1

Trotz Morddrohungen: Nassim Ben Iman in Kiel

Nassim Ben ImanWer vom Islam zum Christentum übertritt, lebt bekanntlich gefährlich. Trotzdem gibt es immer wieder Konvertiten, die sich in die Öffentlichkeit trauen und über die Gründe ihrer Konversion sprechen. Der prominenteste unter ihnen ist Nassim Ben Iman, Autor des Buches „Warum ich kein Terrorist geworden bin“. Am 19.11. hielt Ben Iman im Rahmen einer Veranstaltung der „SMD“ an der Universität Kiel einen viel beachteten Vortrag.

Die Kieler Nachrichten berichten (überraschend objektiv):

„Hut ab vor so viel Mut“, schwärmten die einen. „Schande über diesen Hetzer“, wetterten die anderen. Nassim Ben Iman polarisierte bei seinem Vortrag in Kiel in einer Art und Weise, die selten geworden ist in diesen Zeiten, in denen jeder alles und jeden zu verstehen scheint. Einer wie Nassim provoziert jedoch offensichtlich schon durch seine bloße Existenz.
Der freundliche kleine Mann mit der leisen Stimme ist von arabischer Herkunft, lebt in Deutschland, war dort nach eigenen Worten zeitweilig „an einem Punkt, wo ich Terrorist werden wollte“, trat schließlich vom Islam zum Christentum über und lässt heute als einer der schärfsten Kritiker seiner früheren Religion Muslime ebenso wie häufig auch Christen regelmäßig zusammenzucken.
Nicht anders war es im Audimax der Uni Kiel, wo Nassim Ben Iman auf Einladung der Studentenmission Deutschland vor nahezu 800 Zuhörern sprach und sich bereits nach den ersten Sätzen empörte Zwischenrufe aus dem Publikum einhandelte, in dem sich hartgesottene Atheisten ebenso wie überzeugte Christen und Muslime befanden. Dabei hob er immer wieder Versöhnliches hervor. „Es ist wichtig, einander die Hand zu reichen und Brücken zu schlagen“, betonte er, reklamierte aber gleichermaßen das Recht für sich, „auch kritische Fragen zu stellen.“ Auf der einen Seite die zahlreichen Muslime, die anständig, friedlich und tolerant leben. Auf der anderen Seite eine Religion, deren unmenschliche, unfriedliche und intolerante Elemente nicht zu leugnen sind. Auf diese Zuspitzung laufen Nassims Kernthesen hinaus. Und die haben viel mit persönlicher Erfahrung zu tun. „Das Mindeste, was passiert, ist der Bruch innerhalb der Familie“, beschrieb er das Schicksal, das ihm widerfuhr, nachdem er Christ geworden war. Morddrohungen seien an der Tagesordnung, fügte der Mann hinzu, der aus Sicherheitsgründen Alter, Herkunft und Wohnort geheim hält und sich bei öffentlichen Auftritten wie in Kiel von Leibwächtern schützen lässt. Was dabei selbst viele Muslime empört, die mit Gewalt rein gar nichts im Sinn haben, ist der Umstand, dass Nassim diese Bedrohungen nicht als Auswüchse religiösen Eifers betrachtet, sondern als logische Ableitungen aus dem Koran. Darin stehe schließlich klipp und klar, wie mit einem Abtrünnigen umzugehen sei: „Tötet ihn!“
„Ich wage zu behaupten, dass es keine Gewaltfreiheit und Religionsfreiheit im Islam gibt“, brachte Nassim Ben Iman seine Kritik auf den Punkt. Zudem zeichne sich diese Glaubensrichtung auch bezogen auf die einzelne Person durch Kälte und Unbarmherzigkeit aus, fordere mithin „nicht Hingabe, sondern Unterwerfung“. Das Gegenstück eines liebenden und verzeihenden Gottes habe er persönlich erst im Christentum gefunden, verkündete der Referent, für den die darin formulierte Feindesliebe den entscheidenden moralischen Unterschied macht.
„Heuchler“, schallte es ob solcher Worte aus den muslimischen Reihen im Publikum. Über „Hetze gegen den Islam“ schimpfte ein Besucher und ging vorzeitig unter Protest. Und ein wohlmeinender Christ äußerte am Ende die Vermutung, dass die Studentenmission einen solch provokanten Gast nicht noch einmal einladen werde. Nassim Ben Iman aber blieb standhaft und zitierte das im Grundgesetz verankerte Recht auf Religions- und Meinungsfreiheit: „Es muss einfach möglich sein, solche Dinge in Deutschland sagen zu dürfen.“

