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Türkei fordert Visafreiheit für Schengen-Zone

Nachdem für Länder wie Serbien oder Mazedonien die Visapflicht aufgehoben wurde, fordert die Türkei nun dasselbe auch für ihre Staatsangehörigen. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu ließ verlauten, dass die Türkei doch wesentlich näher an einer EU-Mitgliedschaft sei als diese Länder.

Die Presse berichtet:

Die Türkei hat von der EU die Aufhebung der Visumspflicht für ihre Bürger gefordert. Es sei inakzeptabel, dass die Visumspflicht für die Schengen-Zone für bestimmte Balkan-Länder aufgehoben worden sei, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu am Samstag. Diese seien auf dem Weg zu einer EU-Mitgliedschaft längst nicht so weit wie die Türkei.

Bürger aus Serbien, Montenegro und Mazedonien können seit Samstag ohne Visa in die EU reisen. Jeder Besitzer eines Passes mit biometrischen Daten kann sich damit für 90 Tage pro Halbjahr in 25 EU-Staaten, Island, Norwegen und der Schweiz aufhalten. Die EU verhandelt bereits seit 2005 mit der Türkei über einen Beitritt. Die türkische Regierung hat sich schon früher über das langsame Tempo der Gespräche enttäuscht gezeigt.

Sollten die Beitrittsverhandlungen nicht ein baldiges Ende finden, dann dürfte der unkontrollierte Zustrom von weiteren Moslems in die EU nicht mehr lange aufzuhalten sein.