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TV-Manipulationen bei Olympia


Zeigt uns das Land der eingeschränkten Möglichkeiten und der diktatorisch-kommunistischen Unterdrückung manipulierte Bilder von den olympischen Spielen? Jedenfalls sind einzelne Bildsequenzen der pompösen Eröffnungsfeier in Peking, wie sich jetzt nachweisen lässt, eindeutig am Computer und nicht unter dem realen chinesischen Nachthimmel entstanden. Und auch sonst ist nicht alles Gold, was glänzt.

Die spektakulären Bilder von mit Feuerwerksraketen erzeugten „Fußabdrücken“ über der Hauptstadt waren Computeranimationen:

Nicht alles soll bei der Fernseh-Übertragung der gelungenen Feier … mit rechten Dingen zu und her gegangen sein. Ein kurzer Abschnitt sei manipuliert gewesen, schrieb die Zeitung „Peking Shibao“ Die spektakulären Bilder von mit Feuerwerksraketen erzeugten „Fußabdrücken“ über der Stadt seien nicht live aufgenommen, sondern mit einer Ausnahme über ein Jahr lang mit Computeranimation vorbereitet worden.

Wer an einer Stelle so massiv betrügt, ist vermutlich auch zu weiteren Manipulationen bereit. Schließlich wurden die Bilder der ganzen Welt als Live-Aufnahmen verkauft. Wo wird uns sonst überall etwas vorgegaukelt? Wir sehen aus China nach bewährtem Diktaturen-Rezept nur, was wir sehen sollen: Ein chinesisches Sommermärchen. Wie steht’s mit der wirklichkeit?

In Wirklichkeit wurden in einem der Stadien, wo jetzt die olympischen Fahnen wehen, erst vor kurzem noch Menschen hingerichtet:

Öffentliche Vorführung und Hinrichtung waren bis vor wenigen Jahren in China gängige Praxis. Auszug aus der Pekinger Zeitung „Beijing Ribao“ von 1997: „Am 19. Juni hielten die Behörden von Peking im Stadion von Shijingshan unter den Augen von 10 000 Zuschauern die erste Großveranstaltung ab, um Drogen-Verbrecher zu bestrafen (…). 14 Kriminelle, schuldig der abscheulichsten Verbrechen, (…) wurden zum Hinrichtungsplatz geleitet und erschossen.“

Seit Vergabe der Spiele nach Peking 2001 ging die Zahl der gruseligen Stadion-Shows zurück. „Dass dieses Stadion jetzt zum Olympia-Komplex gehört, ist der Beleg dafür, es doch einen Zusammenhang zwischen Sport und Menschenrechten gibt“, so ein Sprecher von amnesty international zu BILD.