Video zur Kölner Diskussion mit Ralph Giordano

Podiumsdiskussion KölnMina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime schickte uns erste Film-Ausschnitte der Kölner Podiumsdiskussion vom 1. Dezember in der Kölner Universität (wir berichteten). Wie nicht anders zu erwarten, wurde die Veranstaltung von den „etablierten“ Medien so gut wie totgeschwiegen. Umso wichtiger sind solche Filmdokumente, auch wenn sie leider nur einen kleinen Auszug der mehr als zweistündigen Diskussion berücksichtigen.

Und hier noch zwei kurze Ausschnitte der mutigen Deutschtürkin, die den beiden Muslimen im Publikum auf deren Einwand entgegnet, die Diskutanten würden von den Muslimen die Aufgabe ihrer Identität fordern:

» Humanistischer Pressedienst: „Aufklären statt verschleiern!“
» STERN: „Kopftuch ist Kindesmisshandlung“
» Kölnische Rundschau: Kritik an Kopftuch

» Auch der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete in seiner Printausgabe vom 3.12.07 unter dem Titel „Fragwürdiger Rekordversuch“ über die Veranstaltung. Auszug des sehr negativen Kommentars von KStA-Redakteurin Ina Henrichs:

Nach wenigen Minuten ist alles gesagt: „Den Islam kann man nicht reformieren“, behauptet Mina Ahadi. Er bleibe eine frauen-und menschenfeindliche Ideologie. Die liberalen Kräfte hätten lange genug Zeit gehabt, das Gegenteil zu beweisen. Der Schriftsteller Günter Wallraff stimmt dem erst einmal zu. Und sein Kollege Ralph Giordano poltert hinterher: „Die Integration ist gescheitert.“ Die Mörder und deren stille Unterstützer unter den Islamisten seien eine Bedrohung, die übrigen „ein soziokulturelles Problem“.

Eine Podiumsdiskussion war am Samstag in der Aula der Kölner Universität angekündigt. Gegeben wird ein fragwürdiger Rekordversuch: Wie schnell redet man sich in eine Sackgasse? Auf jeden Fall schneller als erwartet oder vielleicht befürchtet – und das bei einem Thema, das mehr braucht als eine Provokation und ein dankbares Publikum.

„Aufklären statt verschleiern“ wollte das Treffen, zu dem Ahadi als Vorsitzende des „Zentralrats der Ex-Muslime“ geladen hatte. Nachdem sie – was die Scharia strengstens verbietet – dem Islam abgeschworen hatte, wurde sie nach eigenen Angaben im Iran zum Tode verurteilt. Zeigen will Ahadi, dass der Tabubruch möglich ist. Sie und ihre krawalligen Mitstreiter haben die „Kritische Islamkonferenz“ ins Leben gerufen – und zur Unterstützung den Ex-Katholiken Wallraff und Giordano als säkularen Juden eingeladen. (…)

» Video einer Lesung von Ralph Giordano am 27.11.2007 im Kieler Landtag – von Claus-Christian Plaass