EU will Fußball-Nationalmannschaften abschaffen

Die mit Spannung erwartete Fußball-Europameisterschaft in Polen und in der Ukraine hat am Samstag begonnen. 16 Fußball-Nationalmannschaften kämpfen um den Titel. Geht es nach dem Willen der EU, so handelt es sich um die letzte Fußball-Europameisterschaft dieser Art.

(Von Smiley)

Der EU-Wahnsinn treibt immer absurdere Blüten. Während sich Millionen begeisterter Fußball-Fans auf das große Fußball-Turnier in Polen und in der Ukraine freuen, mit ihren Nationalmannschaften mitfiebern und ihre Fußball-Stars in den Stadien oder zu Hause vor den Bildschirmen in Biergärten, beim Public Viewing oder auf dem heimischen Sofa anfeuern, geht die Europäische Union mit einem Vorschlag an die Öffentlichkeit, den Fußball-Fans nur als Provokation empfinden können:

Der Präsident der Europäischen Kommission, Jose Manuel Barroso, hat vorgeschlagen, die Fußball-Nationalmannschaften der EU-Mitgliedsländer abzuschaffen und künftig durch eine EU-Mannschaft zu ersetzen. „Im Zeitalter eines zusammenwachsenden Europas“, so Barroso, „sind nationale Fußballmannschaften nicht mehr zeitgemäß. Mehr Europa bedeutet weniger Fußball“.

Der Vorschlag der EU hat europaweit kontroverse, teils heftige Reaktionen ausgelöst.

Bundeskanzlerin Merkel erklärte in Berlin: „Die Europäische Union ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Wohlstand für alle Bürger, Abbau der Arbeitslosigkeit auch in den südlichen Mitgliedsländern, eine moderate, weiter rückläufige Staatsverschuldung, der friedliche EURO-Islam und gefestigte demokratische Prozesse sind nur einige Beispiele für diesen Erfolg. Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen. Unser Ziel ist die vollständige Überwindung der Nationalstaaten. Dieser Prozess wird naturgemäß nicht vor dem Fußball haltmachen“.

Auch der Vorstand der GRÜNEN begrüßte den EU-Vorschlag. Cem Özdemir erklärte im SPIEGEL: „Wir unterstützen alle Vorschläge zur Abschaffung der National-Staaten und stehen voll und ganz hinter dem EU-Vorschlag, die Fußball-Nationalmannschaften durch ein EU-Team abzulösen. Voraussetzung ist, das für die künftige EU-Fußballmannschaft eine Quote für muslimische Spieler verbindlich festgesetzt wird“.

Bundesentwicklungsminister Niebel (FDP) warnte hingegen vor Schnellschüssen und riet allen Verantwortlichen, „auf dem Teppich zu bleiben“.

Im fußball-begeisterten Spanien löste der Vorschlag Barrosos wütende Proteste aus. Die führende spanische Sportzeitung Marca zitierte den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy Brey mit den Worten: „Wir haben bisher jeden Blödsinn der EU mitgemacht, aber beim Fußball hört der Spaß auf. Spaniens Antwort lautet: Raus aus der EU.“

Der italienische Ministerpräsident Mario Monti soll unbestätigten Berichten zufolge mit einem Tobsuchtsanfall auf die Vorschläge aus Brüssel reagiert haben. Die italienische Sportzeitung Gazzetta dello Sport berichtet, Monti habe in einem Telefonat mit Barroso angedroht, ihm die Mafia auf den Hals zu schicken, falls der EU-Vorschlag nicht zurückgezogen werde.

Die europäische Fußball-Welt reagierte mit blankem Entsetzen auf den Vorschlag der Europäischen Union.

Michel Platini, Präsident der UEFA, empfahl dem Präsidenten der EU-Kommission im französischen Fernsehen „dringend den Arzt zu wechseln“.

Die italienische Zeitung Corriere della Sera zitiert Giovanni Trapattoni, ehemals Trainer beim FC Bayern München und heute Coach der Fußball-Nationalmannschaft von Irland: „Die EU ist wie eine Flasche leer. Die EU hat fertig“

Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, erklärte in der ARD-Sportschau: „Mir fehlen die Worte. Bisher habe ich bei der Aussage, die EU sei ein Irrenhaus, stets milde gelächelt. Heute verstehe ich manche Kritiker“.

Auch Franz Beckenbauer, die Ikone des deutschen Fußballs, reagierte mit Fassungslosigkeit und Entsetzen auf „den neuerlichen Schwachsinn aus Brüssel“. Beckenbauer, ein Diplomat alter Schule, erklärte im ZDF: „Die EU ist balla balla. Ich fordere die rote Karte für die EU.“

Die Türkei hat angesichts der Fußball-Politik der EU inzwischen ihren Antrag auf einen Beitritt zur EU zurückgezogen. Der türkische Ministerpräsident Erdogan soll gegenüber Vertrauten „die EU als noch verrückter als den Islam“ bezeichnet haben.

Die Europäische Kommission bemüht sich derweil angesichts der vielfältigen Kritik um Schadensbegrenzung. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton erklärte gegenüber der BBC: „Wir wollen alle Fußball-Stars mitnehmen. So ist beispielsweise eine Aufstockung der Fußballmannschaften von bisher 11 Spielern auf bis zu 100 Spieler in der Fußball-EU-Mannschaft durchaus möglich. Entsprechende Verhandlungen mit dem Weltfußballverband FIFA, verbunden mit einem weltweiten Fußball-Rettungsschirm, sind bereits in vollem Gange.“

Zugleich forderte Lady Ashton für die Fußball-Welt die Abschaffung des Begriffs „Tor“, der für „Dummkopf“ und „Narr“ stehe. Eine Wortfindungs-Kommission der EU sei beauftragt worden, geeignete alternative Begriffe vorzuschlagen. Denkbar sei beispielsweise künftig der Begriff „EU“.