Die Angst vor wirtschaftlicher Rezession wächst

Konjunktur-Alarm: Deutschland bald jenseits von Eden?

Von PLUTO | Schlittert Deutschland mitsamt Europa geradewegs in eine Rezession? „Die Angst vor der Rezession erfasst Europa“, titelt die WeLT. Auch der mediale Mainstream schlägt unisono Alarm und hat schon einen passenden Sündenbock gefunden: das rechte Italien.

Die Schlagzeilen lesen sich bedrohlich wie Greta Thunbergs Klimaprognosen, nur mit realistischerem Anspruch:

  • „Die Konjunktur erwartet deutliche Abkühlung“, warnt das Handelsblatt als wirtschaftliches Pflichtblatt in Deutschland.
  • „Wachstum Europa: Konjunktur schwächt sich deutlich ab“, schreibt das Industriemagazin.
  • „Europas Wirtschaft stottert“, sorgt sich die FAZ.
  • Spiegel online feuert gleich eine ganze Batterie von Negativmeldungen ab: „Wirtschaftsstimmung in der Eurozone verschlechtert sich rapide“,  „EU-Kommission erwartet weit schwächeres Wachstum in diesem Jahr“, „Sorge um Konjunktur: Deutsche Industrie meldet überraschend Minus beim Auftragseingang“
  • „Wirtschaft sieht Geschäftslage kritisch“, schönt die Alpen-Prawda politisch korrekt. Und kommt aber nicht darum herum, dass es selbst aus dem Hause Merkel-Altmaier gefährlich dräut:
  • Wirtschaftsministerium Bundesregierung senkt Wachstumsprognose 2019 deutlich

Heil hilft SPD auf die Sprünge

Was ist los? Sollen die Deutschen nach einer sensationell langen wirtschaftlichen Hochphase auf schlechte(re) Zeiten eingeschworen werden? Dabei gibt die Regierung doch noch das Geld mit vollen Händen aus, als gäbe es kein Morgen. Arbeitsminister Hubertus Heil will seiner SPD mit Sprungrenten von über 400 Euro auf die Sprünge helfen, macht zusammen etwas „im einstelligen mittleren Milliardenbereich“, also so um die 6,5 Milliarden Mehrkosten pro Jahr.

Wenn der grüne Heiland Robert Habeck an die Macht käme, würde sogar die bedingungslose Grundrente eingeführt. Hartzen ohne Arbeitspflicht, hieße die schöne grün-bunte Welt von morgen. Und ab 2030 sollen nur noch Elektroautos neu zugelassen werden. Ungewiss, woher das ganze Geld herkommen soll, schon gar nicht, wenn`s mit Deutschland und Europa bergab geht.

Noch nie hatte eine Regierung so viel Kohle im Haushalt wie die GroKo, nämlich 1,4 Billionen für 4 Jahre, und trotzdem fehlen Wirtschaftsminister Olaf Scholz (SPD) 25 Milliarden bis 2023, schimpft selbst die Bild. Die „GroKo-Kohle“ ging und geht unter anderem für 21,4 Mrd. Euro für Flüchtlinge und 174 Mrd. an Sozialleistungen drauf. Dazu ein aufgeblähter Beamtenapparat von 20.000 zusätzlichen Stellen in zwei Jahren. Und dann kommt noch trotz fehlender „Kohle“ der beschlossene Kohleausstieg….

Die bösen Buben des Niedergangs

Die Schuldigen für den prognostizierten wirtschaftlichen Niedergang sind schon ausgemacht, an den  Legenden (neudeutsch: Narrative) wird fleißig  gestrickt: Brexit, Handelskrieg, Diesel-Krise (Bild) heißen die bösen Buben im Spiel.

Und Italien, der rechte Bube. Von einer Rezession will die EU-Kommission laut Welt zwar noch nicht sprechen. Allerdings hat die Brüsseler Behörde ihre Prognosen für dieses Jahr deutlich reduziert. Statt der zuvor erwarteten Zuwachsrate von 1,9 Prozent im Euro-Raum rechnet die EU-Kommission für 2019 nur noch mit 1,3 Prozent Wachstum. Sorge bereite Brüssel dabei vor allem die Lage in den drei größten Volkswirtschaften der Währungsunion, allen voran beim „Sorgenkind Italien“, schreibt die Welt.

Es wird sich zeigen, ob die Deutschen auf Ex-Fraktionsführer Wolfgang Kauder (CDU)   und Heiko Maas (SPD) vertrauen können: „Es wird niemandem etwas weggenommen“, sagten diese weiland. Großes Indianerehrenwort!