1

Happening gegen Atomkraft

Oh prima! Wir waren dabei! Ungefähr 120.000 Atomkraftgegener demonstrierten in Hamburg und Schleswig-Holstein ihre geistige Verblödung an der Seite der ehemaligen Umweltclowns „Knut“ Gabriel und Jürgen Trittin. Sie protestierten vor stehenden Windkrafträdern gegen den Ausstieg aus dem Ausstieg.

Die WELT berichtet:

120.000 Atomkraftgegner haben sich aus Protest gegen die Atompolitik der Bundesregierung zu einer Menschenkette in Hamburg und Schleswig-Holstein aufgestellt. Die 120 Kilometer lange Reihe reichte vom Kernkraftwerk Brunsbüttel bis zum Meiler Krümmel in Geesthacht. Szenen aus dem Marschland.

Die Sonne brennt. Und die Windräder an der Straße nach Altendeich stehen still. Ausgerechnet in diesem symbolischen Moment. SPD-Chef Sigmar Gabriel und Jürgen Trittin, Fraktionschef der Grünen im Bundestag, reichen sich die Hand zur Menschenkette gegen Atomenergie.

„Wir demonstrieren hier gegen den Ausstieg aus dem Atomausstieg und für den Ausbau der erneuerbaren Energien“, sagt Trittin.

Vom Kernkraftwerk Brunsbüttel an der Unterelbe vorbei am Atommeiler Brunsbüttel über Elmshorn, Pinneberg und Hamburg bis zum Pannenreaktor Krümmel reicht die Menschenkette – eine Strecke von 120 Kilometern. Polizei und Organisatoren sprechen von etwa 120.000 Teilnehmern. „Das ist die größte Anti-Atomkraft-Demonstration seit mehr als 20 Jahren“, sagt Trittin.

Trittin hält ein grünes Banner mit der Aufschrift „Atomkraft? Nein Danke“. Neben ihm steht Gabriel. „Hände weg vom Atomausstieg“ fordert die SPD mit weißer Schrift auf rotem Grund.

So kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen nutzen SPD und Grüne die Gelegenheit zum demonstrativen Schulterschluss. Der Atomausstieg ist ein rot-grünes Projekt. Und gemeinsam kämpfen SPD und Grüne nun dafür, dass es dabei bleibt.

Genau. Denn bei uns kommt der Strom aus der Steckdose. Wenn schon nicht von stehenden Windkrafträdern, dann schon aus den sicheren AKWs des ehemaligen Ostblocks…

(Spürnasen: Tilda und Verena)