DEMO FÜR ALLE: Großer Bild- und Video-Bericht

dfaaufAm vergangenen Sonntag, 21 Juni  fand in Stuttgart die bisher 7. Demo gegen Frühsexualisierung, Gender-Ideologie und die grün-roten Bildungspläne statt. Zum 5. Mal wurde der Protest offiziell von DEMO FÜR ALLE angeführt, unter deren Dach sich Familienverbände, politische Gruppierungen und Initiativen versammelt haben. Ein neuer Schwerpunkt wurde zudem auf den Erhalt von Ehe und Familie gesetzt.

(Von PI-Stuttgart)

Durch die Veranstaltung führte Hedwig Freifrau v. Beverfoerde, die zugleich Anmelderin und auch Sprecherin der Initiative Familienschutz ist. Bis 14.00 Uhr füllte sich der Schillerplatz vor dem Alten Schloss zum ersten Mal vollständig. Durch so gennannte Zähltore wurde später festgestellt, dass sich eine Rekordteilnehmerzahl von 4603 Personen versammelt hatte (PI berichtete). Die folgenden drei Bilder zeigen von links nach rechts den gut gefüllten Schillerplatz.

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Gleich zu Anfang gab es vereinzelt Störaktionen der Antifa. Äußerst aggressiv provozierte ein doch eher schmächtiger und sich selbstüberschätzender Linksradikaler, eine Gruppe junger Männer im abgesperrten Kundgebungsbereich. In einer Stofftasche hatte er zudem eine Antifa-Flagge dabei, die er auch kurz auspackte nachdem seine „Kontaktaufnahme“ gescheitert war. Lange hatte er nicht das Vergnügen, da die Polizei zügig eingriff und ihn mit dem nötigen Nachdruck entfernte.

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Um auf das Kundgebungsgelände zukommen hielt die Polizei einen Korridor frei durch den die vielen Menschen sicher zur Veranstaltung gelangen konnten. Die etwa zwei- bis dreihundert Gegendemonstranten lärmten wie gewohnt hinter den Absperrgittern.

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Davon weitestgehend unbeeindruckt startete die Kundgebung auf dem Schillerplatz, umrahmt von Stiftskirche und Altem Schloss. Als erster Redner trat Christoph Scharnweber – Vorsitzender EAK der CDU Heilbronn, ans Mikrofon.

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Er trug seinen Protest unter anderem in Form eines Gedichtes vor.

In unserem Ländle herrscht grün-rot
Und führt die Schulen in die Not.
Der Kultusminister experimentiert herum
Und hält das Volk für gänzlich dumm
Aber jetzt ist Schluß mit Schulreform,
Lehrer und Schüler ärgern sich enorm
Die Eltern sind ganz aufgebracht
Was wird da für ein Mist gemacht?

In Stuttgarts hohen Ministerien
Geht ?s zu wie in den Fernsehserien
Der Stoch und auch die Altepeter
Schaffen im Land einen Riesengezetter.

Hinter verschlossenen Türen arbeiten sie schnell
Hauptsache alles ist “sexuell”
Möglichst in allen Varianten
Und ohne Hemmungen und Schranken.
Wer unsere Kinder Schwachsinn lehrt
Ist unsere Wählerstimme nicht wert.

Wer so regiert, erntet den Hohn
Und muß bald in die Opposition
Der vorgelegte Vielfaltsplan,
zeugt nicht von Geist, sondern von Wahn
Wer alle umerziehen will,
verfehlt den Auftrag und das Ziel

Deswegen wehren wir uns laut:
Schluß mit einem Bildungs-
und Aktionsplan, der unsere Zukunft verbaut.

Dann sprach Dr. Malte Kaufmann – Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der CDU Rhein-Neckar. Er rief die verantwortlichen Politiker dazu auf, „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ zu streichen und stattdessen der Ehe zwischen Mann und Frau den ihren gebührenden verfassungsmäßigen Rang und Schutz einzuräumen.

Dr. Thomas Jahn vom konservativen Aufbruch der CSU, der seit kurzem neuer Bündnispartner der DEMO FÜR ALLE ist, nahm in seiner Rede vor allem die Bildungsplanreform der Landesregierung ins Visier: „Wir dürfen nicht zulassen, dass diese grün-rote Regierung Kinder ideologisch für irgendwelche verrückten Gender-Experimente missbraucht.“

Während des Auftritts tauchten linksradikale und vermutlich homosexuelle Störer auf, schwenkten die Regenbogenfahne, schmissen Konfetti und störten zusätzlich durch Trillern und Schreien (im folgenden Video ab Min. 1:20).

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Frau Beverfoerde verlas im Anschluss ein Grußwort von Weihbischof Thomas Maria Renz – Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Als nächste sprachen zwei Studentinnen – Hedwig Hageböck und Franziska Rüsch.

