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Wieviel Blut klebt am grünen Greis?

Hans-Christian Ströbele [1]Hans-Christian Ströbele, der für die GRÜNEN im Bundestag sitzt, ist ein wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vorbestrafter Krimineller. Das war bekannt. Der FOCUS [2] fand jetzt Gerichtsakten, nach denen Ströbeles Schuld schwerer wiegt als bisher angenommen. 

Nachdem die erste Generation der Baader-Meinhof-Bande in Haft war, wäre der Spuk nach heutiger Einschätzung bereits vorbei gewesen, wenn nicht Komplizen wie Ströbele die Reorganisation der Terrorbande unterstützt hätten. Die auf diese Weise organisierte zweite Generation der „RAF“ begann das eigentliche skrupellose Morden. Am Ende gab es 34 Mordopfer zu beklagen, die durch die praktische Anwendung der 68er-Ideologie und die Unterstützung des Terrorhelfers in der Anwaltsrobe zu Tode kamen.

Die Berliner Zeitung berichtet [3]:

Grüner Ströbele tief im RAF-Sumpf – Dokumente belegen, dass Grünen-Politiker Ströbele maßgeblich zum Aufbau der RAF beitrug.

Grünen-Ikone Hans-Christian Ströbele (70) nimmt selten ein Blatt vor den Mund. Auch über die Studentenbewegung, Stammheim und das angebliche damalige Versagen des Rechtsstaats spricht der frühere RAF-Anwalt gern.

Doch wenn es um die Verurteilung der Terrorgruppe geht, wird der Bundestagsabgeordnete einsilbig. „Als Verteidiger bin ich daran gehindert, mich über Mandanten und ihr Tun so zu äußern, wie es andere tun können“ sagte er der B.Z. Auch auf Nachfrage bleibt er dabei: Seine Verschwiegenheitspflicht lasse ihm keinen Raum zu einer Bewertung der RAF. Dabei wäre es Zeit für ein klares Wort: Recherchen des Magazins „Focus“ förderten jetzt das Gerichtsurteil von 1981 zutage, welches belegt, dass Ströbele mit dem von ihm mitbegründeten „Info-System“ 1973 bis 1975 maßgeblich zum Aufbau der RAF beigetragen hatte.

Um auch im Gefängnis den Kontakt untereinander und mit der Außenwelt nicht zu verlieren, entwickelte Gudrun Ensslin ein „Info-System“ für RAF-Terroristen, das die damals noch nicht kontrollierte Verteidigerpost zum Nachrichtenaustausch nutzte. Anwälte wie Ströbele, Kurt Groenewold und Klaus Croissant stellten sich als „Verteiler“ zur Verfügung. Andere wie Otto Schily verweigerten sich. Mit dem Info-System wurden beispielsweise Hungerstreiks organisiert, Abweichler unter Druck gesetzt oder gemeinsame Erklärungen vorbereitet. „Die roten Anwälte sind dazu unentbehrlich“, würdigte Ensslin deren Botendienste.

„Ohne die Hilfe einiger weniger Rechtsanwälte, darunter des Angeklagten, wäre die Konsolidierung und das Fortbestehen der RAF in der Haft nicht möglich gewesen“, heißt es in dem Urteil des Berliner Landgerichts, das eine zehnmonatige Bewährungsstrafe nach sich zog. Experten sind sich einig, dass sich die RAF niemals dermaßen straff hätte organisieren können, wenn sich nicht einige ihrer Anwälte für die Verteilung von Nachrichten und Befehlen unter Inhaftierten hergegeben hätten. „Das Info-System hat zum Zusammenhalt der Gruppe außerordentlich stark beigetragen“, so RAF-Experte Stefan Aust zur B.Z.

Der alterstarrsinnige Terrorgreis und Jurist weigert sich bis heute, die Schuld anzuerkennen und beruft sich gar auf „Verbotsirrtum“:

Ströbele dagegen hält an seiner damaligen Sichtweise fest. Für ihn war das Info-System ein „Hilfsmittel“, um die gemeinsame Verteidigung zu koordinieren. Ferner habe es „der Beschäftigung und Diskussion“ der Gefangenen gedient, schreibt er in seiner „Stellungnahme zur damaligen Tätigkeit als Strafverteidiger der RAF“ auf seiner Homepage. Sie schließt mit den Worten, dass er sein Engagement „damals für richtig und notwendig gehalten“ habe und „es heute nicht viel anders“ sehe. Ströbele zur B.Z. „Dass das Gericht und Autoren Handlungen von mir anders bewertet haben, habe ich zur Kenntnis genommen.“

Zu diesen Autoren gehört auch Reinhard Mohr („Der diskrete Charme der Rebellion“). Sein Fazit: „Ströbele gehört zu jenen altlinken 68ern, die zu keinem Zeitpunkt ehrliche Selbstkritik geübt haben und bis heute dazu tendieren, die RAF zu verharmlosen.“

Hier sind die Namen der Opfer [4], für die es in Deutschland kein Denkmal gibt. Lediglich in Köln erinnert ein von Bürgern privat aufgestellter Gedenkstein an die Toten der Schleyer-Ermordung.