PI-Leser Claus-Christian Plaass war mit seiner Filmkamera vor Ort:

Deus Vult Caritatem schreibt:

Bei einem Islam-Vortrag des vorbildhaften „born-again“-Konvertiten und evangelikalen Missionars Nassim ben Iman (www.granum-sinapis.de) in der Kieler Uni kam es zu solch starken Störungen seitens muslimischer und gutmenschlicher Zuhörer, welche die Wahrheit über Christentum und Islam einfach nicht ertragen können, dass der Vortrag abgebrochen und der Referent unter Verfolgung und Bewurf ins Auto flüchten musste!

Zum Verlauf des Vortrags schickte uns Ben Iman folgende Stellungnahme:

Auf Grund verschiedener Reaktionen meiner Zuhörer vom Vortragsabend, möchte ich mich zum Verlauf des Abends und vor allem zum enttäuschenden Ende des Abends persönlich äußern.

In dem geplanten Vortrag war es beabsichtigt, den Islam mit dem Christentum zu vergleichen.
Es war auch Ziel, auf die verfassungsfeindlichen, antidemokratischen und antichristlichen Lehrinhalte des Islams hinzuweisen.

Des Weiteren beabsichtigte ich darüber zu sprechen, dass ich als Moslem davon überzeugt war,
für die Verteidigung des Islams mich persönlich auch mittels Terror einzubringen. Es ging mir ursprünglich darum zu berichten, wie ich eine Sinneswandlung erlebt habe vom Weg zum
Koordinator einer Terrorgruppe bzw. Selbstmordattentäter zum Glauben an den liebenden Gott des Friedens und seinem Sohn Jesus Christus.

Abschließend war geplant mit dem Veranstalter Fragen auszuwählen, die ich beantworten wollte,
bzw. die im Auditorium diskutiert werden sollten. Leider war der Verlauf des Abends völlig anders, als es geplant war. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatte ich Morddrohungen erhalten.
Ich musste davon ausgehen, dass Vertreter der Extremistenszene, die nach meinen Kenntnissen aus erster Quelle auch in Kiel strukturiert sind, an dem Abend auch anwesend sein würden.

Eine Gruppe verschiedenster Moslems hatte sich im Hörsaal direkt vor den Rednerpult gesetzt und haben offensichtlich von Beginn der Veranstaltung an nur das Ziel verfolgt zu stören, mich zu unterbrechen und ihr Möglichstes zu tun, mich daran zu hindern, die aus islamistischer Sicht unangenehmen Fakten öffentlich aufzuzeigen.

Neben den Zwischenrufen war von Anbeginn an der Versuch der Moslems durch Mimik und Gestik störend einzuwirken. Im anschließenden Diskussions- und Frageteil wusste ich aus Erfahrung, dass eine Diskussionsgrundlage nicht gegeben war, da es nicht darum ging, ehrliche Fragen zu stellen.

Die Moslems haben nicht die Möglichkeit wahrgenommen ihre Fragen schriftlich zu formulieren.
Deshalb konnte ich bei der Auswahl der Fragen, die zur Diskussion stehen sollten, keine Fragen der Moslems auswählen, was von vorne herein eine Einseitigkeit beinhaltete.

Zur Begründung sagte mir ein muslimischer Herr, dass er seine Fragen nicht schriftlich formuliert hätte, weil er nicht schreiben konnte. Natürlich fragte ich mich, warum die 40 mitgereisten, intelligenten Moslems, die der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind, nicht seine Fragen für ihn schriftlich eingereicht hatten.

Ich beschloss auf Grund der Morddrohung im Vorfeld und der fehlenden Diskussionsgrundlage wegen der anhaltenden Störung der Moslems die Diskussionsrunde abzubrechen und den Abend vorzeitig zu beenden.