Die 19jährige Lehramtsstudentin Hedwig Hageböck und ihre Freundin Franziska Rüsch machten in ihrem Beitrag deutlich, dass es mit ihnen keine Indoktrination in der Schule geben werde: „Wir sind eine tolerante Generation. Aber eine Gehirnwäsche, wie der Bildungsplan sie von uns fordert, werden wir niemals akzeptieren!“

Der Sprecher vom Landesfachausschuss Familie und Demographie, des baden-württembergischen Landesverbands der „Alternative für Deutschland“ (AfD), Lukas Kuhs aus Stuttgart (Foto), forderte eine Bildungspolitik, die die Erziehungsleistung der Eltern wertschätzt und ihre Wünsche respektiert.

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Christoph Scharnweber verlass ein Grußwort seiner beiden Parteikollegen, des CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Dörflinger und Thomas Bareiß. Diese verurteilten darin das Ansinnen der grün-roten Landesregierung, den Menschen vorschreiben zu wollen, „wie wir zu leben und wie wir unsere Kinder zu erziehen haben.“ Auch die sog. „Ehe für Alle“, die anlässlich der aktuellen Debatte erstmals ebenfalls im Zentrum der Demo stand, kritisierten die beiden und machten deutlich, daß es hierbei „im Kern nicht um Gleichstellung geht, sondern am Ende des Tages um die Abschaffung der Ehe.“

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Jérôme Brunet von der französischen Protestbewegung La Manif Pour Tous beschrieb in seiner Rede die Entwicklungen zum Gesetz der “Ehe für alle” in Frankreich und rief den Menschen in Stuttgart zu: „Lassen Sie nicht zu, dass hier eine Entwicklung losgetreten wird, die teuflische Folgen haben kann!“. Übersetzt wurde er von Kerstin Kramer.

Frau Beverfoerde stellte im Anschluss an die Rede von Brunet, die Petition „Ehe bleibt Ehe“ vor. Unterschriftenlisten zum herunterladen und ausdrucken gibt es hier.

Online gibt es hier die Möglichkeit die Petition zu unterzeichnen.

Zum Schluss sprachen Heinz Veigel, Sprecher des aus der Petitionsinitiative um Gabriel Stängle hervorgegangenen Vereins Zukunft-Verantwortung-Leben e.V. und die Bundesvorsitzende des neugegründeten Bündnis C, Karin Heepen aus Erfurt. Die Vorsitzende der christlichen Kleinpartei nannte das Vorgehen der Landesregierung „Gesinnungsdiktatur“, wie sie in der früheren DDR praktiziert worden sei. Es gehöre zum Programm totalitärer Systeme, so früh wie möglich nach den Kindern zu greifen und zu versuchen, die Autorität der Eltern auszuschalten. Andersdenkende würden diffamiert sowie Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit beschnitten. Kinder brauchten keinen Unterricht über alle möglichen Formen von Sexualität, sondern heile Familien. Die Jugend sollte in Ehrfurcht vor Gott erzogen werden und nicht in Ehrfurcht vor einer Gender-Lobby.

Im Anschluss an die Kundgebung bewegte sich ein nicht enden wollender Zug von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und aller Altersklassen, darunter viele Familien mit ihren Kindern, durch Stuttgart.

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Der Demozug startete am Schillerplatz, ging über den Charlottenplatz, dann an der Staatsgallerie vorbei, machte einen Bogen zurück in Richtung Parlament und zog dann schließlich bis vors Stuttgarter Staatstheater.

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Im unten folgenden Video sind ab Minute 3:07 Störaktionen der Linksradikalen zu sehen. Bei Minute 4:15 scheitert ein Durchbruchversuch der Antifa. Die Polizei hält erfolgreich dagegen.

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Ab Minute 9:16 stehen Gegendemonstranten im Wasser, spritzen Demoteilnehmer nass und skandieren ihrem Niveau entsprechende Parolen.

Natürlich brachten auch bei der neusten Auflage der DEMO FÜR ALLE viele wieder selbst gestaltete Banner mit. Aber auch der Veranstalter stellte sich auf die aktuellen Entwicklungen ein und druckte entsprechende Plakate. Hier eine Auswahl:

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Zur Abschlusskundgebung sammelten sich dann die knapp 5000 Menschen an den Treppen des Staatstheaters. Gemeinsamen ließ man rosa und blaue Luftballons in den Himmel aufsteigen. Dieses Mal mit einer Karte versehen.

