Die Nazis von Neuss

Stellen wir uns für einen Moment vor, Reiner Breuer, Bürgermeister von Neuss, würde nicht heute leben, sondern hätte in der Nazizeit gelebt, vor 80 Jahren. Was wäre da wohl anders gewesen für ihn als Bürgermeister, für seine Parteifreunde, für seine Stadt? Vermutlich nicht viel und man darf sich das auch nicht zu dramatisch vorstellen.

Breuer würde als Erster Nationalsozialist von Neuss artig seine repräsentativen Aufgaben wahrnehmen, Empfänge geben und für ein sauberes Neuss werben. Bei Parteiveranstaltungen würde er sich unters Volk mischen und würde auch am Stand der Hitlerjugend kurz anhalten. „Was habt ihr denn da Schönes aufgebaut?“, wäre seine Frage an das Jungvolk.

„Dosenwerfen, Herr Oberbürgermeister!“. Ein Dosenwerfen mit Köpfen auf den Dosen. Köpfe von internationalen Juden des internationalen Judentums. Französische Juden darunter und holländische und auch der amerikanische Präsident, ebenfalls ein Jude. Die Judenköpfe sind zu einer Pyramide aufgebaut und sollen jetzt mit einem harten Ball umgeschmissen werden. Wer die meisten Juden getroffen hat, hat gewonnen. Voll der Spaß:

Bürgermeister Breuer zeigt sich vergnügt, sagt, dass er schon geworfen habe. Die Ratsherren Vandenfuhr und Ziege werfen nach ihm gegen den „Juden Roosevelt“, dann tritt der hauptamtliche Geschäftsführer der NSDAP und Arno-Jansen-Wahlkampfmanager, Jascha Huschauer, in Aktion. Großes Gelächter, die NSDAPler kichern ausgelassen.

Nur wenige Änderungen im Zitat und man ist wieder im heutigen Deutschland angekommen. Allerdings endet hier und heute die Ähnlichkeit mit der Nazizeit – nicht. So wie damals spielten die Kleinen, was die etwas Größeren von der SA (sie heißen heute bekanntlich „Antifa“) dann im „Abenteuerspiel“ richtig ausprobieren durften: Richtige Steine auf richtige Juden „Rechtspopulisten“ werfen, ihnen ihre Gefährte anzünden, Jauche oder Farbe in die Küche schmeißen, bei Gaststätten die Scheiben „kristallisieren“, wenn sie den Juden „Rechtspopulisten“ einen Versammlungsraum zur Verfügung stellen. Dabei würde der Bürgermeister natürlich nicht mitmachen, andere würden das übernehmen, und er selbst würde schweigen und seine Hände in Unschuld waschen.

Wie macht man einem Idioten klar, dass er ein Idiot ist und einem Nazi, dass er ein Nazi ist? Beide Gruppen sind zu Selbsterkenntnis nicht in der Lage. Die Sozialdemokraten von Neuss erkennen nicht die strukturellen Ähnlichkeiten zwischen sich und ihren Vorbildern, den Nazis von Neuss; zu sehr gehen sie darin auf.

Sie glauben sich im Recht, weil doch alle oder die meisten so denken und handeln, wie sollte das denn falsch sein? Und es ist doch für eine gute Sache, für die tolerante bunte weltoffene Gesellschaft. Und die, die dort heute attackiert werden, haben sie es nicht verdient durch ihre Intoleranz und Weltverschlossenheit?

So denken sie und keiner widerspricht. In so einem Land wie unserem kommt Kritik nie aus den eigenen Reihen, erst Recht nicht, wenn es die der faschistoiden SPD sind. Sie sehen nicht, was sie tun. Nur jene, die weltoffen genug sind, sich mit Amerikanern oder anderen Ausländern auszutauschen, schaffen es, gegen den deutschen Wahn ein Wort des Einwandes zu finden:

Thomas Schommers, Chef der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft […] ist schockiert: „Man muss den amerikanischen Präsidenten nicht mögen, aber er ist demokratisch gewählt.

Ich finde es unfassbar, dass Reiner Breuer in seiner Funktion als Bürgermeister einer deutschen Großstadt ihn öffentlich als Nazi bezeichnen lässt und beim Dosenwerfen seiner Partei auf den ‚Nazi Trump’ mitmacht.

Es macht mich traurig und nachdenklich, wenn Träger von öffentlichen Ämtern anwesend sind und dies durch ihr Verhalten gutheißen. Richtig wäre gewesen hier Courage zu zeigen und den Verantwortlichen der eigenen Partei klar und deutlich zu sagen, dass so etwas nicht geht! Alle Betroffenen sollten darüber nachdenken, ob die ihre Ämter nicht zur Verfügung stellen“, so Thomas Schommers, dem ein Video über den Vorfall in der Neusser Innenstadt vorliegt.

Die Fraktionschefin der CDU geht noch einen Schritt weiter und verweist auf 38 amerikanische Unternehmen, die in Neuss den Menschen Arbeit und Brot geben. Wer sich so über Menschen anderer Nationen lustig macht, wie es die unsäglich primitiven SPDler aus Neuss tun, oder mit seinem fehlenden Respekt für demokratische Entscheidungen seine politische Einstellung offenbart, riskiert auch, dass sich (demokratisch gesinnte) Ausländer in Deutschland oder zumindest in Neuss nicht mehr wohl fühlen und die Stadt in Zukunft meiden werden. Hätte Breuer Verstand, würde er das erkennen, hätte er dazu noch Anstand, würde er seiner Stadt einen wirklichen Dienst erweisen und jetzt zurücktreten.

Kontakt:

Bürgermeister Reiner Breuer (SPD)
Markt 2
41460 Neuss
Tel.: 02131-902019
E-Mail: buergermeister@stadt.neuss.de