Jäger lächerlich: Glöckchen gegen Raubbanden

ralf_jaegerRund 55.000 Taschdiebstahlsdelikte wurden im vergangenen Jahr in NRW registriert. Ein Großteil davon geht auf das Konto von Zigeunern (polit. korrekt: dringend benötigte Fachkräfte aus Osteuropa). Dagegen muss man etwas tun. Vom dafür verantwortlichen Innenminister Ralf Jäger (SPD, Foto) ist aber wie immer nichts Sinnvolles zu erwarten. Diesmal allerdings sollen die Maßnahmen wohl auch noch die Arbeit seiner Beamten zum Kabarett verkommen lassen. Anlässlich einer seit Montag laufenden „Aktionswoche gegen Taschendiebstahl“ werden die Bürger in Dortmund mit Glöckchen ausgestattet und können nun bimmelnd wie Pfingstochsen durch die Stadt laufen. So schützt NRW seine Bürger.

(Von L.S.Gabriel)

Unter dem Motto „Augen auf und Tasche zu“ wird die Polizei Dortmund im Zuge einer Präventionskampagne die Bürger über die Vorgehensweise der Taschendiebe aufklären. Dafür wird es Infostände geben, Broschüren werden verteilt und die Bürger werden mit Glöckchen „bewaffnet“:

Die Polizei zur Aktion:

Neben Infomaterial haben sie besondere Präsente für die Passantinnen und Passanten dabei: So genannte Alarm-Glöckchen sollen beim Schutz vor Taschendieben helfen. Sie werden beispielsweise am Reißverschluss der Handtasche befestigt. Versucht ein Fremder, diesen zu öffnen, macht ihr Geräusch sofort darauf aufmerksam. Zusätzlich verlost die Polizei einige der Glöckchen auf ihrem Facebook-Auftritt.

Am Donnerstag (1. September) unterstützen Vertreter des Kommissariats für Vorbeugung außerdem zwischen 13 und 16 Uhr einen Infostand des Weißen Rings an der Metro, Brackeler Straße.

Ziel der Aktionswoche ist es, Dortmunderinnen und Dortmunder im Kampf gegen Langfinger fit zu machen!

Dann gibt es auch noch ein besonderes Angebot:

Hinweis für Medienvertreter: Um das Thema Taschendiebstahl in die Öffentlichkeit zu tragen, benötigen wir Ihre tatkräftige Unterstützung! Deshalb bietet Ihnen die Pressestelle der Polizei Dortmund folgende Möglichkeiten der Begleitung der Aktionswoche: Begleiten Sie eine unserer Präventionsstreifen am Mittwoch (31.) bei ihrem Rundgang durch die Innenstadt. Finden Sie mit dem Beamten-Team Personen, die Taschendieben durch offene Taschen oder offen herumliegende Wertgegenstände Tatgelegenheiten bieten. Gemeinsam sprechen wir diese an, weisen sie auf die Gefahren durch Taschendiebe hin und versorgen sie mit den so genannten Alarm-Glöckchen.

Offenbar sollen nun Journalisten der unterbesetzten Polizei bei der Arbeit helfen. So bleiben sie aber wenigstens für ein paar Stunden von ihren Schreibtischen fern und Deutschland wird um einige Zeilen weniger belogen.

Die Polizei hat die Hoffnung, die Glöckchen würden eine Art Schulangst in den Raubnomaden auslösen, schließlich werden diese ja genau mit solchen Glöckchen ausgebildet. Nur wer klauen kann, ohne dass es läutet bekommt vom Lehrmeister ein Sternchen ins Räuberhandbuch.

Nun ist es bestimmt kein Fehler die Menschen über die wie Heuschrecken über uns herfallenden Banden aufzuklären. Sinnvoller als alberne Glöckchen zum „Selbstschutz“ für die weitgehend auf sich gestellten Bürger, wären aber Handschellen und schwedische Gardinen für die Täter. Dafür hat die zahnlose Jägertruppe aber keine Zeit, sie muss ja mit der Journaille Handtaschen schließen in der Fussgängerzone.