Norbert Schmid
Am 22. Oktober 1971 wird der Zivilfahnder Norbert Schmid während einer Personenkontrolle an der Hamburger S-Bahnstation Poppenbüttel von zwei RAF-Mitglieder erschossen. Er ist das erste Mordopfer der Roten-Armee-Fraktion.

Herbert Schoner
Am 22. Dezember 1971 überfallen vier RAF-Mitglieder eine Bankfiliale in Kaiserslautern und erbeuten 134.000 Mark. Vor dem Gebäude will der Polizeiobermeister Herbert Schoner einen verdächtigen Wagen kontrollieren. Der Fahrer schießt Schoner in die Brust und flüchtet. Schwer verwundet betritt Schoner die Bankfiliale. Als die RAF-Mitglieder den Polizisten sehen, erschießen sie ihn ohne zu zögern.

Hans Eckhardt
Am 2. März 1972 sollen die RAF-Mitglieder Manfred Grashof und Wolfgang Grundmann in einer Hamburger Wohnung gestellt werden. Es kommt zu einem Schusswechsel, bei dem Grashof den Leiter der SOKO „Baader/Meinhof“ Hans Eckhardt erschießt.

Paul A. Bloomquist
Am 11. Mai 1972 verübt die RAF einen Bombenanschlag auf das Hauptquartier des 5.-US-Corps in Frankfurt/Main. Der US-Oberleutnant Bloomquist wird von einem umherfliegenden Eisensplitter tödlich am Hals getroffen. Dreizehn Menschen werden verletzt. Der Anschlag ist der Beginn der so genannten „Mai-Offensive“.

Clyde R. Bonner, Ronald A. Woodward und Charles Peck
Mit zwei Autobomben verübt ein Kommando der RAF am 24. Mai 1972 einen Anschlag auf das europäische Hauptquartier der US-Armee in Heidelberg. Dem Anschlag fallen die US-Soldaten Clyde R. Bonner, Ronald A. Woodward und Charles Peck zum Opfer. Weitere fünf Menschen werden verletzt.

Andreas von Mirbach und Heinz Hillegaart
Am 24. April 1975 überfallen sechs RAF-Terroristen die deutsche Botschaft in Stockholm und nehmen 27 Geiseln. Während der Geiselnahme werden die Botschaftsattachés Andreas von Mirbach und Heinz Hillegaart von den Terroristen erschossen.

Fritz Sippel
Bei einer Verkehrsroutinekontrolle wird der Polizeimeister Fritz Sippel am 7. Mai 1976 von einem RAF-Mitglied erschossen.

Siegfried Buback, Wolfgang Göbel und Georg Wurster
Am 7. April 1977 ermordet die RAF in Karlsruhe den Generalbundesanwalt Siegfried Buback sowie dessen Fahrer Wolfgang Göbel. Das Datum markiert den Beginn der so genannten „Offensive ’77“. Am 13. April 1977 stirbt auch Georg Wurster an den folgen des Anschlags. Der Leiter der Fahrbereitschaft der Bundesanwaltschaft saß auf der Rückbank von Bubacks Dienstwagen.

Jürgen Ponto
Am 30. Juli 1977 dringt ein RAF-Kommando in das Haus des Vorstandssprechers der Dresdner Bank Jürgen Ponto ein. Die RAF will Ponto als Geisel nehmen. Als Ponto sich gegen seine Entführer zur Wehr setzt, wird er von ihnen erschossen.

Heinz Marcisz, Reinhold Brändle, Helmut Ulmer und Roland Pieler
Der „Deutsche Herbst“ beginnt am 5. September 1977 in Köln mit der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer. Die RAF-Terroristen gehen dabei äußerst brutal vor. Der Polizeibeamte Reinhold Brändle wird von 60 Kugeln getroffen. Im Kugelhagel sterben auch seine beiden Kollegen Helmut Ulmer und Roland Pieler sowie Schleyers Fahrer Heinz Marcisz.

Arie Kranenburg
Am 22. September 1977 wird Knut Folkerts im niederländischen Utrecht von zwei Polizisten kontrolliert. Ohne zu zögern zieht Folkerts seine Waffe und schießt: der Hauptwachtmeister Arie Kranenburg stirbt sofort, sein Kollege Leen P. wird schwer verletzt.

