Sarrazin verdeutlicht auch, dass die momentane – katastrophal niedrige – Nettoreproduktionsrate der Deutschen zu einer stetigen Abnahme der Deutschen führt und dass die Bundesregierung dem entgegenzuwirken versucht, indem sie das Land mit Migranten aus Nordafrika sowie dem Nahen und Mittleren Osten auffüllt. Allerdings gibt es eine Tendenz, dass ein großer Anteil dieser Migranten bildungsfern ist und auch ihre in Deutschland geborenen Nachkommen zu einem großen Teil zu den Bildungsfernen zählen.

Ein Artikel auf „stern.de“ machte dies im Jahre 2009 deutlich:

Migranten im Alter zwischen 22 und 24 Jahren ohne Berufsabschluss: 54 Prozent; türkische Migranten ohne Berufsabschluss: 72 Prozent; erwerbslose Migranten: 29 Prozent; einkommensschwache Migranten: 43,9 Prozent; Migranten in Armut: 28,2 Prozent; Migrantenkinder in Armut: 36,2 Prozent.

Allerdings trifft dieser Trend nicht auf Migranten aller Herkunftländer zu – Vietnamesen beispielsweise tun sich in der Schule durch überdurchschnittliche Leistungen hervor – und genau von diesen Migranten wird Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes bereichert.

So schreibt „Zeit Online“ hierzu:

Keine andere Einwanderergruppe in Deutschland hat in der Schule mehr Erfolg als die Vietnamesen: Über 50 Prozent ihrer Schüler schaffen den Sprung aufs Gymnasium. Damit streben mehr vietnamesische Jugendliche zum Abitur als deutsche. Im Vergleich zu ihren Alterskollegen aus türkischen oder italienischen Familien liegt die Gymnasialquote fünfmal so hoch. (…)

Der Grund für diesen Erfolg – die eigene Einstellung:

Angeworben Mitte der achtziger Jahre, erlebten die Arbeitsmigranten aus dem sozialistischen Bruderland nach der Wende in Ostdeutschland häufig den Absturz in Arbeitslosigkeit und Armut, sie waren isoliert, wurden zum Opfer von Fremdenhass. Ihre Kinder jedoch sind nun dabei, mit ungeheurem Fleiß und Bildungsdrang die deutsche Gesellschaft zu erobern. Denn der Druck, gute Noten zu erzielen, ist in vietnamesischen Familien enorm.

Nun war vor einigen Tagen zu lesen, dass eine vietnamesische Familie aus Niedersachsen im November vergangenen Jahres abgeschoben worden war (aufgrund gesellschaftlicher Proteste und politischem Drängen durfte sie allerdings glücklicherweise nach einigen Monaten wieder nach Deutschland zurückkehren).

Wie positiv diese Familie aber der deutschen Gesellschaft gegenüber eingestellt ist, lässt sich schnell ermitteln – und zwar am Namen der Kinder: Sohn Andre Bao An und Tochter Esther Bao Ngoe Nguyen! Während Familie Nguyen erst seit 19 Jahren in Deutschland lebt und ihren Kindern deutsche Namen gibt, bringen andere Migranten ihre Integrationsbereitschaft zum Ausdruck, indem sie ihren Kindern Namen wie Jihad, Mohammed oder Ibrahim geben.

Interessant ist übrigens, dass es für viele islamische Namen deutsche Gegenstücke gibt, und zwar aufgrund von inhaltlichen Parallelen zwischen Koran und Bibel. Beispiele sind folgende: Ibrahim – Abraham, Dawud – David, Harun – Aaron, Yusuf – Josef, Yahya – Johannes. Dass viele hier lebende islamische Migranten ihren Kindern oft trotzdem die arabische Variante als Namen geben, sagt viel über deren Integrationsbereitschaft aus.

Zurück zu Familie Nguyen. Hier sind nicht nur die Namen vorbildlich, sondern auch der Rest der Lebensführung spricht für die Familie und deren Integrationsbereitschaft:

Die Eltern arbeiteten in einer Baumschule, die Kinder hatten viele Freunde in der Schule und im Kindergarten. Als gläubige Christen waren die Vietnamesen in der Gemeinde des Ortes aktiv. Alle sprechen deutsch.

Trotzdem wurde die Familie im vergangenen November abgeschoben:

Zum Verhängnis wurde ihr, dass der Vater zugegeben hatte, bei der Einreise einen falschen Namen genannt zu haben.

Zugegeben – der Vater hat damit gegen das Gesetz verstoßen. Aber wenn man andere Migrantenfamilien in Deutschland betrachtet, die über Generationen hinweg von Sozialleistungen leben, schwerstkriminell sind oder Deutsche für ihre Herkunft diskriminieren, und dafür nicht abgeschoben werden – eine Familie aber, die absolut vorbildlich integriert ist, für das Nennen eines falschen Namens abgeschoben wird -, dann fällt mir dazu nur eins ein: Deutschland schafft sich ab!