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Hisbollah: Säbelrasseln gegen Israel

Die Hisbollah droht wieder und hat unter den Augen der UN wacker aufgerüstet: Israelis sollen sich im Ausland davor in Acht nehmen, entführt zu werden. Der Tod des Terroristen Imad Mugniyah müsse mit jüdischem Blut gerächt werden, man sei (dank finanzieller Unterstützung aus dem Ausland) bereit für den Krieg und siegesgewiss.

Die Hisbollah ist, wie 2006 gesehen, in einer sehr guten Position. Wenn Israel es wagt, sich zu wehren, wird die Welt aufschreien und behaupten, Israel habe wegen einer terroristischen Gruppe einen souveränen Staat angegriffen – dass Nasrallah im Libanon das Sagen hat, interessiert die EU-„Experten“ dabei herzlich wenig.

Zwei Tage, nachdem in Israel eine Warnung vor Entführungen durch die Hisbollah im Ausland herausgegeben worden ist, hat die libanesische Terrororganisation ihre Drohungen heute verschärft und baldige Rache für die Tötung ihres Topterroristen Imad Mugniyah angekündigt, für die sie Israel verantwortlich macht.

Gegenüber einer kuwaitischen Zeitung ließ sie verlauten, dass sie handeln werde, sobald die Lage vor Ort es erlaubt. „Der Zeitpunkt muss den Truppen und den Ländern, die Verbündete der Hisbollah sind, passen, in der Annahme, dass jegliche Reaktion Israels jeden treffen würde. Dies zwingt die Hisbollah und ihre Verbündeten, zu einem offenen Krieg bereit zu sein.“

Die Quelle betont, dass es kein Entkommen vor der Rache geben werde und man sich den Folgen einer israelischen Antwort bewusst sei: „Der nächste Krieg wird für beide Seiten zerstörerisch sein. Die Heimatfront des Feindes wird von intensivem Raketenbeschuss getroffen werden, und die Luftwaffe, ebenso wie die Marine und die Bodentruppen des Feindes werden gegen eine signifikante Bedrohung operieren.“ Dabei ist sich die Hisbollah sicher, dass eine israelische Entscheidung für einen Krieg „Selbstmord“ wäre.

Siegesgewiss zeigt sich die Terrororganisation wegen ihres zerstörerischen Raketenarsenals und den in ihrem Besitz befindlichen Luftabwehrsystemen. In Vorbereitung auf einen offenen Krieg seien 800 Millionen $ in den Ausbau der militärischen Infrastruktur im Südlibanon investiert worden. (Yedioth Ahronot, 22.08.08)

Eine israelische Entscheidung für einen Krieg wäre „Selbstmord“ nur in dem Sinn, dass die vereinte antizionistische Weltmeinung erneut jegliche Schuld auf israelischer Seite suchen würde. Wenn es nach der UNO und der EU ginge, müsste sich Israel wohl wehrlos mit Raketen beschießen und auslöschen lassen.