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DITIB – Geheimdienstzentrale?

Ist die Kölner DITIB-Moschee (Foto) gleichzeitig die Zentrale des türkischen Geheimdienstes mit Verbindung zu faschistischen Organisationen, von der aus türkische Oppositionelle in Deutschland verfolgt werden? Das behauptet ein älterer Bericht einer linken Zeitschrift aus dem Jahre 2000. Damals beobachteten die Linken die Gefahr faschistischer Zuwanderung noch kritisch. Heute ist das für die Linke ein Tabuthema.

Im Bericht des linken Infopartisan, der auch eine Zusammenarbeit der Türken mit dem deutschen Nachrichtendienst BND behauptet, berichtet Autor Ali Solmaz über die Aktivitäten des türkischen Geheimdienstes MIT:

Die Europazentrale der staatlich orientierten Moscheen, die zugleich durch die Initiative des MIT aufgebaut wurde, befindet sich in Koeln. Die DITIB (Tuerkisch-Islamische Union der Anstalt fuer Religion) ist eine als religioese Institution getarnte Organisation, die dem tuerkischen Ministerium fuer religioese Angelegenheiten untersteht und 1985 in Koeln gegruendet wurde. Die fundamentalistisch-islamistisch gepraegte DITIB organisiert sich im gesamten europaeischen Raum und verfuegt ueber 90.000 Mitglieder und ca. 350.000 nichtorganisierte Anhaenger.

Die DITIB-Zentrale in Koeln ist personell gut bestueckt. Es sind dort mehr als 40 Hodschas als Kursleiter taetig, die ihr Gehalt von tuerkischen Stellen beziehen, aber auch Foerdermittel und Projektfoerderungen von oeffentlichen deutschen Stellen erhalten. Die DITIB ist die zahlenmaessig staerkste der tuerkisch-islamischen Vereinigung in der Bundesrepublik; die Zahl der von ihr gefuehrten Gemeinden liegt heute bei mehr 700 Moscheen und Vereinen.

In regelmaessigen Abstaenden veranstaltet der tuerkische Geheimdienst in den Raeumlichkeiten der DITIB interne Versammlungen und Tagungen, in der die jeweiligen Strategien und Aktivitaeten festgelegt werden. Die meisten Imame und Islambeauftragten, die fuer die DITIB-Moscheen im Dienst sind, werden von der Tuerkei aus staatlich fuer diesen Dienst beauftragt. Diese Personen werden strengen Auswahlkriterien unterzogen und muessen der Zusammenarbeit mit dem tuerkischen Staat und seinen Institutionen zustimmen, also sich sozusagen auch als freiwillige Agenten verpflichten. Bedienstete, die sich nicht an diese Abmachung halten, werden aus ihrem Dienst entlassen und in die Tuerkei zurueckgeschickt.

Nicht anders geschah es im Gelsenkirchener Fallbeispiel. Als in Gelsenkirchen drei Vorbeter sich trotz des staatlichen Druckes weigerten, dem tuerkischen Geheimdienst systema-tisch Informationen zu vermitteln, wurden sie bedroht, ohne angegebenen Grund aus dem Dienst entfernt und in die Tuerkei abgeschoben. Sogar die Behoerden in Gelsenkirchen erteilten diesen Vorbetern keine Aufenthaltserstattung mehr, so dass diese Imame ohne weiteres abgeschoben wurden. In Deutschland befinden sich zur Zeit 400 staatlich beauftragte Vorbeter.

Ein weitere Stuetze des tuerkischen Geheimdienstes sind die tuerkischen Lehrer, die bisher von dem Nationalen Bildungsministerium in der Tuerkei als Tuerkisch- und Religionslehrer in Deutschland beauftragt wurden. Diese Lehrkoerper haben zum einen die Aufgabe, nationale Gefuehle und Werte der Kinder aus der Tuerkei zu foerdern, zum anderen ‚verdaechtige’Personen den offiziellen Stellen zu melden. Weiterhin sind auch Uebersetzungsbueros, Reisebueros, Banken, Vereine, tuerkische Institutionen, Gemeinden, tuerkische Geschaefte u.a. wichtige Stuetzpunkte sowie Informationsquellen fuer den tuerkischen Geheimdienst. Von den Uebersetzungsbueros werden meist Informationen ueber Asylbewerber weitergegeben. Reisbueros, Vereine und Gemeinden versuchen darueber hinaus, Kontakte von demokratischen, linken Organisationen aufzudecken und Informationen ueber ihren Einfluss zu weiterzuleiten. Auch in den meisten tuerkischen Banken sind Mitarbeiter des MIT oder seine Informanten taetig.

Neben den ungeheuerlichen Behauptungen, die unseres Wissens bis heute nicht widerlegt wurden, und auch die Zusammenarbeit mit Grauen Wölfen auf der einen und deutschen Behörden auf der anderen Seite betreffen, ist die Tatsache bemerkenswert, dass dieser Aspekt der Zuwanderung damals von Linken durchaus kritisch wahr genommen wurde. Dass das heute nicht mehr der Fall ist, ist einer der Erfolge des islamischen Terrors. Seit Bin Laden sich Linken in Europa mit seinem Frontalangriff auf die USA 2001 als Verbündeter im Kampf gegen den „Imperialismus“ empfohlen hat, gilt Kritik am Islam und den häßlichen Begleiterscheinungen muslimischer Zuwanderung bei der deutschen Linken als tabu. Wer die fortbestehenden Probleme heute noch thematisiert, gilt ihnen als rechter Rassist. Dabei hätte niemand mehr Grund, die Islamisierung zu fürchten, als sie selber.

(Spürnase: Katrin)