Ex-DFB-Sicherheitsmann: Kritik an Katar ist eine „Form der Fremdenfeindlichkeit“!

katar-2Das reichste Land der Welt scheint wirklich viel schmierige Ölkohle zu investieren, um Kritik an seiner Sklavenhaltung und Terrorfinanzierung zu unterbinden. Helmut Spahn, seit 2011 Direktor des „Zentrums für Sport-Sicherheit“ in Katar (rechts neben ihm Mohammed Hanzab, dessen Präsident), schießt nun in der Verharmlosung dieses Unrechtsstaates den Vogel ab: Er bezeichnet Kritik an den menschenverachtenden Zuständen auf den WM-Baustellen in Katar allen Ernstes als „Form der Fremdenfeindlichkeit“. Es gilt wohl auch hier die alte Regel: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“. Dazu kommt die übliche Totschlagskeule: Wer Moslems kritisiert, muss ein übler Rassist sein.

(Von Michael Stürzenberger)

Im Interview mit Welt online verharmlost er das Sklavenhaltersystem „Kafala“, wegen dem der französische Fußballprofi Zahir Belounis eineinhalb Jahre in Katar eingesperrt war und kein Geld erhielt:

Dass in Katar das Kafala-System existiert, hat historische Gründe. 80 Prozent der Menschen dort sind Ausländer. Es ist schwierig für ein Land mit weniger als 300.000 Einheimischen, die Ein- und Ausreise von so vielen Ausländern staatlich zu regeln. Daher wurde dieses System eingeführt. Aber ich bin mir sicher, dass es hier Modifikationen geben wird.

„Modifikationen“ eines Sklavenhaltersystems? Dass dann statt der 700 bisher elend verreckten Arbeitssklaven auf den WM-Baustellen nur noch 650 ins Gras beißen, oder wie? Bis zur WM 2022 werden 4000 Todesopfer erwartet, aber das scheint den deutschen Funktionär nicht zu jucken. Denn er ist in Katar sehr gut im Geschäft: Das Unternehmen, von dem er seine Kohle bekommt, ist für die Sicherheit der beiden Fußball-Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar zuständig, außerdem soll es auch für die WM 2014 in Brasilien im Gespräch sein. Die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 sowie die Sommerspiele 2016 in Brasilien wird es organisatorisch begleiten. Mit dem DFB und dem Handball-Weltverband IHF seien bereits feste Abkommen über die Ausrichtung verschiedener Turniere geschlossen worden, wie der SPIEGEL berichtet. Spahn gibt sich nun aus naheliegenden Gründen alle erdenkliche Mühe, Katar entgegen der Realität in Schutz zu nehmen:

Man muss an dieser Stelle aufpassen, wen man kritisiert. Das katarische Arbeitsrecht entspricht nahezu den westeuropäischen Standards. Es ist zum Beispiel strikt verboten, Arbeitnehmer nicht ausreisen zu lassen oder sie auf Baustellen im Freien in der Mittagshitze arbeiten zu lassen. Der Staat muss sich also um die Kontrolle, das Aufdecken und die Ahndung von Missständen kümmern. Eine generelle pauschale Ausbeutung von Arbeitnehmern sehe ich in Katar nicht.

Pufftää – wolle mern reilasse? Ob Spahn das selber glaubt, was er da verzapft? Was möglicherweise in irgendwelchen Bestimmungen steht und was in Katar real passiert, steht ganz offensichtlich auf zwei verschiedenen Blättern. Helmut Spahn arbeitete früher beim DFB und war unter anderem für die Sicherheit der Fußball-WM 2006 in Deutschland zuständig. Da muss er mitbekommen haben, dass ein Moslem die Allianz Arena in München für einen Anschlag ausspähte und noch weiterer Islamterror geplant war. Wie er den Spagat hinbekommt, nun für ein Land zu arbeiten, das überall auf der Welt islamische Terrorbanden wie Al-Qaida, Taliban und Hamas massiv finanziert, bleibt sein Geheimnis. Und jetzt kommt der Brüller des Tages:

Ich kann es manchmal nicht mehr hören. Wenn ich alles, was anders ist als zu Hause, ablehne, dann ist das auch eine Form von Fremdenfeindlichkeit. Katar ist nicht Deutschland oder Frankreich, man muss auch mal andere Länder, Kulturen, Religionen und Lebensformen respektieren. Wenn ich dann höre, wie Michael Sommer Katar kritisiert, kann ich mich nur wundern. Vor zwei, drei Jahren hat es ihn auch nicht interessiert, wie es den Arbeitern in Katar geht. Weil es jetzt aber en vogue ist, Katar zu kritisieren, meldet auch er sich zu Wort.

Die Profiteure Katars beeilen sich in willfährigen Erklärungen: Bayern Münchens Ehrenpräsident Beckenbauer hat in Katar beim besten Willen „keine Sklaven“ gesehen, Bayerns Vorstandsvorsitzender Rummenigge mahnt, die WM dort unbedingt durchzuziehen, während er mit zwei goldenen Rolex-Uhren aus Katar am Münchner Flughafen erwischt wird, und Bayerntrainer Guardiola mochte sich nicht für den französischen Profifzußballer einsetzen, der in Katar eineinhalb Jahre lang festgesetzt wurde. Nun, Katar sponserte seinen früheren Verein FC Barcelona, und Guardiola war im Prominenten-Unterstützerkreis für die WM-Bewerbung Katars. Dieser arabisch-islamische Schariastaat scheint wirklich ganz hervorragend zu zahlen und enorm viel Einfluß zu besitzen..