Ich bitte hierfür um Entschuldigung aber auch um Verständnis. Da ich mich dennoch offen gebliebenen Fragen stellen möchte, biete ich an, dass man mit mir per E-Mail in
Kontakt treten kann: info@granum-sinapis.de

Nassim Ben ImanUnterstützung für Nassim Ben Iman:
Granum Sinapis e.V.
Postfach 1224
29652 Walsrode
Spendenkonto: KSK Walsrode, BLZ 25152375, Konto 8181158,
Zweck: Ben Iman (wenn für Familie Ben Iman) oder Missionsprojekte
IBAN: DE05 2515 2375 0008 1811 58
BIC: NOLADE21WAL

UPDATE: Der Film von Claus-Christian Plaass wird am Wochenende vier mal auf Kiel-TV – dem Bürgersender Offener Kanal Kiel – gezeigt. Kiel-TV ist nur zu empfangen auf Kabelkanal 9 im Kabelnetz von Kiel, Eckernförde, Rendsburg Neumünster (die sog. Kernzone um Kiel herum mit immerhin gut 200.000 Kabelhaushalten). Hier die genauen Sendetermine:

» Samstag, 01.12.2007, um 13.00 + 20.00 Uhr
» Sonntag, 02.12., 20.00 und 24.00 Uhr.




Putin droht der NATO mit Atomschlag

Der lupenreine Demokrat Wladimir Putin (Foto) hat der Nato mit einem Atomschlag gedroht. Um eine „rasche und adäquate Reaktion auf jeglichen Aggressoion“ geben zu können, müssten die mit Atomsprengköpfen ausgerüsteten Langstreckenraketen bereitgehalten werden.

Der russische Präsident fühlt sich durch die amerikanischen Pläne einer globalen Raketenabwehr gar an die Kuba-Krise erinnert. Während dieser hochgefährlichen Phase im Jahre 1962, versuchten bekanntlich die USA die Bestückung russischer Mittelstreckenraketen mit Atomsprengköpfen auf Kuba, also direkt vor der eigenen Haustür, zu verhindern. Es ging also um Angriffswaffen. Jetzt und hier geht es aber um das Gegenteil. Die Amerikaner wollen einen Abwehrschirm gegen anfliegende Raketen, von dem letztendlich auch Russland profitieren würde.

Die USA wollen dazu eine Radaranlage in Tschechien aufbauen und Abfangraketen in Polen stationieren. Als Grund für das Abwehrsystem führen sie eine Bedrohung durch Staaten wie Iran und Nordkorea an.

Was angesichts dieser aggressiven Rhetorik auffällt, ist das verständnisvolle Schweigen der Friedensbewegten.

(Spürnase: Urs Schmidlin)




Antisemitismus: Zandi macht den Dejagah

ZandiFerydoon Zandi (Foto), iranischer Fußball-Nationalspieler und Ex-Bundesligaprofi (für Freiburg und Kaiserslautern), hat für einen Eklat gesorgt. Nachdem sein jetziger Verein Apollon Limassol (Zypern) mit Yiossi Mizrahi einen Cheftrainer aus Israel angestellt hat, blieb Zandi dem Training fern und hat den Club verlassen. Sein Name ist nicht mehr unter den Spielern und Transfers zu finden. Ihn hat keine Verletzung zurückgeworfen, und bei Gehalts-Fragen schien alles geklärt zu sein.

Ferydoon Zandi ist der Sohn einer Deutschen und eines Iraners, geboren in Emden und spricht deutsch und persisch, letzteres jedoch nach eigener Aussage nicht perfekt. Die iranische Nachrichtenagentur Fars vermeldete das glorreiche Fernbleiben Zandis in einer Eilmeldung:

Nachdem der Verein nach schwachen Ergebnissen einen Trainer vom zionistischen Regime (Israel) einstellte, hat Zandi, übereinstimmend mit der Politik der islamischen Republik, das Training verlassen und das Team nicht mehr begleitet. (Quelle: sportal.de)

Währenddessen hat Ashkan Dejagah (PI berichtete hier und hier) beim Junioren-Länderspiel Deutschland gegen Luxemburg (7:0) wieder das Trikot mit dem Bundesadler getragen – als wäre nichts gewesen…

UPDATE: In der aktuellen Transferliste steht: seit Juli 2007 vereinslos. Lügt also die Agentur Fars? Zandi äußerte sich inzwischen zu den Vorwürfen: „Das ist eine völlige Ente. Ich bin gar nicht mehr bei Limassol unter Vertrag. Falls ich dort noch unter Vertrag wäre, sähe ich kein Problem, unter einem israelischen Trainer zu spielen. Fußball ist Fußball, Politik ist Politik.“ Auf der Website von Zandi steht allerdings noch, dass er bei Apollon spielt. Auch dass sein Gästebuch geschlossen ist, erhöht nicht gerade seine Glaubwürdigkeit.

