Indonesien: Lebenslang für Drogenkurier Rolf S.

Häufig stehen auf PI der Islam und die arabische Welt in der Kritik. Doch von einigen Dingen kann der Westen durchaus lernen. Die effektive Bekämpfung des Rauschgifthandels gehört eindeutig dazu. In Indonesien ist nun ein deutscher Staatsbürger wegen Drogenschmuggles zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Die „Bild“-Zeitung berichtet:

Im Oktober 2012 wurde Rolf S. (57) am Flughafen der indonesischen Urlaubsinsel Lombok festgenommen. Der Deutsche war mit 3,7 Kilogramm Haschisch im Koffer aus Singapur kommend erwischt worden.

Jetzt hat ein Gericht in Indonesien Rolf S. wegen versuchten Drogenschmuggels zu lebenslanger Haft verurteilt.

Ein zuständiger Richter sagte am Freitag, dass neben S. auch eine südafrikanische Schmugglerin (28) verurteilt wurde. Beide Fälle hätten aber nichts miteinander zu tun.

Nach Angaben des Richters hatten die 3,7 Kilogramm Haschisch in der Region einen Marktwert von umgerechnet 560 000 Euro. Rolf S. hatte versucht, die Drogen im Innenfutter seines Reisekoffers auf die Urlaubsinsel zu schmuggeln.

Theoretisch hätte der 57-Jährige auch die Todesstrafe erhalten können. Indonesien gehört zu den Ländern mit den härtesten Strafen für Drogenschmuggel weltweit. Eine vorzeitige Haftentlassung ist in dem Land nicht üblich, heißt: S. wird bis zu seinem Lebensende hinter Gittern sitzen.

Im Jahr 2005 war eine australische Schmugglerbande aufgeflogen. Zwei der Mitglieder warten seitdem auf ihre Hinrichtung, sieben weitere bekamen langjährige Haftstrafen.

Während man in Deutschland pro Gramm Cannabis-Rauschgift durchschnittlich gerade einmal 10 Euro hinblättern muss, sind es in Indonesien also rund 155 Euro. Ein Umstand, der Eltern weitaus ruhiger schlafen lassen dürfte…