1

„Jagt den Ungläubigen Furcht ein“

Jagt den Ungläubigen Furcht (Frykt) einIn der Telemarksbibliothek in der norwegischen Stadt Ulefoss wurden der Öffentlichkeit künstlerische Grafiken (Foto: Jagt den Ungläubigen Furcht (Frykt) ein) gezeigt, die es wert sind, dass sie einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden. Leider wurde die Ausstellung „Es ist nicht verboten zu denken“ sehr schnell Opfer von Vandalismus, so dass die Bibliothek den Künstler bat, die Bilder wieder zu entfernen.

Der Künstler Ahmed Mashhouri und seine Frau arbeiteten lange Zeit für die Durchsetzung der Menschenrechte im Iran. Sie suchten Asyl in Norwegen und ließen sich in Skien nieder. Ihre Bilder sind in Norwegen entstanden und die Zitate aus dem Persischen und Englischen ins Norwegische übersetzt.

„In Diskussionen hört man oft, dass es solche Dinge im Koran gar nicht gibt. Wir möchten zeigen, dass es faktisch doch so ist,“ sagt Mashhouri.

Als sich das Paar vor Weihnachten an die Telemarksbibliothek in Ulefoss wandte, wurden sie zu einer Ausstellung eingeladen. Am 9. Dezember wurde die Bilder montiert, aber es vergingen nur wenige Stunden, bis es laut wurde und zwei oder drei muslimische Frauen auf die Grafiken losgingen. Anschließend setzte sich die Bibliothek mit dem Künstler in Verbindung und bat um die Entfernung der Ausstellung. Jetzt werden die Grafiken in der Bibliothek in Porsgrunn gezeigt.

„Ich war enttäuscht, weil ich glaubte, dass ich in ein freies Land gekommen wäre. Die Bilder sind weniger für die Nordländer gedacht. Ich will den Muslimen die negativen Dinge im Koran zeigen. Ich möchte niemanden verletzen, aber ab und zu ist es vorläufig notwendig, um weiterzukommen. Wenn nur einer anfängt zu denken, dann ist es das wert,“ sagt Mashhouri.

Alle in der Ausstellung gezeigten Bilder sind auf Mashhouris Website ISLAM&Graphic online zu sehen. Der Künstler will zum Nachdenken anregen und fordert die Besucher seiner Seite dazu auf, seine Grafiken zu diskutieren.

Ebenfalls gezeigt wird auf der Seite ein Video über Frauen im Iran und im Islam (Vorsicht, authentische und daher grausame Bilder).

(Gastbeitrag von Jutta S.)