(Gastbeitrag von Marquis)




Traumberuf Journalist?

journalist.jpg

Ihre Gegner halten sie gern für Teilhaber einer großen Verschwörung der Reichen und Mächtigen und gehen damit der Imagepflege der Kritisierten ebenso auf den Leim wie die Bewunderer des Berufsstandes. Für die sind sie coole Typen, die zu allem eine Meinung haben und ihre Tage gelassen in angesagten Cafés verbringen. Beides ist falsch. Eine, die es besser weiß, legte in der ZEIT die Karten auf den Tisch, und darf sich irgendwann in naher Zukunft freuen, wieder 200 Euro mehr auf dem Konto zu haben.

Freie Journalisten bilden etwa ein Viertel der in Deutschland in diesem Beruf Tätigen. Ihr Beitrag am Endprodukt journalistischer Information ist aber ungleich höher. Während fest angestellte Redakteure bei Fernsehen, Rundfunk und Presse oft nur noch als Einkäufer am Markt der Beiträge auftreten, sind die Freien die Anbieter, die Themen finden, recherchieren und zumeist erfolglos irgendwo zu verkaufen versuchen. Denn der Markt ist heiß umkämpft. Der Journalistenberuf ist groß in Mode, besonders bei Schulabgängern und Studienabbrechern, die Schwierigkeiten mit Intelligenzfächern, dafür aber zu allem eine Meinung haben. Die meisten ahnen nicht, was es in Wirklichkeit bedeutet, „irgendwas mit Medien“ zu machen.

Eine, die es nach zehnjähriger Tätigkeit und respektablen journalistischen Erfolgen besser weiß, ist Gabriele Bärtels, die jetzt das Schweigegelübde zum tatsächlichen Stand des Standes bricht, und ihren enthüllenden Artikel in der ZEIT unterbringen konnte. Nach der Lektüre desselben weiß man, dass ihr dies etwa 200 Euro eingebracht haben wird, wenn die Redaktion irgendwann mal überweist. Dabei gehört die ZEIT, verglichen mit anderen Abnehmern wie der taz oder der Netzeitung , noch zu den Großzügigen.

Heute ist auch der Tag, an dem wieder ein Text von mir nicht in der Zeitung steht, der dort schon vor zwei Wochen stehen sollte, wie mir die Redakteurin versicherte, die ihn mir abkaufte. Nachdem ich sie deswegen anrief, vertröstete sie mich auf heute, und natürlich zeigte ich Verständnis, dass eine Zeitung ja auch auf die richtige Themenmischung achten muss und etwas Aktuelleres Vorrang hat. Ich darf nicht böse mit der Redakteurin werden, denn ich bin auf sie angewiesen. Ich darf auch nicht zu deutlich machen, wie dringend der Abdruck für mich gewesen wäre und dass nun wieder ein Loch gähnt, wo ich mit einem Honorar fest gerechnet hatte.

»Gekauft« bedeutet nämlich nicht, dass sie mir dieses Geld gleich angewiesen hätte. »Gekauft« bedeutet nur, dass der Text von nun an in ihrer Datenbank schlummert.

Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf das alltägliche Leben. Aber gerade der Berufsstand, dessen Lieblingsthema inzwischen Ungerechtigkeiten und soziale Missstände unserer Gesellschaft sind, deckelt das eigene Elend mit dem Image weltmännischer Erfolgssymbolik. Erfolgreich erscheinen ist alles, auch wenn man die Bank nur ungern betritt und dem Vermieter lieber aus dem Weg geht:

Ich kann mich auch nicht mit Freunden zu einer Tasse Kaffee verabreden. Es nagt an meinem Stolz, wenn ich ihnen jedes Mal offen oder durch die Blume sagen muss, dass sie die Rechnung übernehmen müssen. Es nagt noch mehr an meiner Würde, wenn ich sie am Monatsende händeringend bitten muss, mir zu helfen, die Miete aufzubringen. Eigentlich ist es nicht bitten, sondern betteln. Mir steckt ein Kloß im Hals, wenn ich dies tue, denn ich hatte nie vor, vom Mitleid anderer zu leben. Auch ahne ich, dass ihr Respekt mir gegenüber sinkt.

Mein Vermieter wohnt im Haus. Bin ich wieder im Rückstand, so schäme ich mich in Grund und Boden, wenn ich ihn auf der Treppe treffe, und vergesse, dass ich für meine Texte Preise gewonnen habe. Er wird mir nicht ansehen, dass mein Einkommen unter dem eines Hartz-IV-Empfängers liegt. Ich lege Wert auf ein gepflegtes Äußeres und kann bei Interviewpartnern schlecht ohne vernünftigen Haarschnitt auftauchen. Deswegen spare ich lieber an etwas, das man von außen nicht sieht, wie zum Beispiel Essen. Ich kann sowieso nicht essen, wenn ich Angst habe.

Gelingt doch mal der große Wurf, ist selbst ein ganzseitiger Artikel in einer überregionalen bekannten Zeitung eher geeignet, damit zu prahlen wie ein Sack Seife, als einen solchen zu erwerben. 250 Euro sind der magere Erlös einer Zeitungsseite, die als Anzeigenfläche dem Verlag hundertausende einbringen würde.

Aber ganz ohne Beiträge geht es nicht, und so kann immer mal wieder einer aus dem Heer der schreibenden Tagelöhner stolz im Café erzählen, wo er gerade wieder veröffentlicht wurde. Dass dies keine Position ist, um selbst bei bestem persönlichen Willen noch das Ergebnis der eigenen Recherche gegen das Wunschergebnis des einkaufenden Redakteurs zu verteidigen, liegt auf der Hand.

Der Tagelöhner schreibt, wovon er hofft, dass einer es kaufen möchte. So einfach funktioniert manche groß scheinende Verschwörung, und schrumpft bei näherer Betrachtung auf die Größe eines leeren Portemonnaies zusammen wie einst der Scheinriese Herr Turtur immer kleiner wurde, je näher man ihm kam. Wie sooft im Leben, sind es auch im unseriösen Geschäft der seriösen Nachrichten oft die Kleinsten, die Wadenbeißer, Denunzianten und Mietnomaden, die am lautesten kläffen, um Aufmerksamkeit zu erheischen. Man sollte das wissen, um sie passend einzuordnen.

Den ganzen Artikel der mehrfach preisgekrönten und doch arm gebliebenen Autorin Gabriele Bärtels mit vielen weiteren pikanten Details vom „Traumberuf Journalist“ kann man online lesen: Schreiben macht arm. Eine empfehlenswerte Lektüre, nicht nur für Abiturienten.




Bereicherte Schlachten im Fußballstadion

fussballer.jpgZu den durch die Zuwanderung kulturell besonders aufgewerteten Sportarten gehört bekanntlich Fußball. Deutsche Kinder in Großstädten verlassen ihre Vereine oft mit elf oder zwölf Jahren, weil ihnen die Spiele gegen die bereicherten Mannschaften zu brutal werden. Wir haben über diese Sonnenseiten der Migration schon mehrfach berichtet (u.a. hier und hier). Richtig zur Sache geht es aber nicht nur in Bremen und Berlin, sondern bundesweit.

(Spürnase: René E.)




Broder gegen Steinmeier

steinmeier-wolf.jpgAn Henryk M. Broder scheiden sich die Geister. Das ist kein Wunder, schließlich geht es dem Börne-Preisträger bei allem, was er publiziert, vor allem darum, den wachen Geist vom Ungeist der Verdränger zu scheiden. Den ganzen FAZ-Beitrag „Broder: Der Minister verleugnet die Realität“ von Michael Hanfeld kann man hier lesen.