Hanns-Martin Schleyer
Nach der Befreiung der „Landshut“-Maschine und den Selbstmorden von Baader, Ennslin und Raspe töten RAF-Mitglieder den entführten Hanns-Martin Schleyer. An einem bislang unbekannten Ort wird der Arbeitgeberpräsident mit drei Kopfschüssen ermordet. Am 19. Oktober 1977 wird seine Leiche im Kofferraum eines Wagens im elsässischen Mühlhausen gefunden.

Hans-Wilhelm Hansen
Am 24. September 1978 werden Angelika Speitel und zwei weitere RAF-Täter in einem Wald nahe Dortmund von zwei Polizisten bei Schießübungen überrascht. Die Terroristen eröffnen das Feuer und erschießen den Polizisten Hans-Wilhelm Hansen.

Dionysius de Jong
In der Nähe von Kerkrade kommt es am 1. November 1978 zu einer Schießerei zwischen niederländischen Zollbeamten und dem RAF-Mitglied Rolf Heißler bei der die Beamten Dionysius de Jong und Johannes Goemanns getroffen werden. De Jong ist sofort tot. Heißler hatte versucht, illegal von Deutschland in die Niederlande zu gelangen.

Johannes Goemanns
Am 14. November 1978 stirbt der Zollbeamte Johannes Goemanns an den Folgen seiner Schussverletzungen, die ihm Rolf Heißler am 1. November in Kerkrade zufügte.

Edith Kletzhändler
19. November 1979: In einer Züricher Einkaufspassage gerät Edith Kletzhändler in eine Schießerei zwischen RAF-Mitgliedern und der Polizei. Die Hausfrau wird von einer Kugel der RAF tödlich in den Hals getroffen.

Ernst Zimmermann
RAF-Täter dringen am 1. Februar 1985 in das Haus des Vorstandsvorsitzenden der Maschinen- und Turbinen Union (MTU) Ernst Zimmermann in Gautingen ein. Die Frau Zimmermanns wird gefesselt und in der Diele liegengelassen. Zimmermann selbst führen die Terroristen ins Schlafzimmer des Hauses und schießen ihm mehrmals in den Hinterkopf.

Edward Pimental
Am 7. August 1985 wird in Wiesbaden der US-Soldat Edward Pimental erschossen. Die „ID-Card“ des Soldaten benutzt die RAF später, um den Kontrollposten der Rhein-Main-Airbase in Frankfurt zu passieren. Dort zündet die RAF eine Autobombe, die zwei weiteren Menschen das Leben kostet.

Frank Scarton und Becky Bristol
Durch die Explosion einer Autobombe auf dem Gelände der Rhein-Main-Airbase in Frankfurt sterben am 8. August 1985 der US-Soldat Frank Scarton sowie die Zivilangestellte Becky Bristol. 23 Menschen werden verletzt.

Karl-Heinz Beckurts und Eckhard Groppler
Mit einer am Straßenrand deponierten Sprengladung tötet die RAF am 9. Juli 1986 in Straßlach bei München den Siemens-Manager Karl-Heinz Beckurts sowie dessen Fahrer Eckhard Groppler.

Gerold von Braunmühl
Der Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt Gerold von Braunmühl wird am 10. Oktober von zwei RAF-Tätern vor seinem Bonner Wohnhaus erschossen. Die Kugel, mit der von Braunmühl erschossen wurde, stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus derselben Waffe, mit der schon Hanns-Martin Schleyer ermordet wurde.

Alfred Herrhausen
Am 30. November 1989 verübt die RAF einen Bombenanschlag auf den Dienstwagen des Deutsche-Bank-Sprechers Alfred Herrhausen. Die Wucht der Explosion drückt die gepanzerte Wagentür ein und tötet Herrhausen auf der Stelle.

Detlev Karsten Rohwedder
Am 1. April 1991 wird der Vorstandsvorsitzende der Treuhandanstalt Detlev Karsten Rohwedder in seinem Haus in Düsseldorf von einem RAF-Scharfschützen ermordet.

Michael Newrzella
27. Juni 1993: Während der geplanten Festnahme der RAF-Mitglieder Wolfgang Grams und Birgit Hogefeld auf dem Bahnhof von Bad Kleinen kommt es zu einem Schusswechsel, bei dem der GSG 9-Polizeikommissar Michael Newrzella ums Leben kommt.

UPDATE: PI-Leser G. schreibt uns: „Ich erinnere an die Polizisten  Reinhold Brändle, Roland Pieler und Helmut Ulmer und ich weiß wie lange die Familien des Helmut Ulmer den Mord an ihrem Sohn und Bruder nicht verkraftet hat. Mein Bruder hat Ihn als Schulkamerad mit zu Grabe getragen.“

(Spürnasen: Rahvin, Napp)

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