Unbekannte attackieren Islamverein mit Kunstblut

Dhimmis beseitigen das künstliche Blut auf dem Gelände des Arab-Nil-Rhein-VereinsDen ganzen Samstag und Pfingstsonntag kommt es schon in den Nachrichten des SWR und jetzt ist es auch in der WELT zu lesen: Unbekannte haben in der Nacht von Freitag zu Samstag den „Arab-Nil-Rhein-Verein“ in Mainz angegriffen und mit Kunstblut beschmutzt. Auch wurden mehrere Plakate aufgehängt, die ein afghanisches Mädchen mit abgeschnittener Nase zeigen. Die Plakate seien Kopien eines Titelbildes einer Time Magazin-Ausgabe von 2010.

(Von felixhenn)

Die WELT schreibt dazu:

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Nach einer Attacke mit künstlichem Blut auf Räume eines islamischen Vereins in Mainz hat die rheinland-pfälzische Landesregierung die Tat verurteilt. „Jede Form von Gewalt ist inakzeptabel und bedroht das friedliche Miteinander der Religionen in unserem Land“, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD).

Auf etwa zehn Fenster im Eingang des Arab-Nil-Rhein-Vereins waren in der Nacht zum Samstag Schmähplakate geklebt worden, die ein verstümmeltes Mädchen mit Kopftuch zeigen, wie die Polizei mitteilte. Davor hätten Unbekannte rote Farbe verschüttet. In den Vereinsräumen befinden sich laut Ministerium ein Andachtsraum und der konfessionelle Al-Nur-Kindergarten.

Einen rechtsextremistischen Hintergrund halten die Ermittler für möglich. Die Fahndung nach den Tätern dauerte auch am Sonntag an. Die Videoüberwachung des Vereins zeigt laut Polizei zwei Personen bei der Tat. Die Plakate seien Kopien eines Titelblattes des „Time Magazine“ aus dem Jahr 2010.
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Der Arab-Nil-Rhein-Verein betreibt die erste islamische Kindertagesstätte in Rheinland-Pfalz und fiel vor ein paar Wochen dadurch auf, dass er den Salafistenprediger Al Arifi in seiner Moschee predigen und diesen auch mit den Kindern der Kindertagesstätte in Kontakt kommen ließ (PI berichtete). Der Prediger vertritt streng islamische Ansichten und dazu gehört auch das Schlagen der Ehefrau und Gewalt gegen Andersgläubige. Als der Skandal aufgedeckt wurde, kamen von Seiten des Arab-Nil-Rhein-Vereines zuerst einmal Beschwichtigungsversuche, dass der Prediger als sehr gemäßigt bekannt sei. Als dann der Verein mit mehr Details konfrontiert wurde, kam vor ein paar Tagen sowas wie ein Dementi und eine halbherzige Entschuldigung, man hätte das nicht gewusst und vielleicht vorher recherchieren sollen und hoffe, dass damit die Sache endlich erledigt sei.

Evangelisch.de schreibt dazu:

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Bei seiner Visite in Mainz habe Mohammed Al Arifi eine Predigt zur Bedeutung gutnachbarschaftlicher Beziehungen gehalten, teilte der Vereinsvorstand am Dienstag in einem Offenen Brief mit. „An Ton und Botschaft der Predigt konnten wir keine bedenklichen Inhalte erkennen“, heißt es in dem Text. „Von anderswo geäußerten Ansichten des Predigers, die sich gegen religiöse Toleranz und die Würde des Menschen richten, möchten wir uns jedoch klar und unmissverständlich distanzieren.“

