München: In Moschee Ohr abgebissen

Gestern Abend fand in der Afghanen-Moschee im Münchner Stadtteil Berg am Laim eine besondere Veranstaltung statt: Eine Massenschlägerei mit rund 50 Gläubigen, die mit Holzlatten und Messern aufeinander losgegangen sind. Einem Rechtgläubigen soll dabei ein großer Teil des Ohres abgebissen worden sein. Insgesamt wurden fünf Personen ernstlich verletzt. Eine Hundertschaft der Polizei hat dem frommen Treiben schließlich Einhalt geboten. Es handelt sich um die gleiche Moschee, vor der kürzlich ein Reporter von PI-München recht aggressiv angegangen worden ist.

(Von Michael Stürzenberger)

Die Abendzeitung berichtet:

Messer, Holzlatten und ein fast abgebissenes Ohr: Am Montag, 30.07.2012, gegen 22.00 Uhr, kam es aus bislang unbekannter Ursache in einer Moschee im Münchner Osten zu einem Streit. Das berichtet die Münchner Polizei. Der Streit eskalierte bald und es entstand eine Schlägerei, an der sich ca. 40-50 Moscheebesucher beteiligten. Dabei kamen auch Messer und Holzlatten zum Einsatz.

Um die Lage zu beruhigen, musste die Polizei zahlreiche Streifen von den umliegenden Polizeiinspektionen und der Einsatzhundertschaft einsetzen. Insgesamt wurden bei der Schlägerei fünf Beteiligte mit Messern leicht verletzt. Einer Person wurde ein großer Teil des Ohrs abgebissen. Die Verletzten wurden in umliegenden Krankenhäusern ärztlich versorgt und bis auf eine Person bereits wieder entlassen. Eine Person wurde wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung (Messerstich) festgenommen. Er wird im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Die einzelnen Tatbeiträge der restlichen Beteiligten bedürfen noch weiterer Ermittlungen durch die Fachdienststelle. Ersten Ermittlungen zufolge liegt die Ursache für die Schlägerei in vereinsinternen Streitigkeiten.

Die tz meldet, dass die Ermittlungen gegen weitere Personen laufen:

Insgesamt wurden fünf Beteiligte mit Messern leicht verletzt. Einer Person wurde ein großer Teil des Ohrs abgebissen. Die Verletzten wurden in umliegenden Krankenhäusern ärztlich versorgt und bis auf einen bereits wieder entlassen.

Ein Beteiligter wurde wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung (Messerstich) festgenommen. Er sollte noch am Dienstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Um herauszufinden, wer sonst noch inwieweit beteiligt war, hat die Polizei weitere Untersuchungen aufgenommen.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt, dass die Massenschlägerei nach dem Gebet begann:

Der Streit war der Polizei zufolge aufgrund interner Querelen in einem muslimischen Verein eskaliert. Eine Hundertschaft Polizisten rückte an, um die Lage zu beruhigen. Ein mutmaßlicher Messerstecher wurde festgenommen. Gegen mehrere weitere Personen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Fünf Verletzte wurden inzwischen wieder aus der Klinik entlassen. Die handfeste Auseinandersetzung ereignete sich im „Islamischen Zentrum der Exil-Afghanen in Bayern“, wie ein Vereinsmitglied bestätigte. Auslöser sei ein Streit über den ehemaligen Imam, der seit September vergangenen Jahres tobe und die Gemeinde in zwei Lager gespalten habe.

Demnach sind einige Muslime erzürnt darüber, dass der Vorprediger, ein verheirateter Familienvater, eine Beziehung zu einer anderen Frau gehabt habe. Andere wiederum hielten dies für eine reine Privatangelegenheit. Das Vereinsmitglied sagte, der Streit zwischen den Gruppen sei am Montag urplötzlich nach einem Gebet eskaliert.

Da muss aber ein giftiges Gebet gewesen sein. Vielleicht aus Sure neun? Der Tagesspiegel berichtet, dass sogar ein Schlagring mit im Spiel war. Und Idriz-Anwalt Hildebrecht Braun breitet auch hier seine schützende Hand über Moslems aus:

Es gibt Hinweise, dass nicht allein die privaten Lebensverhältnisse des Imam für die Spaltung verantwortlich sind. „Die neue Gruppe, die sich gegen den Imam stellte, wollte stärker in die Moschee rein“, sagt ein Beobachter. „Diese Gruppe ist für ein strenges islamisches Leben.“ Dass es sich um Extremisten handelt, dem widersprechen die deutschen Behörden.

Hildebrecht Braun, Münchner Rechtsanwalt, kümmert sich immer wieder um muslimische Gruppen im Münchner Raum. „Was passiert ist, ist eine Katastrophe“, sagt er. Es sei „brutalste Gewalt ausgeübt worden“, einem Mann etwa sei mit einem Schlagring der Schädel schwer verletzt worden. Dass die Entwicklung mit wachsendem Fundamentalismus zu tun habe, sei aber falsch. Vielmehr gehe es um den Machtkampf verschiedener Gruppierungen und Stämme, etwa der Usbeken und Paschtunen.

Mitte Juni hat die Süddeutsche Zeitung bereits einen Artikel mit dem Titel „Machtkampf in der Moschee“ veröffentlicht, in dem über monatelange Streitigkeiten zwischen den afghanischen Rechtgläubigen inklusive Schlägereien, Morddrohungen, Beleidigungen etc berichtet wird.

Was für eine friedliche Religion™..