(Spürnase: Urs Schmidlin)




Antisemitische Hetze in der Türkei

protokolle.jpgNoch gehört die Türkei zu den wenigen islamisch geprägten Ländern, die in ihrer Außenpolitik ein neutrales bis gemäßigt positives Verhältnis zu Israel pflegen. Aber mit dem Wiedererstarken des Islam gewinnt jetzt auch bei unserem Natopartner der seit den Tagen des Propheten fest in der „Religion des Friedens“ verwurzelte Antisemitismus an Boden. PI-Leser Gareth war dieser Tage in Istanbul und fand dort Zeugnisse des übelsten Judenhasses, wie sie auf Basaren arabischer Länder seit Jahren feilgeboten werden, um den Hass auf Israel und alle Juden zu schüren.

Gareth berichtet:

Machwerke
Mit den «Protokolle der Weisen von Zion» , jene legendäre Fälschung aus dem zaristischen Russland, konnte schon vor hundert Jahren manches Pogrom angezettelt werden. Bis heute zählen sie zu den wichtigsten Quellen antisemitischer Verschwörungstheorien.

Ich war kürzlich in Istanbul und mich erstaunte das Machwerk in vielen Buchhandlungen zu finden. Es gibt mehrere Taschenbuchausgaben – und das in hohen Auflagen. Zu finden ist auch häufig Henry Fords unsägliches Werk «Der internationale Jude», das sich auf die «Protokolle» stützt. Es hat eine Millionenauflage.

Wie man in den Istanbuler Buchhandlungen sehen kann, wird die «islamische Welt» weiterhin über die „jüdische Weltverschwörung“ aufgeklärt und die beiden Machwerke dienen immer noch dazu die islamischen Gemüter zu erregen. Das ist die Art „Aufklärung“ von der die Freunde der „Religion des Friedens“ viel halten, von anderer eher nichts.

(Gastbeitrag von Gareth)




Ehrenmordzeugin vom Staat im Stich gelassen

Sie wurde Zeugin am Ehrenmord an der eigenen Schwester. Das ist 14 Jahre her. Damit sie gegen die Mörder, ihren Vater und ihre Cousins, aussagt, versprach man ihr Zeugenschutz. Darauf verließ sich die Frau – und wurde nach der Aussage schmählich im Stich gelassen. Ohne neue Identität muss sie sich selbst verstecken, obwohl zwei der Mörder inzwischen auf freiem Fuß sind. In der ZDF-Sendung Frontal 21 wurde gestern über den Fall berichtet.

» ZDF: Manuskript zum Beitrag




Die Tricks der Islam-Lobby

Seit dem 11. September 2001 hat kein übergesellschaftliches Thema die öffentliche Diskussion mehr beherrscht als der Islam. Wenngleich Angela Merkel unlängst das Klimaproblem für die weitere Zukunft als „Deutschlands größte Herausforderung im 21. Jahrhundert“ herausstellte, so drängt sich doch vermehrt der Eindruck auf, dass den Menschen „draußen im Lande“ das Hemd näher ist als der Rock, die Moschee näher als der Monsun.

(Beitrag des Orientalisten Hans-Peter Raddatz, Foto)

In der pluralen Gesellschaft haben beide – Klimaforscher und Islamvertreter – ihre etablierten Lobbys, die um Aufmerksamkeit der Wirtschaft, Verwaltung und Medien ringen, womit sich vor allem auch die begehrten Fördergelder verbinden.

Der professionelle „Dialog mit dem Islam“, der neben den führenden Muslimen die lokalen „Islam-Referenten“ in den diversen Institutionen – Parteien, Stiftungen, Kirchen etc. – umfasst, macht von dieser Regel keine Ausnahme und hat sich mittlerweile zu einem ansehnlichen Industriezweig mit wachsenden Umsätzen ausgeweitet.

Um den Dialog zu stärken, bieten ZDF („Forum am Freitag“) und SWR („Islamisches Wort“) seit einigen Monaten Internet-Plattformen an, auf denen die Muslime ihre Weltdeutungen vor dem deutschen TV-Publikum „authentisch“ (SWR) ausbreiten sollen. Allerdings haben sich die anfänglich hohen Click-Zahlen inzwischen halbiert.

Ist mit diesem Dialog nun alles geregelt, ist der Islam damit also kein „Problem“ mehr?