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Adressiert an Ministerpräsident Kretschmann, damit auch er in Zukunft daran erinnert werden wird, dass über die Köpfe der Menschen hinweg, auch in Baden-Württemberg, nicht weiter regiert werden darf. Bevor alles auseinander strömte, skandierte die Menge „Wir kommen wieder!“. Wenn jeder zur nächsten DEMO FÜR ALLE am 11. Oktober noch ein bis zwei Personen mitbringt, können es das nächste Mal schon 10.000 sein. Menschen, die ein Umdenken in der Bevölkerung und auch vielleicht bei dem ein oder anderen Verantwortlichen, mit anstoßen werden.

Demo für alle in der Presse

Einen kurzen Blick wollen wir auch auf die Presseberichtserstattung werfen. Eins vorne weg. Hinsichtlich der Nennung der Teilnehmerzahlen ist Positives zu vermelden. Die meisten Medien verlautbarten die Zahl 4000. Damit werden zwar immer noch über 600 Personen unterschlagen, das ist im Verhältnis zu früher, als häufig mehr als die Hälfte im Nirvana verschwand, dann doch als eine deutliche Verbesserung anzusehen. Nichts desto trotz, gab es aber auch dieses Mal einige kräftige Ausreißer. Die Nürnberger Zeitung schrieb von nur 2500 Teilnehmern bei der Demo in Stuttgart.

Die Ausgabe der Bild-Stuttgart schoss sprichwörtlich den Vogel ab und liegt damit auf dem letzten Platz. Sie schrieb allen Ernstes in Zusammenhang mit DEMO FÜR ALLE „hunderte Menschen“. Das damit nicht versehentlich die 200 bis 300 Gegendemonstranten gemeint waren, erschließt sich anhand des Textes eindeutig.

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Platz 1 im Ranking und fast mit den Zahlen des Veranstalters gleich auf, ist die Wochenzeitung „Junge Freiheit„. Sie spricht von mehr als 4500 Teilnehmern.

Tendenziöse bis diffamierende Berichterstattung in den Medien

Positiv: Stuttgarter Nachrichten und die Stuttgarter Zeitung führten die von der Polizei ausgegeben Zahl von 4000 Teilnehmern an. Die Stuttgarter Nachrichten setzte die Demo auf Seite 1 mit Titelbild.

Negativ: Im Innenteil wurde dann in gewohnter Weise, vom regelmäßig auf die DEMO FÜR ALLE angesetzten, sehr linkslastig ausgerichteten Redakteur, Sascha Maier, ein entsprechend gefärbter Artikel verfasst. Was nicht verwundert, da Maier positiv zu Marx und Sartre steht. Er zitiert in seinem Artikel Bürger, deren Aussagen seinem Gusto entsprechen. Damit versucht er den Eindruck zu erwecken, die Mehrheit würde so denken. Ein nicht nur für diesen Journalisten übliches „Stilmittel“. Auch werden bei den Gegendemonstranten bewusst Menschen als Interviewpartner herausgesucht, die als Sympathieträger, die Mehrheit der Leser positiv ansprechen sollen. Bei der Auswahl der Demoteilnehmer als Interviewpartner, wird von ihm natürlich gegenteilig verfahren. Trotz allem äußern sich Leserbriefschreiber in der Region Stuttgart regelmäßig und in absoluter Überzahl, kritisch zu Gender. Anhand des Artikels kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie Maier arbeitet. Man beachte besonders die an der Seite befindliche „Umfrage“:

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Nicht nur tendenziös sondern verleumderisch war die Reportage in der SWR-Landesschau. Die inhaltliche Position der Demonstranten stellt Redakteur Christian Susanka gleich zu Beginn falsch dar. Die Demo richte sich gegen die Gleichstellung von Homo- und Transsexuellen. Tatsächlich wurde aber für den Erhalt von Ehe und Familie und den Schutz der Kinder vor Sexualisierung und Gender-Ideologie demonstriert. Zudem wird Mario Kleinschmidt einem Vertreter des Aktionsbündnisses „Gegen rechte Bildungsdemos“ eine Plattform geboten, wo er vor der Kamera behaupten darf, die DEMO FÜR ALLE würde aus „neonazistischen Kreisen“ bestehen. Desweiteren wird der DEMO FÜR ALLE unterstellt, sie würde unter einem „Deckmantel“ daher kommen, um „rechte Demos in Stuttgart durchzuführen“.

Wer eine Beschwerde an den Rundfunkrat schreiben will kann das hier tun. Anders als mit der Nazikeule scheint sich der grün-rot gefärbte Staatsfunk nicht mehr wehren zu können. Ein sicheres Zeichen dafür, dass die Argumente auf Seiten von DEMO FÜR ALLE liegen.

Bis 11. Oktober, zur nächsten DEMO FÜR ALLE in Stuttgart! Damit sich was ändert und das bleibt was gut ist!