Bitte um Entschuldigung

Der bekannte Fernsehprediger sei eingeladen worden, ohne dass die „Gesamtheit seiner Ansichten“ bekannt gewesen sei, heißt es in dem vom Vereinsvorsitzenden Abdullatif Hussein unterzeichneten Brief. Zugleich bitte der Verein die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Irene Alt (Grüne) wegen der entstandenen „Unannehmlichkeiten“ um Entschuldigung. Die Ministerin begrüßte in einer Pressemitteilung die Reaktion des Vereins auf die Kritik an dem fundamentalistischen Gast.
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Es ist natürlich total glaubwürdig, wenn ein Islamverein einen islamistischen Hassprediger einlädt und nichts über seine Meinung kennt. Das ist etwas so, als würde die katholische Dorfkirche die Piusbrüder einladen und erwarten, dass die einen Vortrag zu den Vorzügen einer Abtreibung gegenüber eines Kondoms halten. Klar, dass bei dem Islamverein alles mit einer Entschuldigung erledigt sein muss, auch Irene Alt von den Grünen ist ja dieser Meinung, also: Schwamm drüber. Der Entzug der öffentlichen Unterstützung stand ja eh nie zur Debatte und es ist auch ganz normal, dass man einen Verein „Arab-Nil-Rhein-Verein“ nennt, also erst einmal „Arab(ien)“, dann der „Nil“ und zum Schluss der „Rhein“. Da sieht man gleich, welche Wertigkeiten dieser Verein doch setzt und alle Mitglieder sind ganz bestimmt in Deutschland angekommen.

Jedenfalls stört es keinen mehr, dass da ein Hassprediger mit Kindern in Kontakt kam. Was er genau gepredigt hat, welchen Wortlaut, und was er den Kindern auf den Weg mitgegeben hat, ist nicht bekannt.

Jetzt kommen wir zu dem Vorfall in der Nacht von Freitag zu Samstag. Da haben ein paar (vermutlich zwei) Unbekannte ein paar Plakate aufgehängt, die das Bild einer misshandelten Afghanin mit abgeschnittener Nase zeigen und etwas Kunstblut verschüttet. Heinrich Böll hätte das wohl, wie in seinem Buch „Ende einer Dienstfahrt“, als Happening bezeichnet und in die Rubrik „Kunstwerke“ verwiesen. Nicht aber so seine Jünger, die jetzt Rheinland-Pfalz regieren und dem schönen, immer etwas revolutionären, Land ihre Meinung aufdrücken.

In den SWR-Nachrichten geht es dann gleich so los:

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Innenminister Roger Lewentz (SPD) verurteilte die Tat: „Jede Form von Gewalt ist inakzeptabel und bedroht das friedliche Miteinander der Religionen in unserem Land. Deswegen gilt: Null Toleranz gegenüber Intoleranz.“ Der Verein habe eine wichtige Rolle im Dialog mit den Muslimen in der Stadt Mainz. „Wir können nicht hinnehmen, dass die Integrationsbemühungen durch islamfeindliche Attacken konterkariert werden.“
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Oder auch wie eingangs im WELT-Artikel beschrieben.

„Null Toleranz gegenüber Intoleranz“? Das klingt doch schon mal gut und das kann man glatt unterschreiben. Allerdings ist zu bezweifeln, dass der Innenminister diesen Satz genauso versteht wie ich. Bei ihm kommt es wohl eher darauf an, wer der Intolerante ist, während bei mir alle Intoleranten keinerlei Toleranz verdienen.

Natürlich sollte man sich gegenseitig in Ruhe lassen und eine „Sachbeschädigung“ wie Beschmieren mit Kunstblut ist ärgerlich. Allerdings kann das mit einem Eimer Wasser wieder weggespült werden, das ist ja schließlich keine haftende Farbe und zum leichten Entfernen konzipiert. Und die Plakate abhängen, zehn sollen es gewesen sein, dauert dann nochmal fünf Minuten. Somit hält sich der Schaden im ein- bis (niedrigen) zweistelligen Euro-Bereich. Wie ist es aber einzuordnen, wenn mein Kind mit einem Hassprediger in Kontakt kommt und sich islamisch indoktrinieren lassen muss? Gerade Kinder kann man mit der Salafisten-Ideologie gewaltig schaden und verängstigen, wenn nicht sogar gegen die Eltern aufhetzen.

Hoffentlich werden die blutrünstigen Attentäter recht bald geschnappt und nach Karlsruhe überführt, wo sich dann der Bundesanwalt mit ihnen beschäftigt und als Strafe Lebenslänglich mit anschließender Sicherungsverwahrung auf sie wartet.

(Foto oben: Helfer Dhimmis beseitigen das künstliche Blut auf dem Gelände des Arab-Nil-Rhein-Vereins)