Natürlich rechtfertigen die Terror-Ereignisse der letzten Jahre und die Fast-Anschläge in Deutschland keinen „Generalverdacht“, aber ob sie wirklich nur „Missbrauch“ des Glaubens bedeuten, wie die proislamische Medien-Lobby unermüdlich betont, sei dahingestellt. Immerhin gilt auch für gläubige Muslime die alte Jesuitenregel, der zufolge der Zweck die Mittel heiligt und im „Dialog“ das gezielte Tricksen und Täuschen erlaubt, um die eigene Sache und damit die Integration der Ungläubigen zu fördern, die ohnehin auf dem demographisch absteigenden Ast sind.

Aus dieser Sicht ist das kombinierte „Wort am Freitag“ als Experimentierfeld durchaus willkommen, wobei das Engagement des Generalsekretärs des Zentralrats der Muslime besonders beeindruckte. Er verkündete, dass es „keinen Zwang im Glauben“ gebe, und der Islam seinen Anhängern „anti-inquisitorisch“ die freie Wahl der Religion überlasse. Und indem er zudem kürzlich in einer anderen TV-Sendung sagte, dass die Scharia kein Thema sei, lehnte er sich offenbar weit aus dem Fenster. Denn natürlich bestätigen alle Autoritäten des Weltislam – Azhar-Universität Kairo, Medina-Moschee, TV-Imamat Qatar – dass jeder islamische Staat den abtrünnigen Muslim verfolgen muss.

Nach ihnen kommt auch die Leugnung der Scharia dem strafbaren Abfall vom Glauben gleich – es sei denn, sie nützt der langfristigen Ausbreitung des Islam in den Westen, insbesondere durch ständige Medienpräsenz. Inzwischen spielt der Generalsekretär auf diesem Täuschungsklavier nahezu virtuos.

Wesentlich unbeholfener hatte er noch vor wenigen Jahren auf einem Podium zugegeben, dass man bei der „Charta“ des Zentralrats „vergessen habe, hineinzuschreiben, dass man den Islam nicht verlassen kann“ (Hanns-Seidel-Stiftung, Berlin, 5.3.02).

Religionsfreiheit, Gewaltmonopol, Frauenrechte bilden die Tabu-Dreiheit des „Dialogs“. Nach dessen Sprachregelung muss jeder, der authentische Kenntnisse anstrebt – zum Beispiel vom Koran-Gesetz islamischer Dominanz über nichtislamische Demut – als von „Islamophobie“ befallen gelten. Damit nicht genug, soll diese Krankheit sogar mit Antisemitismus zu vergleichen sein, so dass die Muslime dreist behaupten, zu den neuen Juden des Medienzeitalters zu werden.

Im Bereich des Moscheebaus hat sich ein besonderes Schema entwickelt: Unter dem Kombidruck der lokalen Politik, weiten Teilen der Presse und Muslimselbstdarstellung läuft seit vielen Jahren eine deckungsgleiche Routine ab, an deren Ende die Moschee steht, die unabhängig davon, welche „Argumente“ vorgetragen wurden. Scheinbar stört es auch nicht, dass diese Moscheen meistens mit Namen und Symbolen der historischen Islam-Eroberungen ausgestattet werden.

Die Islam-Lobby weiß, dass sie die zentralen Rollen, die Moschee und Scharia in ihrer politischen Religion tatsächlich spielen, indem sie jede Integration enorm erschweren, aus der öffentlichen Diskussion heraushalten muss. Diese Regel bildet inzwischen die Richtschnur der „Referenten“ in den Institutionen der „Dialog“-Industrie, die für Prestige und Fortkommen entsprechend unverzichtbar wird und sie zur Vorform eines kommenden Westislam machen könnte.

Wird die von uns praktizierte Minderheits-Toleranz einst in eine „Kolonisierung“ der Mehrheit übergehen?

Beitrag erschienen in der Frankfurter Neuen Presse.

