2018 gab es 1652 Übergriffe – In Deutschland 62

Juden in Britannien im Fadenkreuz

VON CHEVROLET | Aus dem Polizeibericht: Am Morgen des 1. Juli ging ein etwa 40-jähriger Mann gegen 10 Uhr zu seiner Arbeitsstelle. Er war deutlich als orthodoxer Jude erkennbar.

Das rief einen 34-Jährigen auf den Plan, der den Mann plötzlich unvermittelt attackierte. Er beschimpfte ihn, bedrohte ihn mit einem Messer, den Kopf abschneiden zu wollen. Eine Kavalkade antisemitischer Beschimpfungen erlebte der Jude mit.

Er konnte unverletzt entkommen, wie der Angreifer auch, den die Polizei aber wenig später festnahm. Das Messer wurde sichergestellt. Das Opfer des antisemitischen Übergriffs war so stark traumatisiert, dass es an diesem Tag nicht zur Arbeit gehen konnte.

Soweit der Polizeibericht. Woher er stammt? Aus Deutschland natürlich, denn dort gab es im Jahr 2018 laut „Spiegel“ 62 antisemitische Straftaten. Damit stimmt das Bild wieder, das Bundesregierung, Politik und die getreuen Leitmedien zu vermitteln versuchen: Die bösen Deutschen wieder einmal.

Zurück zum Polizeibericht. Der stammt nicht aus Deutschland, sondern von der Tower Hamlets Metropolitan Police:

Tower Hamlets ist ein Londoner Stadtbezirk, östlich des Zentrums im East End. Nanu, Antisemitismus in Großbritannien? Das kann doch gar nicht sein, mag man als naiver Deutscher, oder besser als dumm gehaltener Deutscher denken. Doch, und die Zahlen im Königreich haben es in sich.

Der jüdische Community Security Trust (CST) teilte erst kürzlich mit, dass die Zahl der antisemitischen Zwischenfälle im Jahre 2018 mit 1652 einen neuen Höchststand erreicht habe. Drei Viertel der Zwischenfälle ereigneten sich demnach in den Großräumen London und Manchester, wobei die Zahlen in London im Vorjahr sogar um zwei Prozent anstiegen.

Interessant auch, dass sich der Zwischenfall im London Borough of Tower Hamlets ereignete. Der Stadtbezirk, in dem mehr als 300.000 Menschen leben, gilt als, einmal freundlich ausgedrückt, besonders multikulturell mit zahllosen Einwanderern aus Indien, Pakistan, Bangladesch und Somalia, also überwiegend moslemischen Ländern. Der Bezirk hat den höchsten Anteil an Moslems in ganz Großbritannien.

Aufgrund verschiedenster Vorfälle in der Vergangenheit wurde bereits von Politik und Medien vor der Islamisierung des Stadtteils und dem Einfluss fundamentalistischer Moslemgruppen gewarnt. Der renommierte „Daily Telegraph“ gar titelte: „Londoner Bezirk wird islamische Republik“.

Dennoch, bei allem erstaunten Blicken auf Großbritannien sollen die deutsche Zahlen hier nicht kleingeredet werden, jeder einzelne Übergriff auf jüdische Mitbürger, ob durch Bio-Deutsche, mit deutschem Pass versehene Personen oder Ausländer, ist einer zu viel.