Neuestes Buch von Hans-Peter Raddatz: Allah und die Juden




GIMF-Terroristen drohen wieder

gimf-detail_200.jpgDeutschland und Österreich werden erneut bedroht. Aus bekannter Quelle: Die „Globale Islamische Medienfront“ (GIMF), von Medien und Behörden gerne als Trittbrettfahrer im Kinderzimmer verharmloste Terrorhelfer bezeichnet, mit direktem Kontakt zur irakischen Al Kaida, ist wieder auf Sendung. Diesmal beim ungarischen Bloganbieter „Extra„. Da kommen Erinnerungen auf.

Monatelang hatten die Propagandisten des Terrors schon hunderte für den deutschen Sprachraum aufbereitete Videos aus direkter Quelle islamischer Terroristen im Irak verbreitet, als Spiegel TV einen Sprecher der Gruppe zum Interview bat.

Innerhalb weniger Stunden hatten Experten aus islamkritischen Blogs damals die Fernsehbilder und Töne bearbeitet und Details ans Licht gebracht, die Spiegel TV nur stümperhaft verschleiert hatte. Ebenso schnell intervenierte Spiegel TV und verbot unter Strafandrohung, die verräterischen Dokumente, die die Chance boten, auf die Spur der Terroristen zu kommen, öffentlich zu zeigen.

gimf-haende_200.jpgDie Blogger mussten damals nachgeben, aber die kurze Zeit der Veröffentlichung hatte gereicht, um aus Leserkreisen wertvolle Hinweise zu erlangen. Die Spur führte nach Wien. Österreichische Leser erkannten in den Sprachaufnahmen den Wiener Dialekt, vermischt mit Merkmalen typischer Färbung arabischer Migranten. Aus dem Gesamtzusammenhang ergab sich das Bild eines vermutlich in Wien aufgewachsenen Migranten aus dem arabischen Raum mit guter Bildung, vermutlich ein Student.

gimf-nah2_200.jpgMonatelang tat sich nichts, bis endlich die Medien im Sommer berichteten, die Betreiber der muslimischen Hassseite, auf der auch konkrete Drohungen gegen Deutschland und Österreich verbreitet wurden, seien gefasst. Zur großen Überraschung der Journalisten hatte man in Wien ein junges Ehepaar festgenommen. Als Haupttäter galt Mohammed Mahmut, ein in Wien aufgewachsener Araber aus dem Irak von guter Bildung.

gimf-eingang_200.jpgAber auch für die Islamkritiker aus dem Internet, die seit Monaten in Richtung Wien verwiesen hatten, gab es eine Überraschung. Denn bei dem verhafteten Pärchen sollte es sich lediglich um eher harmlose Trittbrettfahrer ohne Anbindung an terroristische Gruppen gehandelt haben, die die teilweise aufwändig produzierten Videos im Kinderzimmer der eigenen Wohnung hergestellt und veröffentlicht hätten.

Daran gab es Zweifel, zeigten doch die verbotenen Bilder von Spiegel TV Büroräume in einem vermutlichen Gewerbegebiet mit markanten Details sowohl innerhalb des Gebäudes als auch in seinem Eingangsbereich (s. Fotos). Uns würde nach wie vor interessieren, ob Leser Hinweise auf diese Örtlichkeiten geben könnten, die sehr wahrscheinlich in Wien oder Umgebung gelegen sind.

gimf-studio_440.jpg

Fest steht: Es handelt sich nicht um die Wohnung des festgenommenen Paares, die im folgenden Beitrag des ORF zu sehen sind. Der Anlass ist ein ernster, denn die GIMF ist wieder aktiv und verbreitet erneut Drohvideos gegen Deutschland und Österreich. Neben den alt bekannten Forderungen, den militärischen Kampf gegen den Terrorismus aufzugeben, ist eine weitere hinzu gekommen: Sofortige Freilassung des in Österreich inhaftierten „Einzeltäterpärchens“. Sonst würde es uns noch leid tun, Muslime ins Gefängnis gesperrt zu haben.

Der Filmbeitrag zur aktuellen terroristischen Bedrohung ist eine erneute Meisterleistung des investigativen Qualitätsjournalismus. Immerhin hat man eine sensationelle Entdeckung gemacht: Die in den GIMF-Videos gezeigten Bilder der österreichischen Regierung wurden von deren eigener Homepage genommen! Wer hätte das gedacht.

(Spürnasen: tomcat, enwet, Black Box, Fenster-Profi, Dominik, Phygos, Outcut TV)